Angefangen bei der schlammschlachtigen Auseinandersetzung zwischen Sinead O’Connor und Miley Cyrus, schlagen wir uns durch das komplizierte Dickicht um die gesellschaftliche Norm der Sexyness. Wir sprechen über Natasha Walters “Living Dolls”, über “sexy” Mode für Mädchen im Kindergartenalter, über “Toddler and Tiaras” und “Germanys Next Top Model”. Wir fragen uns, was dagegen sprechen sollte, unser erotisches Kapital einzusetzen, wie es Catherine Hakim empfiehlt.

Zu Beginn der Sendung stellen wir euch wie immer einige lesens- und sehenswerte Dinge vor, unter anderem das neue feministische Magazin “Feminist Times”, das wundervolle “The Book of Jezebel”, die schockierenden Ergebnisse der “Männerstudie” von Allensbach, den Aufruf “Gleichstellung jetzt” und einen ausführlichen Artikel über Malala Yousafzai, deren starke Rede vor der UN wir euch keinesfalls vorenthalten wollen.

Susanne und Katrin sprechen über all die lustigen und klugen Frauen, die das Leben als Feministin auf eine sehr angenehme Art und Weise bereichern. Susanne ist Tina Fey und Amy Poehler verfallen – Katrin liebt Ellen DeGeneres und Evelyn Hamann. In Deutschland gibt es mit Anke Engelkes Ladykrachern und den tollen Frauen bei Switch sehr kluge witzige Comedy – aber warum gibt es nicht noch viel mehr?

Die Humor-Domäne zu erobern ist ein wichtiges feministisches Anliegen, denn Humor ist manchmal die beste Medizin. Wenn wir über die Gesellschaft herzhaft lachen können, über die absurden Normen und Klischees, ist es leichter, nicht in Depressionen zu verfallen. Wir müssen unsere Antifeministen auslachen! (frei nach Holger Klein und Thomas Frickel)

Zum Eingang der Sendung sprechen wir außerdem über Burka Avenger, die aktuellen Femen-Nachrichten und über die Sinnhaftigkeit von Männern im Erziehungsbereich.

“Der Feminismus hat sich verirrt”, denn unter dem Patriarchat leiden Männer viel mehr, als Frauen! – Ralf Bönt hat mit dieser Behauptung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung publikumswirksam einigen Wirbel gemacht. Sein Text verlangt nach einem “Aufschrei” der Männer gegen all die Ungerechtigkeiten, die sie aushalten müssen – und derer listet er eine Menge auf. Er schießt auf den Feminismus, dem er unterstellt, zum schlechten Image der Männer mehr als beigetragen zu haben. Er schimpft über Quoten, gewalttätige Frauen und vieles mehr.

Im Gespräch unterziehen wir seine Thesen einem Reality Check. Aber das ist nur der Anfang. Wir wollen viel mehr: Wie können Feministinnen und Feministen die realen Probleme angehen, die Männer aufgrund von Geschlechterstereotypen und Sexismus unbestreitbar im Patriarchat haben?

Wir sprechen über Arbeit und Familie, die Frage, ob es Vereinbarkeit überhaupt gibt und geben kann und über die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens. Macht Selbstständigkeit uns glücklicher? Wie arbeiten heute die meisten Menschen? Welche Unterschiede in ihrer Herangehensweise an Arbeit gibt es zwischen Männern und Frauen (oder auch nicht?)?

Susanne besuchte eine Veranstaltung mit der Arbeitssoziologin Jutta Allmendinger und berichtet von deren Vorschlägen, wie eine moderne Arbeitswelt sich an die Bedürfnisse und Lebensverläufe (samt Brüchen) von Menschen “anschmiegen” sollte. Katrin war zu Gast in der Weiberwirtschaft, wo unter anderem Katrin Göring-Eckart fragte, welche Gesellschaft wir wollen und was das dann für die Arbeit bedeutet.

Welche Ansprüche erwachsen daraus an Frauen, die “oben” sind? Gibt es für sie einen besonderen Platz in der Hölle, wenn sie anderen Frauen nicht helfen, so wie Madeleine Albright in einer Rede sagte?

Gibt es einen feministischen Frühling? Susanne und Katrin sprechen über Femen, Netzfeminismus, #aufschrei und wie es weitergeht, aktuelle politische Forderungen, feministische Aufspaltungen und vieles mehr.