Lila001 Feministischer Frühling

| 5 Kommentare

Willkommen zum Lila Podcast – Feminismus aufs Ohr! In unserer Pilotfolge unterhalten wir uns über die aktuelle mediale Berichterstattung über den Feminismus – sei es im Spiegel, sei es in der Taz oder in der Zeit.

Wie funktioniert eigentlich der Feminismus von Femen und was unterscheidet ihn von anderen aktuellen feministischen Akteurinnen, zum Beispiel im Netz? Welche Kritik gibt es an den einen und den anderen – prallen hier feministische Welten aufeinander?

Und: Was sind aktuelle wichtige politische Forderungen aus feministischer Sicht? Wie kann aus gesellschaftlichen Wertedebatten auch konkrete Politik hervorgehen?

avatar Susanne Klingner Amazon Wishlist Icon
avatar Katrin Rönicke Amazon Wishlist Icon
Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

Links

5 Kommentare

  1. Schöner Podcast, hab ich sehr gerne angehört, weil ihr so schön unaufgeregt die Debatte kommentiert. Was mich daran nämlich gerade am meisten stört, ist, dass verschiedene Seiten meinen, definieren zu müssen, wer Feministin ist und wer nicht. An der Stelle sehe ich aktuell keinen Unterschied zwischen Alice Schwarzer und der Mädchenmannschaft.

    Zwei kleine Anmerkungen:
    Ihr spracht darüber, ob die #aufschrei Aktivistinnen politisch aktiv seien. Von zwei der Initiationrinnen des Briefs an Gauck weiß ich, dass sie es sind. Zum einen scheint Yasmina Banaszczuk, die ja auch bei der Featurette vertreten ist, in der SPD aktiv zu sein und zum anderen ist Jasna Lisha Strick Piratin.

    Beim Thema Arbeitszeiten wünschtet ihr euch, dass es gesetzliche Vorgaben zur Arbeitszeit geben soll. Es gibt ja bereits das Arbeitszeitgesetz, in dem folgende Regelungen getroffen werden: “Nach der Grundregelung in § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.” (Quelle: Wikipedia) Das dumme daran ist nur, dass der Samstag auch ein Werktag ist, also erst, wenn im Schnitt eine Wochenarbeitszeit von 48 h überschritten ist, es problematisch wird.

    • danke!
      als ich #Aufschrei und politische Forderungen ansprach, meinte ich weniger die einzelnen Aktivistinnen. Tut mir leid, wenn das so rüber kam. Yasmina und Jasna ihre politische Aktivitäten abzusprechen war überhaupt nicht meine Absicht!
      mir ging es mehr darum, welche konkreten Forderungen aus #Aufschrei selbst resultieren. Und dass #Aufschrei eben mehr eine gesellschaftliche Wertedebatte sei, als eine aus der jetzt konkrete politische Maßnahmen folgen würden.

      die gesetzlichen Regelungen zur Arbeitszeit sind unter allem Eber. Elternzeit darf ein Mann auch nicht immer nehmen, Teilzeit ist von der Größe der Unternehmen abhänging… das ist alles totaler murks. und acht Stunden pro Werktag – erst recht, wenn der Samstag einer ist – finde ich ebenso völlig drüber. In unserem Gespräch dachte ich wirklich eher an die Initiative Arbeitszeitverkürzung auf 30 h bei vollem Lohnausgleich – was ja in unseren Zeiten als die absolute Revolution angesehen wird.

  2. Dass das Arbeitszeitgesetz nicht wirklich hilft gegen Überarbeitung usw. merke ich ja selbst gerade sehr gut. Ich wollte auch gar nicht sagen, dass doch alles tiptop ist mit dem Arbeitszeitgesetz. Für mich kam es in eurem Gespräch nur so rüber, als gäbe es gar keinen gesetzlichen Rahmen, was die Arbeitszeit betrifft. Und ganz ehrlich: Bereits die 10 Stunden, die eine maximal arbeiten darf, werden ja nun nicht sonderlich streng überprüft. Wenn eine darauf hinweist, dass es eine solche Regelung gibt, wird sie in der Regel schräg angeguckt, weil das ja irgendwie den Anschein macht, als wäre sie nicht ausreichend leistungsbereit. Es wäre schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn gesellschaftlich anerkannt wäre, dass nach 10 Stunden konzentrierter Arbeit nur noch Murks rauskommt, anstatt Menschen, die 12 Stunden und mehr vorgeben zu arbeiten, zu den “wahren Leistungsräger” dieser Gesellschaft zu glorifizieren.
    Interessant fand ich übrigens die Überlegung, wie sich trotz formaler rechtlicher Gleichstellung Gesetze dank gesellschaftlicher Nicht-Gleichstellung unterschiedlich auf Männer und Frauen auswirken. Vielleicht könnt ihr da in einem der nächsten Gespräche noch näher drauf eingehen?

  3. danke für die Anregung – vielleicht kommen wir darauf zurück 🙂

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.