Lila023 Class and Sass

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Wir widmen uns zwei Hörerwünschen: In “This American Life” berichtet Lindy West von ihrem schlimmsten Troll, der einzige, der sich entschuldigte. Und auf Spiegel Online wurde geschaut, wie sich die Ehe und der soziale Aufstieg durch Ehe veränderten.
Außerdem sprechen wir über den Sexismus in Hollywood, der Schauspielerinnen wie Jennifer Aniston, Rene Zellweger und Kate Winslet nur nach ihrem Äußeren bewertet. Genau wie das auch in der zehnten Staffel von GNTM üblich ist. Eine junge Bloggerin ist jetzt ausgestiegen.
Lena Dunham hat in ihrem Buch “Not that kind of girl” die Geschichte eines Kerls erzählt, den sie Barry nannte und der nicht-konsensuellen Sex mit ihr hatte. Die konservative Plattform “Breitbart”, die gern Hatz auf Feministinnen macht, hat einen Unschuldigen als den vermeintlichen “Barry” geoutet und damit für viel unnötigen Wirbel gesorgt.

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Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

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Sexuelle Belästigung

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8 Kommentare

  1. Hallo!

    Vielen Dank für den Podcast. Was Ihr beim Thema Aufstieg durch Heirat nicht erwähnt habt, ist das sich ja die Arbeitswelt auch ziemlich geändert hat. Früher gab es halt ziemlich viele persönliche Sekretärinnen. Heute ist das ja komplett anders. Beim Arzt, außer beim Zahnarzt, ist doch in den seltensten Fällen, noch die Helferin mit im Sprechzimmer, und im Krankenhaus ist der Zeitdruck so groß, das es vielfach kaum noch zu privaten Kontakten kommt. Parallel dazu gibt es aber viel mehr Frauen die selber entsprechende Ausbildungen haben. Deshalb ist es dann deutlich einfacher als früher eine “standesgemäße” Bindung einzugehen. Man hat einfach mehr “Kontakte” innerhalb seines “Standes”.

    Gruß

    Hendrik

  2. Hallo,

    ein wie immer sehr hörenswerter Podcast (auch wenn es gerade zum Ende hin sehr “harte” Themen gab, die wirklich traurig machen).

    Was man bei dem ganzen Thema Hass aus meiner Sicht noch berücksichtigen sollte, ist das es vermutlich in jedem Fall immer 100x bis 1000x mehr Leute gibt die mit dem- oder derjenigen übereinstimmen (sich halt nur nie zu Wort melden). Das hilft natürlich im konkreten Einzelfall nicht gegen irgendwelche verbalen Angriffe aber kann einem vielleicht doch manchmal Relationen klarer machen (insofern hat vielleicht sogar der blöde “like” button auf youtube eine irgendwie einordnende Funktion ggü. den Kommentaren).

    Was ich (als Vater einer inzwischen fast 11jährigen Tochter) sehr interessant finde, ist Euch dabei zuzuhören, wie ihr versucht zwischen Wunsch der “Erziehungsberechtigten” nach dem richtigen handeln (z.B. kein Prinzessinenkleid) und dem Selbstbestimmungsrecht und eigenen Wünschen der Kinder eine Lösung zu finden. Denn allzuoft habe ich das Gefühl das Ratschläge über die “richtige” Erziehung von Leuten kommen, die das (oft theoretisch absolut nachvollziehbare und richtige) noch nicht selbst ausprobiert haben. Da trifft das was ihr besprecht sehr oft viel mehr meine Lebensrealität (mit allen Kompromissen die man da so machen muss).

    Nach meiner persönlichen Erfahrung wird das leider auch nicht einfacher je älter die Kinder werden (mein Versuche Rollenklischees von YoutuberInnen zu besprechen enden in regelmässigem “Ach, Du verstehst das einfach nicht mehr Papa”).

    Alles in allem wollte ich einfach mal Danke für das tolle Podcast-Projekt sagen und wünsche Euch viel Spaß weiterhin

    Marc

  3. Ich kann die Lobpreisungen für Frau Dunham nicht ganz nachvollziehen. Ich habe den Eindruck, das sie eher einen cleveren Weg zur Selbstvermarktung gefunden hat und weniger durch wirklich gute Fernsehunterhaltung/Filme glänzt.

    Die normierten Schönheitsideale für Frauen werden von ihr zwar wunderbar ignoriert aber Aufmerksamkeit generiert sie sehr oft mit Stories über ihr Sexualleben (siehe Bio) und der medialen Inszenierung ihres Körpers (siehe Girls). Notfalls muss sogar eine anzügliche Anekdote über die kleine Schwester herhalten (bitte selber googeln).

    Mir fehlt bei ihr noch etwas Substanz bevor ich das Label “female role model” vergebe.

  4. Noch eine Ergänzung zu Barbaras Buchtip: Anfang der 90er Jahre hat Helke Sander (die großartige Filmemacherin und Kopf hinter dem “Aktionsrat zur Befreiung der Frauen” Ende der 60er Jahre) einen zweiteiligen Dokumentarfilm gedreht. Der trug den Titel BeFreier und Befreite und thematisierte damals schon die Massenvergewaltigungen der Siegermächte, nicht nur die der “bösen Russen”, sondern auch der Westalliierten. Den Film gibt es in einer schönen DVD-Box mit weiteren unbedingt sehenswerten Filmen und einem informativen Booklet.

  5. “Weight watchers sind ja die Guten” war hoffentlich ironisch so dahergesagt.

    • wieso? ich kenne einige Leute, die sehr gute Erfahrung damit haben. Deswegen verstehe ich diesen Einwurf nicht ganz.

      • na dann. Die Geschichte der Körperakzeptanz ist sicher so alt wie die des Feminismus. Weight Watchers ist nicht die Caritas und sicherlich ist das erste Ziehl dieses Vereins nicht das Wohlbefinden seiner Teilnehmer sondern ihr Geld. Daran ist erstmal nichts verwerflich. Ach doch. Egal. Auch nicht, aber die Problematik greift viel weiter warum Firmen wie Weight Watchers so einen Erfolg mit ihren Heilsversprechen haben und Menschen, vor allem Frauen so darauf anspringen.

        • die Menschen, die ich kenne, die das Programm nutzen, sind erstens nicht nur Frauen und zweitens unglaublich dankbar, denn es hilft ihnen. Körperakzeptanz ist ein sehr wichtiges Thema, ja. Und dennoch gibt es Menschen, die mit ihrem Körper, mit ihrem Gewicht und mit ihrer Gesundheit an einen Punkt kommen, wo sie selbstbestimmt (!) einen anderen Weg einschlagen wollen, oft aber nicht wissen, wie es in ihr Leben integriert werden könnte. Immerhin geht es um nichts weniger, als einen kleinen Lebenswandel. Und diejenigen, die ich kenne, die dann Weight Watchers in Anspruch genommen haben, sind sehr dankbar und sehr froh, dass es das gibt.

          Kann sein, dass es außer “Körperakzeptanz” und *kommerzielles Angebot” noch andere Kritikpunkte gibt. Die würden mich in der Tat interessieren. Aber die beiden stehen für mich so dermaßen nicht im Verhältnis zur selbstbestimmten (!) Entscheidung von Menschen, ihre Ernährung und ihr Leben ändern zu wollen, dass ich damit hier reichlich wenig anfangen kann.

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