Ermutigung durch das Erzählen der eigenen Geschichte. Mit arbeiterkind.de (Barcamp Frauen 2019)

Ermutigung durch das Erzählen der eigenen Geschichte. Mit arbeiterkind.de (Barcamp Frauen 2019)

Hanna und Franziska von arbeiterkind.de. Foto: Nora Tabel
Arbeiterkind.de ist eine Ehrenamtsorganisation und ein Netzwerk, das versucht Bildungsungerechtigkeiten zu bewältigen und Leuten zu helfen, die während des Studiums strugglen. Hanna und Franziska von Arbeiterkind.de haben in ihrem Workshop beim Barcamp Frauen 2019 vor allem einen Aspekt ihrer Arbeit hervorgehoben: Das Erzählen der eigenen Geschichte und wie es dabei hilft, andere zu ermutigen und durch schwere Zeiten zu tragen.

Viele von uns waren oder sind die ersten in ihrer Familie, die studieren. Und viele von uns kennen daher die Stolpersteine, die einem Arbeiterkind im Studium begegnen können. Viele andere Arbeiterkinder schließen ein Studium direkt aus. Je höher die Bildungsabschlüsse werden, desto weiter geht die Schere zwischen den Kindern aus Akademikerfamilien und denen aus Arbeiterfamilien auseinander. Jedes zehnte Akademikerkind wird promovieren, bei Arbeiterkindern nur eins von hundert. Das sind ernüchternde Zahlen – aber kein Grund zur Resignation. Sich gegenseitig zu unterstützen und ein Netzwerk zu bilden, in dem man sich gegenseitig helfen und motivieren kann, ist oft ein erster Schritt.

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Ein Gedanke zu „Ermutigung durch das Erzählen der eigenen Geschichte. Mit arbeiterkind.de (Barcamp Frauen 2019)

  1. Ich habe mich besonders gefreut, als ich heute gesehen habe, dass der Lila Podcast sich mit dem Thema soziale Herkunft und Bildungs(un)gerechtigkeit beschäftigt – denn dies ist ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt.
    Ich engagiere mich im Kölner Verein “Erste Generation Promotion” der sich an Promovierende und Promotionsinteressierte der ersten Generation richtet, diese berät und unterstützt. Denn unsere Erfahrung ist, dass gerade der Schritt zur Promotion und vielleicht zur wissenschaftlichen Karriere noch einmal eine weitere große Hürde darstellt. Dabei sind es tatsächlich vor allem junge Frauen, die uns kontaktieren und uns um Rat fragen. Ich wollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen und nochmal darauf aufmerksam machen, dass der Effekt der sozialen Herkunft mit dem Studienabschluss nicht aufhört zu wirken, sondern sich auch bei weiteren Schritten der Hochschulkarriere (Promotion, Postdoc, Professur) aber auch beim Berufseinstieg zeigt und sich häufig zusammen mit der Dimension Geschlecht verstärkt.

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