Lila148 §219a-Verurteilung, Frauen-Fußball-WM und die Petition von Nina Fuchs

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In dieser Sendung sprechen Katrin Rönicke und Barbara Streidl über die Verurteilung der Gynäkologinnen Bettina Gaber und Verena Weyer: Wegen Verstoßes gegen §219a sind die beiden Ärztinnen in Berlin verurteilt worden.

Trotz des Bekenntnisses, dass Deutschland als Fußball-Nation gilt, ist in Sachen Frauen-Fußball noch keine Gleichberechtigung eingekehrt (weder national noch international). Das zeigt sich auch an der Frauen-Fußball-WM 2019 in Frankreich.

Weitere Themen in der Sendung sind der fehlende Fokus auf “gender” in der Medizin, die Petition von Nina Fuchs, die sich gegen die Einstellung ihres Verfahrens nach Verwaltigung mit einer Onlinepetition wehrt, und ein Buchtipp am Ende der Sendung: Barbara empfiehlt “Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche” von Reni Eddo-Lodge.

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Links und Hintergründe:

  • Tagesschau über die jüngste Verurteilung der Gynäkologinnen Bettina Gaber und Verena Weyer aus Berlin nach der Gesetzesänderung
  • Die weltweite Lage hinsichtlich Schwangerschaftsabbruch im Lila Podcast von letzter Woche: Lila 148
  • Und schon im März 2018 haben Katrin und Barbara über Abtreibung gesprochen: Lila 093
  • Ran (toll, dass wir dieses Magazin mal hier in den Shownotes haben …) über die Erhöhung des Preisgelds bei der Frauen-Fußball-WM 2019
  • Kurze Meldung über die australischen Spielerinnen, die die Preisgelder ungerecht finden
  • Bento über den CommmerzBank-Werbespot der Frauen-Fußball-National-Elf
  • BR: Radiofeature über Frauen und Sport von Barbara, “Mehr als Beine”
  • Zeit: Analyse der Begegnung Deutschland:Südafrika in ökonomischer Sicht (das deutsche Team hat gewonnen)
  • Podcast: Digitalisierung der Medizin
  • Change org: die Petition von Nina Fuchs gegen die Einstellung ihres Verfahrens nach Vergewaltigung
  • Hey Sister über die Petition von Nina Fuchs
  • Buchtipp: Reni Eddo-Lodge: Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche
  • BR-Radiofeature von Laura Freisberg über Privilegien mit Reni Eddo-Lodge u.a.

Hat es nicht mehr in die Sendung geschafft, ist aber auch spannend:

  • Tagung zum Thema “Feminismen 4.0” im Nachbericht bei Wepsert

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19 Kommentare

  1. Moin, danke für euere tollen Podcasts :). Ich fand etwas schade beim letzen Podcast, dass ihr bei vielen Themen über die ihr geredet habt nicht sonderlich informiert ward. zB bei der Frauen Fussball WM. Wenn ich darüber redet, dann könnt ihr doch vorher den Start der Frauen WM raussuchen. Ihr könnt ja auch gerne sagen, dass ihr das jetzt ablest und vorher gegoogelt habt.
    oder wo ihr kurz über den Werbespot der ComerzBank redet, dann wäre schon wichtig, dass ihr den vorher auch beide gesehen habt.
    dann redet ihr über eine Eileiterschwangerschaft. Ich bin in dem Thema jetzt auch nicht wirklich drinnen. aber ihr redet darüber als wäre aussaugen und abschaben eine unterschiedliche vorgehensweise und das ist es jetzt nach meinem Stand (was nicht heitsst das es so ist) das gleiche.
    dann verwendet ihr später, ich weiss leider nicht mehr in welchem zusammenhang, 2x das wort “dämlich”. Dämlich und Herrlich. Dämlich ist vom Wortstamm her ziemlich verwandt mit Dame und herrlich mit Herr. Daher habe ich diese Worte schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen.
    und dann noch zum Thema Trans. Da wollte ich nur anmerken, dass es auch Detransitionierte gibt, die dem Thema Trennung von Körper und Geschlechtsrolle jetzt kritisch gegenüber stehen oder sich mehr ausführliche Infos zu Risiken vor einer drastischen Entscheidung gewünscht hätten (informed consent).
    Und vielen Dank für die Info zum Fall von Nina Fuchs. Die hab ich gleich mit unterschrieben. Schönes Wochenende :).

    • Ach Sabet,
      hier sehe ich wieder, das sich Humor und Ironie besonders schwer transportieren. Ab 9.52 sagen wir, dass die WM am Pfingstwochenende begonnen hat, hinterfragen das noch, um zu unterstreichen, dass wir keine Fußball-Fans sind, ich nenne den 7.6., einen Freitag, und fasse zusammen, wir könnten uns als “Not Soccer Podcast” bezeichnen. Der Grund ist natürlich offensichtlich: Über die Frauen-Fußball-WM haben wir einen Zugang zu etwas gefunden, was uns bislang nicht so interessiert hat. Was ich toll finde. Erst gestern habe ich mit meinen Söhnen und meinem Mann im Englischen Garten Fußball gespielt. Was für mich auch neu ist. Tja, ich hoffe, dass diese Entwicklung sich nun durch meinen Zusatz erklärt.
      Viele Grüße!

      • Das hat weniger mit Humor und Ironie zu tun, sondern mit Anspruch an eine Journalistin. Eure Interviews und sonstigen Beiträge recherchiert ihr doch auch. In sofern war es tatsächlich schade, dass das in dem Fall ausnahmsweise anders war. Dafür hat man die Freude über die Spiele gehört und wenn ihr jetzt Spaß am Fußballspielen/ gucken habt, dann ist doch alles gut.

        Dazu hier noch ein paar Facts zur Einordnung. Die Mädels spielen außerhalb der WM in der Allianz Frauen Fußball Bundesliga. Diese wird seit ein paar Jahren vom VFL Wolfsburg und von Bayern München nach belieben dominiert, was leider zu sehr einseitigen Spielen führt.

        Die FC Bayern Mädels könnt ihr euch auch in der neuen Saison einfach mal angucken. Die Damen spielen allerdings nicht in der Arroganz Arena sondern entweder im Grünwalder Stadion oder auf dem Campus. Der Eintritt ist für Familien mit 2 Kindern mit 14 € (alle zusammen-nicht pro Nase) äußerst moderat. Inhaber einer Dauerkarte der Herren haben freien Eintritt. Trotzdem kommen ligaweit im Schnitt nicht mehr als 850 Zuschauer pro Spiel :-(.

        Bei der Nationalelf sieht es zwar sportlich ganz gut aus, leider sieht es da wirtschaftlich ehr mau aus.
        https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/183093-original_dfb_finanzbericht2017.pdf

        Die letzten Zahlen sind von 2017. Die A- Nationalmannschaft der Herren hat in dem Jahr 66,9 Mio € eingenommen und 22,9 Mios gekostet. Unter Strich verdiente der DFB mit ihr 43,9 Mios brutto.
        Das Frauenteam nahm 2,6 Mios ein und kostete 4,3 Millionen. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 1,6 Mios. Allerdings hatten die Frauen Europameisterschaften und schieden relativ früh aus dem Turnier aus.

        Das ARD und ZDF ( und damit auch Radio 1) dies Jahr trotzdem so viel Frauen WM zeigen*, liegt daran daß die FIFA die Rechte nicht mehr einzeln verkauft. Wer die TV Rechte für die WM 2018 der Herren in Russland wollte, musste die Rechte der Frauen für France 2019 mitkaufen. Das gleiche gilt für 2022 Katar und die WM 2023.

        *Im Vergleich zu anderen Sportarten ohne Herren Fußball.

        Wer mehr über Frauen Fußball wissen will, kann übrigens mal FRÜF (Frauen reden über Fußball) oder Lottes Erbinnen in seinem Podcastplayer suchen.

        Ich selber bin schon ganz gespannt, wann ich es mal mit den Kindern zum FFC Frankfurt schaffe. Wir haben im Freundeskreis ein Mädchen, die seit der der G-Jugend im Verein mit den Jungs Fußball spielt, aber in der Sportschau am Samstag fehlen ihr halt die Vorbilder. Ich hoffe nur, die Jungs und Mädchen bekommt da dann im Stadion keinen Kulturschock 🙂

  2. “dämlich” ist etymologisch nicht mit Dame verwandt. S. Kluge/Seebold 2002: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auf. Berlin /New York: de Gruyter. S. 178.

  3. Das klingt ja wie ein Freibrief, eine Person mit K.O-Tropfen zu vergewaltigen. Die bewirken, du kannst dich nicht erinnern und deswegen…. Sind K.O.-Tropfen an sich nicht wenigstens Körperverletzung?

    • K.O.-Tropfen sind sogar gefährliche Körperverletzung, sechs Monate bis zehn Jahre, §224 StGB. Das Problem ist der Tatnachweis.

  4. Verwechselt ihr beim Fußball nicht Ursache und Wirkung? Das Publikumsinteresse am Fußball der Männer ist hoch und deswegen bedienen die Medien es. Weils eben Quote und Klicks bringt. Was den ganzen finanziellen Rattenschwanz zur Folge hat wo viel Geld für die Rechte gezahlt wird und letztlich bei den Sportlern ankommt.

    An den Frauen ist das Publikumsinteresse nicht so hoch und dementsprechend wird weniger berichtet. Ist das jetzt ein Henne-Ei-Problem und die Medien können das Interesse schüren wie ihr denkt? Und wenn ja in welchem Umfang?

    Ich bezweifle das, weils schon mehrfach erfolglos bei den Frauen und anderen Sportarten versucht wurde. Deutschland ist etwas speziell, weil hier der Fußball alles dominiert während beispielsweise in England noch weitere Sportarten wie Rugby einen sehr großen Stellenwert haben. Oder in den USA gibts die großen vier American Football, Basketball, Baseball und Eishockey. Handball ist ein gutes Beispiel. Da gibt es regelmäßig zur WM einen Hype wo alle über Handball reden und danach interessieren sich wieder nur die dafür, die sich davor auch schon interessiert haben. Beim Eishockey ganz genau so, 2018 bei Olympia Silber gewonnen und danach wieder in der Versenkung verschwunden. Nachhaltiges Interesse wird nicht durch Hypen eines Ereignisses erzeugt sondern nur durch konstante Berichterstattung des langweiligen grauen Alltags. Das einzige was in Deutschland in den letzten Jahren substanziell größer geworden ist ist die Übertragung der NFL (American Football).

    Und wenn man ehrlich ist dann bekommt Frauenfußball eigentlich schon unverhältnismäßig mehr Aufmerksamkeit bei EM und WM im Verhältnis zum Alltag als andere Sportarten, die im Ligaalltag mehr Zuschauer ziehen. Denn die Berichterstattung anlässlich WM und EM steht in keinem Verhältnis zum Alltag im Vergleich zum Handball.

    Und dann ist da noch die Frage des sportlichen Niveaus. Männer sind körperlich überlegen und das zeigt sich natürlich grade im Sport. Was dazu führt, dass es in Großbritannien in den letzten Wochen eine Diskussion gab ob man bei den Frauen die Tore und Felder kleiner machen sollte…
    Und den Link lass ich noch da: https://www.tennisnet.com/news/australian-open-als-karsten-braasch-die-williams-schwestern-vernaschte-38836

    • Zum letzten Abschnitt: Ja, Männer sind durchschnittlicher größer und haben mehr Muskelmasse.
      Ich weiß aber nicht, warum da immer so heftig drauf rumgeritten wird, bzw. sogar der Pay-Gap damit gerechtfertigt werden soll. Die Frauen leisten, was sie körperlich können, sie trainieren so, wie sie eben körperlich in der Lage sind.
      Und das gehört anerkannt und honoriert, völlig egal, wie irgendein Kerl anschneidet!
      Diese Diskussionen entstehen in meinem Umfeld so oft, auch wenn es gar nicht um Sport geht: Wenn sonst kein Argument gegen Gleichberechtigung mehr zieht und der Sexismus immer offensichtlicher wird, dann heißt es eben “Männer sind im Durchschnitt physisch stärker” – ja, und? Ist das jetzt eine Drohung? Oder der letzte Strohhalm, um sich noch irgendwie überlegen zu fühlen?
      Und im Sport geht es eben nicht nur um Leistung, sondern auch um Entertainment, Sichtbarkeit, Chancen und Aufmerksamkeit.
      Ansonsten bräuchten wir keine zweite und dritte Liga mehr.
      Wir bräuchten beim Boxen auch keine verschiedenen Gewichtsklassen, weil nur Schwergewicht zählen würde.
      Ich lasse mal ein sehr gutes Video des britischen Youtubers Shaun zum Thema da (der hat sehr viele wahnsinnig gute Videos):
      https://www.youtube.com/watch?v=-9xmpikmsBI&t=22s

      • Du hast Recht damit, dass Profi- bzw. Leistungssport Teil der Unterhaltungsindustrie ist. Auch wenn der Sport das gern anders verkauft, aber das ist ein anderes Thema. Und da steht und fällt alles mit dem Interesse der Zuschauer. Und deren Zeit ist begrenzt. Ganz hart gesagt: Warum sollte ich mir Frauenfußball angucken wenn die aufgrund der Athletik nicht mal mit den Herren in der 3. Liga (naja: http://www.spox.com/de/sport/fussball/frauen-fussball/1605/News/australien-nationalmannschaft-herren-team-u15.html) mithalten können? Wo ich letzteres schon nicht schaue. Disclaimer: Diese Jahr hab ich selbst noch gar keinen Fußball geguckt.

        Ich weiß nicht ob “Pay Gap rechtfertigen” die richtige Formulierung ist. Wir sind da im Bereich der kapitalistischen Verwertungslogik. Mit Männerfußball lässt sich dank des Publikumsinteresses viel Geld verdienen. Folglich bezahlen Sender und Sponsoren viel Geld an Ligen, Verbände und Vereine und ein großer Teil davon kommt bei dem Spielern an. Wer verlangt, dass bei den Spielerinnen genau so viel Geld ankommen soll, der muss auch sagen woher das Geld kommen soll. Es wird schließlich schon von den Männern quersubventioniert. Sonst wird sowas in Zukunft mehr passieren: https://www.mopo.de/sport/wirtschaftliche-gruende-hsv-zieht-frauen-mannschaft-aus-bundesliga-zurueck-10211714

        Mit Ausnahme der USA gibt es meines Wissens kein Land wo die Frauennationalmannschaft annähernd gleich viel oder sogar mehr Geld einnimmt als die Männernationalmannschaft.

        Fliegengewicht bekommt auch weniger Geld als Schwergewicht um dein Boxbeispiel aufzugreifen. Natürlich ist das unbefriedigend und ich möchte den Frauen weder Einsatz noch Technik absprechen, aber im Sport ist die Athletik ein wichtiger Punkt, den man nicht wegdiskutieren kann. Meiner Meinung nach aber der einzige Bereich, in dem das ein legitimes Argument ist.

        Volleyball der Frauen (nein, ich meine nicht Beachvolleyball) ist übrigens besser anzusehen als das der Männer, weils bei den Frauen längere Ballwechsel als bei den Männern bzw. es überhaupt Ballwechsel gibt.

        Zitat “Und das gehört anerkannt und honoriert, völlig egal, wie irgendein Kerl”. Da muss man aber aufpassen damit nicht wie bei kleinen Kindern ein gönnerhaftes “sie mühen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten” rauskommt. Das kann keine wollen und wir sollten aufpassen, dass es sich nicht dahin entwickelt.

        Ein Aspekt, den ich oben vergessen hab, der aber auch bei (Männer-)Sport diskutiert wird, der hierzulande unterm Radar stattfindet. Ist es/Sollte es Aufgabe der Medien insbesondere der öffentlich-rechtlichen sein einen Profisport zu fördern und groß zu machen? Meiner Meinung nach nicht obwohl ich mir persönlich das beim Rugby wünschen würde.

        Und vielleicht der Elefant im Raum? Männer- und Frauenanteil bei den Sportkonsumenten. Vielleicht ändert sich das ja und Frauen fangen an sich mehr für Sport zu interessieren und schauen eben nicht den Männern sondern den Frauen beim Sport treiben zu.

        • Im direkten Vergleich sind Frauen den Männern in fast allen Sportarten unterlegen. Aber deswegen sind Männer nicht die besseren Sportler.

          Die Technik beherrschen die Frauen genau so gut, z.B. im Fußball Präzision der Pässe, Klasse der Dribblings und Spieltaktik.

          Zitat Hilti:
          “Warum sollte ich mir Frauenfußball angucken wenn die aufgrund der Athletik nicht mal mit den Herren in der 3. Liga mithalten können?”

          Mit dem gleichen Argument solltest Du keinen Sport von Frauen anschauen.

          Gender Pay Gap im Sport

          Dass private, Gewinn orientierte Sportvereine den Frauen weniger zahlen als den Männern, mag man vielleicht mit Vermaktungsgründen zu begründen versuchen. Aber dass der DFB als gemeinnütziger Verein für den WM-Titel den Frauen nur 75.000 Euro anstatt 350.000 Euro zahlt, falls sie gewinnen, ist unerträglich. Wenn der DFB sich 2mal 350.000 Euro nicht leisten kann, so soll er die Prämie senken. Wichtig ist aber, dass sie für beide Geschlechter gleich hoch sind.

          • Dazu nur die Frage ob Dir klar ist woher der DFB das Geld nimmt, dass er an Prämien ausschüttet?

          • > Dazu nur die Frage ob Dir klar ist woher der DFB das Geld nimmt,
            > dass er an Prämien ausschüttet?

            Vom Steuerzahler?

            Durch den Status der Gemeinnützigkeit genießt der DFB eine Reihe von Steuervergünstigungen.

          • > Vom Steuerzahler?
            >
            > Durch den Status der Gemeinnützigkeit genießt der DFB eine Reihe > von Steuervergünstigungen.

            Nö, aus den Überschüssen der Herrennationalmannschaft. Akkarin hat oben schon die Zahlen aus 2017 gepostet.

            https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/105123-DFB-Finanzbericht2015.pdf (Seite 14)

            Die A- Nationalmannschaft der Herren hat 2015 57,8 Mio € eingenommen und 19 Mio gekostet. Unter Strich verdiente der DFB mit ihr 38,8 Mio.
            Das Frauenteam nahm 2,5 Mio ein und kostete 5,2 Mio. Unterm Strich blieb ein Verlust von 2,7 Mio.

            Zahlen für 2014 sind ebenfalls im Finanzbericht für 2015 und die für 2016 sind im Finanzbericht für 2017 enthalten.

          • Deswegen finde ich Ultralaufen so klasse, da auch mal Frauen die Gesamtsiegerinnen (hier ist das generische Femininum angebracht) sein können. Je länger die Distanz um so gleicher werden die Chancen von Männern und Frauen. Hat was mit dem Fettstofwechsel zu tun.

  5. Hi Katta,

    im Podcast kam eine Empfehlung von Alice Schwarzer vor, eins möge mit der Anzeige von Vergewaltigungen warten, bis sich die Rechtslage ändert. Das ist/wäre grober Unfug, selbst Alice Schwarzer kann das eigentlich nicht so gesagt haben. Straftaten werden immer nur nach dem Strafrecht angeklagt und verurteilt, welches zu Tatzeitpunkt galt. Wenn das Sexualstrafrecht also zum 1. Juni verschärft wird, sind Taten vom Mai oder früher davon nicht betroffen. Das ist ein zentraler rechtsstaatlicher Grundsatz, keine Strafe ohne Gesetz – nulla poena sine lege. Evtl. hab ich das auch nur ins falsche Ohr gekriegt, aber abwarten bringt jdf. nix.

    • danke für den Hinweis und die Richtigstellung.

    • Nein, tatsächlich ist das eine “echte” Empfehlung gewesen, die hatte ich von ihr so gehört – vor einigen Jahren. Als groben Unfug hatte sie das nicht gemeint, sondern eben in Hinblick auf eine möglicherweise sich verändernde Rechtslage (was ja passiert ist in Sachen “Nein heißt Nein”). Wie sie sich das juristisch genau zurecht gelegt hatte (das Rückwirkungsverbot heißt das ja, das so weit ich gelesen habe, nicht auf Verjährung anzuwenden ist), weiß ich nicht, ich habe da jetzt auch nichts Geschriebenes von ihr gefunden. Sie wies damals vor allem auf die Verjährungsfrist von Vergewaltigungen hin (20 Jahre nach Tat, das aber seit 2015 beginnend erst nach Ablauf des 30. Lebensjahres) und beschwor, einen langen Atem zu haben.

  6. hej, habe gerade die “fußballfolge” gehört 🙂 kleine anekdote/anmerkung dazu: über die frauen-fußball-wm berichten wir auch im berliner privatradio (jaaa, katrin…star fm ;-)), in meiner sendung am morgen mit der unterstützung der berliner fußballtrainerin johanna, die ich in eurem podcast kennenlernen durfte. darüber sind wir in kontakt gekommen- und sie hat unter anderem zum achtelfinale des deutschen teams aus grenoble berichtet. außerdem haben wir zu beginn der wm auch über die ungerechte wahrnehmung und wertschätzung des frauenfußballs geredet – auch im vergleich zu anderen sportarten. was einige hörer empörte, die frauen-fußball nicht schauen – aber doch nicht wegen irgendwelcher vorurteile 😉
    freue mich auf eure kommenden folgen! liebe grüße, bianca (ps: ab freitag podcast-kollegin, dann startet mein “cookies friends. der podcast für tierschutzhunde” – auch dank eures tollen vorbilds :-))

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