„Class matters“ Klassismus im Feminismus – mit Frede Macioszek, Nadire Biskin und Tanja Abou

Wie klassistisch sind feministische Bewegungen?

Über Klassismus als Diskriminierungsform sprechen wir in kritischen Diskursen relativ wenig. Dabei durchzieht Klassismus alle Bereiche der Gesellschaft und manifestiert sich in Freund*innenschaften, in der Art wie und was wir essen, in unseren Bildungszugängen und natürlich auch im Feminismus. Gemeinsam mit Frede Macioszek versucht Lena erstmal einen Überblick über das Thema zu gewinnen zu verstehen, wer auf welche Weise von Klassismus betroffen ist.

Nadire Biskin berichtet anschließend von ihren Erfahrungen als nicht-weiße Frau und erklärt, wieso Klassismus und Rassismus häufig miteinander zusammenhängen. In feministischen Diskursen fühlte sich Nadire oft nicht mitgedacht, was Lena zu der Frage bringt, wieso feministische Bewegungen scheinbar einige Leerstellen in Bezug auf ihre eigene Reproduktion von Klassismus haben.

Mit Unterstützung von Tanja Abou, die sich schon lange (auch wissenschaftlich) mit Klassismus im Feminismus beschäftigt, schaut Lena bis in die 80er Jahre zurück und überlegt, wo wir als Feminist*innen nachjustieren sollten.

Links und Hintergründe

Gäst*innen:
Frede Macioszek
Nadire Biskin

Tanja Abou

Bücher & Lesetipps:
„Klassenfahrt – 63 persönlichen Geschichten zu Klassismus und feinen Unterschieden“ von Frede Macioszek und Julian Knop

„Ein Spiegel für mein Gegenüber“ von Nadire Biskin

„Die Bedeutung von Klasse“ von Bell Hooks

„Solidarisch gegen Klassismus“ von Francis Seeck und Brigitte Theißl

„Fast-Food-Bashing: Klassenkampf in der Pommesschale“ von Edition F

Podcasts:
The lesbian Gaze Podcast: „Queere Klassenfahrt – über Klassismus inner- und außerhalb der queeren Community“

Zwischen zwei Deckeln: „Die Bedeutung von Klasse“ – von bell hooks

Klassenfrage: „Was ist Klasse? Interview mit Dr. Mayer-Ahuja”

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3 thoughts on “„Class matters“ Klassismus im Feminismus – mit Frede Macioszek, Nadire Biskin und Tanja Abou”

    1. meinst du, wer die Musik komponiert hat oder wer das Sound Design der Folge gemacht hat und warum willst du es wissen? (Die Musik ist von mir)

  1. Liebes Lila-Podcast-Team,

    danke für die schöne Sendung. Am Ende sagte die Moderatorin, dass pro Jahr in Deutschland 400 Mio € vererbt werden. Es sind m.W. 400 MILLIARDEN.
    *
    Für die Frage, warum gerade der Feminismus die Klassenungleichheit übersehen habe, kann man sich auch einmal die ökonomischen Folgen des Feminismus anschauen: Der Arbeiterklasse hat er nicht wirtschaftlich nicht viel gebracht, dort haben die Frauen schon seit der Industrialisierung mitgearbeitet. In der Oberschicht heiratete der Manager in den 1950er/60ern klischeehaft seine Sekretärin und diese hörte dann auf zu arbeiten. Heute heiratet der Manager seine Managerin/Kollegin und beide arbeiten weiter. Die wachsenden Unterschiede zwischen armen und reichen Haushalten sind zu einem guten Teil auf diesen Effekt zurückzuführen.

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