Lila012 Überhaupt nicht instagramable!

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Kommt, sprechen wir über Sex-Selfies! Zu anzüglich? Na aber vielleicht über Selfies im Allgemeinen und das Duckface im Besonderen, Selbstdarstellung und Selbstobjektivierung und wie das Netz all diese Phänomene verstärkt? Wir wissen zwar nicht, ob unsere Fuckability modernen Ansprüchen genügt, genauso wenig halten wir unsere Schnuten für instagramable – lieber lesen wir kluge Menschen wie Caitlin Moran, das Rookie Magazine von Tavi Gevinson und “Living Dolls” von Natasha Walter. Aber ganz ehrlich: So ein bisschen mulmig ist uns schon: Um uns herum machen all die jungen Dinger ihre Youtube-Tutorials über Schminke und Frisuren und kostenlose Werbung für Kosmetikfirmen und Drogeriemärkte. Die Jugend von heute … Wo war ich? – Ach stimmt, bei Schönheitsnormen und ja: Man kann eine ganze Sendung mit dem Thema füllen. Wer’s nicht glaubt, sollte reinhören.

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Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

Links und Hintergründe

12 Kommentare

  1. Der Link zur New York Times stimmt irgendwie nicht. Ansonsten super Ausgabe.

  2. Hallo Sie da : )

    Ich bin wahrscheinlich ungefähr Euer Jahrgang bzw. älter und aus meiner Kindheit gibts kaum Fotos (Achtung, Opa erzählt von früher!), wir Kids hatten ja kaum Fotoapparate und es war irgendwie auch nicht so in, man drehte sich damals im Zweifelsfall auch eher von Fotografierenden weg oder streckte ihm die hand vor die Linse. Von daher reagiere ich über diesen Trend des sich-selbst-andauernd-zu-fotografieren auch mit kopfschütteln.

    Andere Zeiten, andere Sitten …

    Macht weiter so, am besten 2 mal wöchentlich ; )

  3. worüber wir nun kaum gesprochen habe, was aber auch zu der Thematik gehört, ist die empowernde Wirkung von Selfies für Leute, die sonst nicht sichtbar sind. Durch die sozialen Medien haben sie die Möglichkeit, Sichtbarkeit zu erlangen. mit der 609060-Aktion war das auch möglich. unter dem Hashtag #feministselfies findet man auf twitter eine Aktion, die genau das empowernde versucht hat zu zeigen. zum Beispiel, wenn schwarze Frauen ein Selfie machen.

  4. Hallo Katrin und Susanne!
    Ich höre Eure Podcasts mit Spannung und entdecke dadurch das Thema Feminismus für mich – danke!

    Ihr schaut ja nicht gerne Fernsehen mangels schlechtem Angebots (kann ich verstehen). Und doch möchte ich noch etwas beitragen, wo ich dachte, dass das ganz gut zur aktuellen Folge passt (wg. “Shopping Queen”):
    Ich schaue gerne die Beiträge von Holger Kreymeier, Fernsehkritiker aus Hamburg. Der setzt sich unter diesem Link (http://fernsehkritik.tv/folge-135/Start/#jump:3-145) mit dem neuen Sender “TLC” auseinander. Es hat mich schockiert wie Frauen dort objektiviert werden und man anscheinend davon ausgeht, dass Hochzeit und Schönheit die einzigen sinn-stiftenden Themen sind.

    Und noch etwas, was ich schon vor einiger Zeit gelesen habe, aber mir immer unsicher war, ob ich Euch das mal schicken sollte. Eure Meinung hierzu würde mich interessieren. Es geht um “rape culture” und deren vielen Facetten, in der industriell-westlichen Gesellschaft: http://www.buzzfeed.com/ryanhatesthis/what-is-rape-culture

    Habt noch eine schöne Woche, macht weiter so und ich freue mich schon auf die nächste Folge!

    Alex

  5. hallo ihr zwei,

    zwei interessante links, die – wie ich finde – gut zum thema passen:

    http://in-trockenen-buechern.de/itb011-scham/

    http://memademittwoch.blogspot.de/

    ich höre euch sehr gern! und freue mich schon auf die nächste folge.

    liebe grüße
    anke

  6. Mein Beitrag zur Bikinifigur:

    Es war einmal, vor zwei Tagen, dass ein kleines rundes Dämchen sich aufmachte in
    die Stadt, um ein schönes Kleid zu kaufen für kommende Anlässe.
    Laden ein und Laden aus gab es nichts. Entweder zu klein, oder aber, wenn es mal um
    die Rundungen drumrum passte, so hässlich und altbacken, dass der kleinen Dickmamsell sofort schlecht wurde.
    Das war nichts neues für das kurvige Pummelchen, und doch hatte sich etwas verändert,
    Denn anstatt immer mißgelaunter durch die Auslagen zu streifen, lachte es in sich hinein und dachte verwirrt: Komisch, wo ich doch schön bin.

  7. Moin,
    der erfahrene Fotograf nimmt für eine Portraitfotographie ein leichtes Teleobjektiv, weil die Proportionen naturgetreu abgebildet werden. Nun nehme ich mal an, daß die Mehrzahl der “selfies” im Netz mit Handycameras angefertigt werden, die mit Weitwinkel-Objektiven ausgestattet sind. Und je näher man damit dem Gesicht kommt, umso mehr werden die Proportionen verzerrt, d.h. die Bildmitte tritt in den Vordergrund und die Bildränder treten zurück. Fertig ist das duckface, nicht schön und nicht beabsichtigt, sondern nicht besser gewußt….
    Grüße!!!

  8. Hallo, ich habe jetzt vor kurzem angefangen euren Podcast zu hören, da ich etwas vernünftiges für die Ohren brauchte, um längere Bahnfahrten zu überstehen. Ich finde, das ihr eure Themen auf eine sehr sympathische Art und Weise besprecht und auch immer versucht verschiedene Standpunkte einzunehmen.

    Zum Thema Selfie: Es macht manchmal den Eindruck als müssten sich heutzutage die Menschen viel mehr ihrer Umwelt beweisen. Als wenn alles nur dann wahr wäre, wenn es auch ein Foto davon gibt. Allerdings denke ich, dass das kein guter gedanklicher Weg ist, weil man sich damit selbst klein und minderwertig macht.
    Seine schönsten Momente nur für sich haben zu können ist etwas ganz Besonderes

    und die Vorstellung das so etwas dann der Öffentlichkeit preisgegeben wird und dann vielleicht sogar mit hähmischen Kommentaren bombardiert… muss man sich dieser Härte aussetzen?

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