Lila008 Feministische Vorsätze für 2014

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Bei uns ist alles neu: Neues Podcast-Logo, neue Featurette, neue Frau Lila, neues Featurette-Blog. Aber diesen Podcast machen immer noch die olle Katrin und die olle Susanne. Dies immerhin mit ganze vielen feministischen Vorsätzen für das neue Jahr. Wie also können wir noch bessere Feministinnen werden? Ein paar Ideen haben wir schon – mal sehen, ob das auch alles in der Umsetzung funktioniert.

Und ihr so?

Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

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Neues bei Frau Lila

Gute Vorsätze

8 Kommentare

  1. Hi,

    irgendwas stimmt mit den Dateien noch nicht

    laut Blog ist der Podcast knapp 48 Minuten lang. Der *.OGG bricht jedoch nach gut 7 Minuten und der *.OPUS nach gut 27 Minuten ab.

    • tausend dank für den Hinweis – da ist scheinbar beim Upload was schief gelaufen. Sorry – ich lade die Dateien, die auf meinem Rechner völlig in Ordnung sind – noch einmal hoch. In wenigen Minuten müsste das Problem behoben sein.

      Liebe Grüße
      Katrin

  2. Also, was die Petition angeht. Eigentlich dürfen Lehrer nicht diskriminieren. Nun sind wir allerdings frei sowas zu unterzeichnen. Allerdings stört das im Zweifel den Schulfrieden, sprich die Lehrerin sieht sich dem zukünftigen Vorwürfen der Ungleichbehandlung homosexueller Schüler gegenüber. Da reicht dann ein cleverer Anwalt und schon werden die mündlichen Noten ein Problem für die Schule. Man darf Lehrern das nicht verbieten sowas zu unterschreiben, aber meine Auffassung ist, dass man gefälligst keine politische Äußerung los wird, die diskriminiert, weil diesen Ärger lädt man sich bitte nicht ein.

    Erlaubt ist es. Leider. Ich würde allerdings beim Direktor auflaufen.

    Ansonsten, meine feministischen Vorhaben sind eher gering. Ich bin männlich und eher auf der alle Menschen sind Menschen und gleichwertig zu behandeln Schiene.

    • hallo advi,
      wir hatten es ja schon kurz auf adn
      ich denke, bei diskrimierung muss man immer sehen, dass jemand konkret anders behandelt wird – und zwar zu seinem nachteil – aufgrund seines geschlechts. Lehrerinnen und Lehrer, die so eine Petition unterschreiben, können also behaupten, dass sie gar nicht gegen homosexualität seien, dass sie nur nicht finden, dass so etwas in die schule gehöre, also als unterrichtsbestandteil… das ist leider das problem, das ich sehe.

      aber ja: Im grunde ist es sehr sinnvoll, da ganz offensiv dran zu gehen und danke für den Tipp, zum Rektor zu gehen.
      Denn in der Realität ist es einfach so, wie das Nele Tabler auch twitterte: Die Jugendlichen, die homosexuell sind, bekommen tatsächliche Angst vor solchen Lehrerinnen oder Lehrern.

      Ähm – zu deinen Vorhaben: männlich zu sein ist kein widerspruch zum feministisch sein. Menschen sind Menschen ist sicher ein guter Ansatz – ein kleiner Blick auf die unterschiedlichen wahrnehmungsmöglichkeiten qua Geschlecht ist aber nie verkehrt.
      schöne Grüße
      Kadda

      • Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit, mich als Mann als Feminist zu bezeichnen. Ich kann vielleicht viele Frauenpositionen nachvollziehen und stimme euch ja auch in vielen eurer Standpunkte zu, aber ich würde mir die Bezeichnung nicht geben.

        Die Wahrnehmung aus Geschlechterperspektive üben ist sicher etwas, was ich mir vornehmen kann. Ist ja gerade als Politiklehrer ne gute Sache.

  3. Auch wenn es schon eine Weile her ist, möchte ich zu der Geschichte vom Bezirksamt etwas ergänzen, da ich es für wichtig halte sich das immer wieder klar zu machen.
    Jeder Mensch hat eine bestimmte Perspektive oder Bias, die sich aus seinem Umfeld ergibt. Der Arbeitsalltag dieser Bearbeiterin ist geprägt von Gesetzen und Verordnungen. Für sie ist es das natürlichste der Welt, dass jeder Mensch nur einen Hauptwohnsitz haben kann. Auch die Aussage “toll für die Kinder” ist nachvollziehbar. Wenn ich mir überlege mit welchen Fällen diese Bearbeiterin täglich konfrontiert ist, schätze ich euer Beispiel “feministisch aufgeklärte Eltern, einvernehmlich getrennt, Ummeldung aus wohlüberlegten steuerlichen Gründen” als eher selten ein. Der Alltagsfall wird anders aussehen und einprägen werden sich natürlich besonders die Extremfälle bei denen monatelange Arbeit dranhängt. Fälle die unkompliziert und schnell ablaufen gehen im Rauschen der Normalität unter. Und dann bildet sich ganz schnell eine Bestimmte Haltung gegenüber der “Kundschaft”.
    Noch ein persönliches Beispiel dazu. Jeder kennt die Horrorgeschichten von Servicehotlines oder hat selber welche erlebt. Es gibt sogar diesen schönen Begriff “Servicewüste Deutschland”. Ich arbeite seit einigen Jahren selber bei einer technischen Servicehotline und was mich immer wieder verblüfft ist, wie schnell sich das Narrativ “an der Hotline sitzen nur Idioten” zu “bei der Hotline rufen nur Idioten an” ändert. Man ist Umgeben von Kollegen, die die gleichen Stories von absolut idiotischen Anrufen erzählen und in kürzester Zeit hat sich die Perspektive verschoben. Es ist auch für mich eine bewusste kognitive Leistung, wenn einer anruft, dem ich nicht mal die einfachsten Sachen erklären kann, mir klar zu machen, dass er wahrscheinlich nicht dumm ist sondern nur die Sprache nicht versteht und es in seiner Muttersprache absolut keine Probleme gebe.

    Deswegen finde ich den genannten Ansatz des pragmatischen Feminismus sehr richtig. Überlegen was man hier und jetzt erreichen kann, nicht jedes Fass aufmachen müssen/wollen aber meiner Meinung nach eben auch stets die eigene Perspektive reflektieren und die des gegenüber zumindest verstehen oder nachvollziehen. Wenn man diese Reflexion vernachlässigt und sich in eine selbst-immunisierende Ideologie rein steigert (siehe fehlende Streitkultur) ist man irgendwann nur noch von Idioten oder schlimmer noch Feinden umgeben. Und dann ist der Diskurs mit der Gesamtgesellschaft tot.

    Im allgemeinen: erste Folge bei der ich 100% d’accord gehe 🙂

  4. Hallo ihr beiden,

    habe gerade hintereinander die ersten acht Folgen eures Podcasts weggesuchtet – großartig! Habe schon lange nach einem guten femistischen Podcast gesucht, hiermit gefunden und gleich mal bei flattr aboniert 😉 Besonders gefällt mir, dass ihr so unverkrampft und konstruktiv an die ganzen Probleme rangeht.

    Empfohlen wurde mir der Lila Podcast übrigens von einem guten Freund, der Vater zweier Kinder ist, und zwar mit den Worten: “Ich hab jetzt übrigens alle Folgen vom Lila Podcast gehört.” Kann ich voll verstehen 😉

    Eine kleine Anmerkung noch: Ich glaube Katrin hatte es in der dritten Folge erwähnt, dass ihr Freund Frauen beneidet, weil sie eine viel größere modische Vielfalt hätten um sich auszudrücken – das geht mir ähnlich, Männermode ist oft derart langweilig, eindimensional und farblos. Als ich in mal Indien unterwegs war, habe ich so oft coole Klamotten in geilen Farben gesehen, die aber eindeutig für Frauen waren und hab mich geärgert, warum es so was für Männer nicht gibt.

    In diesem Sinne: Macht bitte weiter so!!

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