Lila Büchersommer mit Natascha Strobl: Solidarität im Kampf gegen den Faschismus

Natascha Strobl ist Politikwissenschaftlerin. Sie lebt und arbeitet in Österreich und beobachtet seit Jahren die rechte Konservative und neue faschistische Bewegungen – in Österreich, Deutschland und auf der ganzen Welt. Ihr Buch „Solidarität“ versucht einen Gegenentwurf: In Zeiten multipler Krisen, so sagt sie, ist Solidarität zentral für eine demokratische Gesellschaft.

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Uneingeschränkte Solidarität?

Katrin hat auf ihrer feministischen Reise mit der Solidarität immer wieder gehadert. Gerade wenn sie als Imperativ daherkam und Streit dahinter verschwinden sollte. In den letzten Jahren hat sie angesichts der Erfolge rechter Politiker wie Donald Trump, Jair Bolsonaro oder der Entwicklungen in Schweden, Frankreich und der faschistischen italienischen Ministerpräsidentin, Giorgia Meloni, ihre Meinung radikal geändert.

Aber wie geht Solidarität konkret? Welche Voraussetzungen hat sie und wo kann jede und jeder beginnen? Darüber sprechen die beiden in diesem Autorinnen-Interview zum Lila Büchersommer.

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Nataschas Buchtipp

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Lila Büchersommer mit Anne Dittmann über Alleinerziehende, Kindergrundsicherung und Elterngeld

Den ganzen Sommer über stellen die Hosts vom Lila Podcast Bücher und ihre Autor*innen vor. Den Auftakt zu diesem Lila Büchersommer macht Laura zusammen mit der Journalistin und Autorin Anne Dittmann. Anne hat das Buch „Solo, selbst und ständig – Was Alleinerziehende wirklich brauchen” geschrieben. Es ist eine Art Standardwerk zum Thema Alleinerziehende, eine Mischung auch Sachbuch und Ratgeber, die nicht nur Alleinerziehende was angeht, sondern alle.

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 2,6 Millionen Alleinerziehende gibt es in Deutschland. Eine sehr stille Gesellschaftsgruppe ist das: Zwischen Burn-out, Depression und Armut bleibt schlicht zu wenig Zeit und Kraft, um laut zu werden. Anne und Laura sprechen über die geplante Elterngeldkappung und die Kindergrundsicherung, darüber wie Alleinerziehende strukturell benachteiligt werden und Solo-Mamas by choice das Leben schwer gemacht wird. Es geht u.a. um das Thema Unterhaltsvorschuss und hohe Steuersätze für Alleinerziehende. Und nebenbei räumen die beiden mit Vorurteilen gegenüber Alleinerziehenden auf.

Ihr wollt „Solo, selbst und ständig“ gewinnen? Dann abonniert schon mal unseren Lila Newsletter. Dort erfahrt ihr am 20.07. alle Details.

Annes Bücherstapel für den Sommer

  • Das Ende der Ehe – Emilia Roig
  • Sei kein Mann – J.J. Bola
  • Prinzessinnenjungs – Nils Pickert

Zusatzempfehlung von Laura

  • Füreinander sorgen – Susanne Mierau

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ADHS im Erwachsenenalter: Mädchen, Frauen und der Gender Bias – mit Angelina Boerger und Jakob Hein

ADHS: Von der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung sind rund 4,7 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland betroffen. Wie der Alltag mit ADHS als Frau aussieht und wie sich die Forschungserkenntnisse in den letzten Jahre verändert haben, darüber sprechen Laura und Lena in dieser Episode mit der Journalistin Angelina Boerger und dem Psychiater Dr. Jakob Hein.

 

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Während früher angenommen wurde, dass es sich bei ADHS um eine Störung im Kindes- und Jugendalter handelt, weiß man heute, dass die Symptome nicht einfach mit dem Beginn der Volljährigkeit verschwinden. Davon abgesehen, gilt ADHS in den Köpfen vieler Menschen auch heute noch als typisch männliche Störung.

Jungs bekommen die Diagnose tatsächlich sehr viel häufiger gestellt als Mädchen, was kein Hinweis darauf ist, dass Mädchen grundsätzlich weniger von ADHS betroffen sind, sondern dass sie einen längeren Leidensweg ohne Diagnose beschreiten müssen.

Der lange Weg zur ADHS-Diagnose

Laura und Lena gehen der Frage nach, welche Rolle der medizinische Gender Bias bei der Diagnose und Behandlung von ADHS spielt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, hört doch auch mal in unsere Folge „Jahre ohne Diagnose: Warum die Medizin Frauen endlich mitdenken muss“ rein.

Stichwort ist hier vor allem „Masking”, also das Erlernen von sozial erwünschtem Verhalten durch Sanktionierung, was insbesondere junge Mädchen aufgrund ihrer Sozialisation und Erziehung sehr schnell lernen. Dies führt im Übrigen dazu, dass Frauen ihre Diagnose oft erst im Erwachsenenalter gestellt bekommen. Häufig dann, wenn sie Kinder bekommen und der Leidensdruck durch neue – für ADHSler*innen enorm schwierige – Herausforderungen extrem erhöht wird.

Die Aktivistin und Buchautorin Angelina Boerger erzählt von ihrem persönlichen Weg und ihrem Alltag mit ADHS. Auch sie bekam ihre Diagnose erst als Erwachsene und berichtet, wie erleichternd es war, endlich einen Begriff für die eigenen Schwierigkeiten zu haben und welche Unterstützungen ihr im Alltag helfen.

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  • Die Sache ist die … ist ein Podcast vom Zündfunk auf Bayern 2, jeden Freitag überall, wo es Podcasts gibt.

Wer hat, dem wird gegeben – Feministische Kapitalismus-Kritik mit Marlene Engelhorn und Christine Bauhardt

8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf – für viele eine Idealvorstellung ihres Alltags. Aber so leicht geht die Rechnung nicht auf, Erholung und Freizeit bleiben auf der Strecke, Menschen rennen unerledigten To-Do Listen hinterher und brechen irgendwann erschöpft zusammen. Mit anderen Worten: Das kapitalistische System, in dem wir leben und arbeiten, ist menschenfeindlich.

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Katrin und Lena besprechen in dieser Episode, welche Kritikpunkte sie am Kapitalismus haben – natürlich mit besonderem Fokus auf feministische Perspektiven. Dazu hat Katrin mit der Professorin Christine Bauhardt, Leiterin des Fachgebietes Gender und Globalisierung an der Humboldt-Universität zu Berlin, gesprochen.

In Vorbereitung auf die Sendung hat Lena außerdem das Buch „Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?“ von Sara Weber gelesen. Die Journalistin und Autorin  kritisiert, dass dieses Konzept für die allermeisten Menschen nicht aufgeht.

Feministische Kapitalismuskritik

Ein feministisch-kritischer Blick auf den Kapitalismus ermöglicht, soziale Verhältnisse als ökonomische Phänomene zu verstehen. Care-Arbeit und soziale Reproduktion, also Kindererziehung und alles, was damit zusammenhängt, dürfen im Kapitalismus nicht weiter unsichtbar gemacht werden, und dürfen vor allem nicht einseitig in die Verantwortung von Frauen gegeben werden. (Chancen-)Gleichheit auf dem Markt und zum Bildungssystem können ein Schlüssel sein, um diesen Ungleichheiten entgegenzuwirken.

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Wofür brauchen wir Feminismus? – Die Kindersendung

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni haben wir uns etwas überlegt: Wir machen eine Kindersendung – von, für und mit Kindern. Zusammen wollen wir der Frage nachgehen: Wofür brauchen wir Feminismus? Und man könnte sagen: immer noch? Denn, obwohl die Geschichte der Frauenbewegung schon älter ist: Probleme anzupacken gibt es immer noch mehr als genug. Etwa in Schule und Beruf, in Kindermedien oder auch beim Thema Gefühle.

Diese Sendung ist für alle großen und kleinen Menschen, die Feminismus kennenlernen wollen oder den eigenen Kampfgeist ein bisschen auffrischen möchten.

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Jin, Jiyan, Azadî – Warum die Geschichte der Kurd*innen das feministische Völkerrechts-Thema der Stunde ist

„Die Kurden meinen es ernst mit dem Feminismus.” Dieser Satz der politischen Soziologin Rosa Burç fasst gut zusammen, welche Rolle die Befreiung von Geschlechterrollen in der kurdischen Freiheitsbewegung spielt. Hier wird die Frau als „älteste Kolonie” angesehen – und die Befreiung der Frau als Grundvoraussetzung für jede andere Form der Freiheit. Ein antikolonialer Befreiungskampf kann nur gelingen, wenn die Frauen auch vom Patriarchat befreit werden.

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Werbung: „Die Sache ist die…“, ein Podcast vom Zündfunk auf Bayern 2, erzählt die gesellschaftlich relevanten und popkulturellen Geschichten hinter den Gegenständen. Neuen Folgen jeden Freitag in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt

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Katrin spricht in dieser Folge mit Rosa Burç und der Aktivistin und Dolmetscherin Schilan Kurdpoor über die Rolle des Feminismus in der kurdischen Freiheitsbewegung. Außerdem geht es um die Einflüsse der Kurd*innen auf aktuelle politische Kämpfe – zum Beispiel bei den Protesten im Iran.

Jin, Jiyan, Azadî

Die Proteste, die letztes Jahr im September im Iran begannen, hätten ohne die Kurd*innen vor Ort wahrscheinlich nicht ihre jetzige Sprengkraft entwickelt. Im öffentlichen Diskurs über die Situation vor Ort wird aber oft vergessen, dass Zhina Amini – so ihr kurdischer Name – nicht nur ermordet wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht richtig trug. Als Kurd*in gehörte sie auch zu einer Bevölkerungsgruppe, die im Iran Diskriminierung, Gewalt und Schikane erlebt.

Schilan Kurdpoor ordnet die Ereignisse im Iran ein und spricht darüber, welche Aspekte ihr in der Berichterstattung fehlen – und warum die Revolution im Iran bei weitem nicht die erste feministische Revolution in der Region ist.

Die kurdische Frage

Heute als Volk ohne Staat bekannt, kämpfen Kurd*innen seit 100 Jahren dafür, ihre Sprache zu sprechen, Kinder in kurdischer Geschichte zu unterrichten und ihre Kultur ausleben zu dürfen. Darum, ob ihnen diese Rechte zugestanden werden, geht es bei der sogenannten kurdischen Frage, die in dieser Folge immer wieder zur Sprache kommt.

Die kurdische Frage besagt, ob Staaten die Kurd*innen als eigenes Volk anerkennen und ihnen damit das Recht zugestehen, vom Selbstbestimmungsrecht der Völker Gebrauch zu machen. Doch aktuell erleben Kurd*innen vor allem Unterdrückung, Diskriminierung und politische Verfolgung. Unterstützung von Deutschland oder der EU bekommen sie bisher nicht – auch weil Autokraten wie der türkische Präsident Erdogan Druck auf jeden Staat ausüben, der sich für die Rechte von Kurd*innen einsetzt.

Wir müssen dringend anfangen, die kurdische Perspektive bei feministischen Kämpfen mitzudenken und unsere politischen Ängste und Vorurteile in Bezug auf Kurd*innen zu überwinden. Denn eine feministische Außenpolitik, die die kämpferischen Kurd*innen nicht unterstützt, hat diesen Namen nicht verdient.

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Türkei 

Iran

Irak

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Wut ist nicht gleich Wut: Wie Geschlecht, Rassismus und Emotionen zusammenhängen

Wütend sind wir alle mal – oder besser: Wir sollten es alle hin und wieder mal werden. Wut ist nämlich ein sehr wichtiges Gefühl, um zu erkennen, wo die eigenen Grenzen liegen, wann sie überschritten werden und wie wir sie einhalten können.

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Wie Wut aber von außen betrachtet und bewertet wird, ist strukturell unterschiedlich. Während die Wut von Männern häufig als durchsetzungsstark wahrgenommen wird, gelten wütende Frauen eher als hysterisch. Während die Wut von weißen Menschen häufig politisch und gesellschaftlich ernst genommen wird (Bsp. Pandemieleugner*innen), gelten wütende People of Color als gefährlich (Bsp. Phänomen der Angry Black Women).

Wie hängen Wut und Rassismuserfahrungen zusammen?

Philosophin und Autorin Amani Abuzahra hat zu diesem Thema das Buch „Ein Ort namens Wut – Die emotionale Landkarte der Marginalisierten und was Rassismus mit Gefühlen macht” geschrieben. Sie ist in dieser Episode zu Gast und beschreibt, welchen Einfluss rassistische Zuschreibungen auf die Auslebung von Gefühlen hat und beleuchtet damit das Thema aus intersektionaler Perspektive.


Außerdem spricht Lena mit der Therapeutin Rose Mukundi Kapuya, die in ihren Praxen insbesondere von Rassismus betroffene Menschen betreut. Sie erklärt, wie wir einen besseren Zugang zu unserer Wut entwickeln können und wieso das für die eigene Gesundheit so wichtig ist.

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Verhütung ist nicht nur Frauensache – wann kommt die „Pille für den Mann“?

In heterosexuellen Beziehungen ist Verhütung immer noch viel zu oft Frauensache. Dabei gibt es auch viele cis Männer, die Lust auf mehr Auswahl bei der Verhütung hätten. Neben Kondomen und einer Vasektomie stehen für Menschen mit Penis nämlich wenig Optionen zur Verfügung.  

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Warum ist das so – und welche Versuche gibt es, das zu verändern? Darüber spricht Katrin in dieser Folge mit der Filmemacherin und Fotografin Kathrin Ahäuser, die unter anderem das Projekts „Krieg den Spermien” gegründet hat. Auf dem gleichnamigen Instagramaccount klärt sie über alternative Methoden auf, stellt Initiativen für gleichberechtigtere Verhütung vor und teilt Informationen über die Antibabypille. 

Wo bleibt die Pille für den Mann? 

Kathrin Ahäuser hat mit Männern in Frankreich und Leipzig gesprochen, die die Verhütung selbst in die Hand nehmen und sich für mehr Alternativen einsetzen. Sie erzählt von beheizten Unterhosen und Silikonringen, um die Hoden im Körperinneren zu fixieren.  

 

Außerdem wird die Frage geklärt, warum die Forschung an der eigentlich vielversprechenden Pille für den Mann bzw. einer vergleichbaren Hormonspritze trotz vielversprechender Studienergebnisse abgebrochen wurde. Wir dürfen schon mal verraten: an den Männern lag es nicht.   

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„Unser Schwert ist Liebe“ – die feministische Revolte im Iran. Mit Gilda Sahebi und Susan Zare

„Unser Schwert ist Liebe“ entstammt einer Liedzeile des iranischen Rappers Toomaj Salehi und wurde zum Sound der aktuellen Protestbewegungen im Iran. Das gleichnamige Buch von Gilda Sahebi, die im engen Austausch mit vielen Menschen im Iran steht, beleuchtet unterschiedliche Aspekte dieser Revolte.

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Neben Gilda Sahebi hat Lena Sindermann für diese Episode außerdem die deutsch-iranische Journalistin Susan Zare als Co-Moderatorin an ihrer Seite. Durch ihren persönlichen Bezug zum Iran ordnet Susan Zare die Geschehnisse noch mal durch ihre ganz persönliche Brille ein und teilt im Laufe des Gesprächs mit Lena und Gilda Sahebi auch viele persönliche Geschichten.

Frauen, Leben, Freiheit

Seit dem Tod der 22-jähigen Jina Mahsa Amin im letzten Herbst, protestiert ein Großteil der Menschen im Iran. Sie kämpfen gemeinsam für „Frauen, Leben und Freiheit“. Gilda Sahebi begleitet und dokumentiert die Protestbewegungen in ihrem Buch und erzählt in dieser Episode, was an den aktuellen Aufständen anders ist, als jemals zuvor. Unabhängig von Geschlecht, Klasse und Alter rütteln die Menschen Seite an Seite an den Grundpfeilern des iranischen Regimes.

Die Autorin erklärt auch, weshalb sie vom „Point of no return“ spricht und sich der Iran mitten in einer feministischen Revolution befindet. Frauen nehmen im Zuge der Proteste nämlich eine entscheidende Rolle ein. Repressionen gegen Frauen und ihre Selbstbestimmung sind wesentlicher Kern der Machtsicherung des iranischen Regimes. Zumindest bis heute. Gilda Sahebi, Susan Zare sowie viele andere Expert*innen auf diesem Gebiet, sind sich sicher, dass die Zukunft des Irans anders aussehen wird.

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Jahre ohne Diagnose: Warum die Medizin Frauen endlich mitdenken muss

Frauen erleben immer wieder, dass sie von Medizinier*innen nicht ernstgenommen werden oder keine Hilfe bekommen, weil zu wenig über ihre Krankheiten bekannt ist. Die Gründe dafür sind Jahrhunderte alt und beeinträchtigen Frauen bis heute.

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Männer als medizinischer Standard

Der Mann gilt in der medizinischen Forschung nach wie als Maßstab für die Entwicklung von Medikamenten und die Erforschung von Krankheits- und Genesungsverläufen. Dies kann für Frauen gefährliche Folgen haben und hat auch Auswirkungen darauf, welche Krankheiten überhaupt in welcher Intensität beforscht werden.

Die Unterleibserkrankung Endometriose ist dafür ein klassisches Beispiel: Zwischen 8 und 15 Prozent aller Frauen leiden unter dieser Krankheit – sie ist die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung überhaupt – und trotzdem wissen Forscher*innen und Ärzt*innen erschreckend wenig über Symptome und Verläufe, sodass der Weg zur Diagnose oft jahrelang und kräftezehrend ist.

Aber auch zahlreiche Autoimmunkrankheiten werden immer noch viel zu selten erforscht und bekommen zu wenige Forschungsgelder, wenn mehr Frauen als Männer von ihnen betroffen sind. Aktuellstes Beispiel: Long Covid, das doppelt so viele Frauen wie Männer bekommen.

Gender Data Gap in der Medizin

Susanne und Lena widmen sich also in dieser Episode dem gender gap in Sachen Medizin und besprechen, wo Medizin unbedingt geschlechtssensibler werden muss.

Zu hören ist außerdem Nora, Betroffene der Krankheit „Hypothalamische Amenorrhö“, einer Hormonstörung, bei der die Periode dauerhaft ausbleibt. Ausgelöst werden diese Zyklusstörungen hier häufig von radikalen Gewichtsverlusten – hey, Diet Culture!

Bitte mehr geschlechtssensible Medizin!

Ein differenzierter Blick auf Krankheiten und Medikationen etabliert sich im Zuge einer geschlechtssensiblen Medizin (GSM) mittlerweile langsam, was leider überhaupt nicht selbstverständlich ist.

Susanne und Lena wagen hier einen Blick in die Historie und schauen auf die Zeit zurück, als Periodenschmerzen als Hysterie abgetan wurden, wie eigentlich alle Symptome, die geschlechtsspezifisch Frauen betrafen.

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Hintergründe und Links

Gendermedizin 

Endometriose 

Autoimmun-Erkrankungen und chronische Schmerzen 

Periode, Pille und Co. 

Rassismus in der Medizin