Sexualisierte Gewalt im Krieg und in modernen Gesellschaften: Japans “Trostfrauen”

Frauen und ihre Körper wurden im Zweiten Weltkrieg als „Belohnung“ für japanische Soldaten zwangsprostituiert, doch Japan tut sich schwer mit der Verantwortung für diese Geschichte.

Geschätzt 100.000 bis 300.000 Frauen und Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg als sogenannte „Trostfrauen“ in japanischen Bordellen zwangsprostituiert. Eine Statue in Berlin wollte an dieses Kriegsverbrechen erinnern, soll nun aber, nach Druck aus Tokio, wieder verschwinden. Warum?

Shoko und Laura haben sich in dieser Folge die Vergangenheit und die Aufarbeitung der „Trostfrauen“ vorgenommen: Mit Nataly Jung-Hwa Han vom Korea-Verband und Frau Yamashita vom WAM Museum (Women’s active museum on war and peace) sprechen sie über die Schwierigkeit, Gerechtigkeit für die Mädchen und Frauen zu erreichen – und sei es nur in Form einer offiziellen Entschuldigung durch die japanische Regierung. Und dann dadurch, dass für die eigene Geschichte Verantwortung übernommen wird und sie zum Beispiel auch in Schulbüchern gelehrt wird.

Doch: Das Thema ist in Japan nicht gern gesehen. Wer als Feministin darüber spricht, wird als japanfeindlich gebrandmarkt. Frau Yamashita erzählt, wie das damit zusammenhängt, dass sexuelle Gewalt in Japan in vielen Fällen von den Gerichten nicht als solche verurteilt wird. Von Vergewaltigung, so die „Logik“, könne man nur dann sprechen, wenn sich eine Frau gewehrt habe und um ihr Leben gekämpft. Der Umgang mit der eigenen Geschichte spiegelt sich also auch im Umgang der Gesellschaft mit den heutigen Frauen wider. Eine von ihnen ist Shiori Itō. Sie hat ihre Geschichte erzählt, doch der Täter wurde nicht dafür verurteilt, stattdessen musste sie das Land verlassen.

Dass eine Berliner Statue wegen des Drucks durch die japanische Regierung verhindert werden konnte, ist ungeheuerlich. Ihr könnt den Korea-Verband dabei unterstützen, dass die Friedensstatue bleiben darf:

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Feministisches Glotzen

Wir haben einen bundesweiten Lockdown im November und das Team des Lila Podcasts sitzt vor dem Bildschirm. Diesmal aber nicht nur, um fleißig für euch zu recherchieren, interviewen oder Töne zu schneiden, sondern um Serien- und Filme zu schauen.
Laura Vorsatz, Sham, Lena und Shoko sprechen über ihre Glotz-Empfehlungen:

Laura spricht über Fleabag, eine britische Tragikomödie mit nur zwei Staffeln, weil die Drehbuchautorin und Schauspielerin Phoebe Waller-Bridge die Serie beendete, als sie am Besten war. Waller-Bridge spielt eine junge, in London ansässige Frau, die frei und sexuell aktiv ist, aber auch viel Wut mit sich herumträgt. Die Protagonistin kommuniziert regelrecht mit dem Publikum, indem sie die „vierte Wand“ bricht, sodass wir als Zuschauer*innen das Gefühl bekommen, als beste*r Freund*in einen Blick in ihr Leben zu gewinnen.

Sham ist von der japanischen Animationsserie Aggretsuko (Aggressive Retsuko) begeistert. Die 25 Jährige Pandafrau Retsuko lebt als gewöhnliche OL (Office Lady) in Tokyo und ist dem Machtmissbrauch ihres Vorgesetzten ausgesetzt. Ständig kommandiert er sie herum, sie solle ihm Tee einschenken, seinen Tisch wischen oder mehr Arbeit erledigen. Den aufgebauten Stress lässt Retsuko in einer Einzelkabine ihrer Stammkaraokebar aus – in Form von Heavy Metal. Da sie aber eine zurückhaltende, ruhige Persönlichkeit nach Außen ausstrahlt, darf niemand von ihrem Geheimnis erfahren.

Lena stellt Pose vor, eine Serie, die sich mit der Ballroom Culture aus den Jahren 1987 und 1988 beschäftigt. Die trans Frau und Hauptdarstellerin Blanca Rodriguez, die selbst in der Ballromm Culture aktiv ist, tritt regelmäßig bei Tanzwettbewerben gegen andere an und kämpft außerdem gegen die tägliche Diskriminierung von trans Menschen oder People of Colour. Im Unterschied zu anderen Produktionen werden die Rollen der trans Personen an tatsächliche trans Schauspieler*innen vergeben, und auch hinter der Kamera wirkt eine breite Gemeinschaft von trans Menschen mit. Die Serie ist der Hit für alle Fans von Voguing, Musik und Glamour und trifft mit ihren gesellschaftskritischen Themen mitten ins Herz.

Shoko, die weniger Serien schaut, aber ein großer Fan von Filmen ist, stellt die koreanisch-amerikanische Produktion von Bong Joon-ho namens Okja vor. Der Film behandelt die Geschichte der 14 Jährigen Mija und ihrer besten Freundin und Familienmitglied Okja. Okja ist ein sogenanntes Superschwein, das zehn Jahre bei Mija auf einem koreanischen Berg wohnen durfte und wieder zurück nach Amerika geschleppt wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden. Entsetzt darüber, macht sich Mija auf die weite Reise, um Okja wieder zurück zu bringen.

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Proteste gegen Abtreibungsverbot in Polen – sexuelle Selbstbestimmung überall!

Der weltweite Backlash gegen Frauenrechte am Beispiel unseres Nachbarlandes, mit Aleksandra Magryta und Katrin Wagner

Seit dem 22. Oktober dieses Jahres protestieren Menschen in Polen täglich lauthals auf der Straße. Unter dem Motto „Strajk Kobiet“ (zu deutsch: Frauenstreik) demonstrieren Tausende Menschen gegen die neue Verschärfung des Abtreibungsgesetzes im Land. Diese aktuellen Proteste haben wir zum Anlass genommen, um über die politischen Entwicklungen in Polen zu sprechen und darüber, was in Sachen Frauengesundheit und Schwangerschaftsabbrüche in Polen, aber auch in Deutschland, alles schiefläuft.

Zu Gast sind Katrin Wagner vom Bündnis für Sexuelle Selbstbestimmung und Aleksandra Magryta von federa.org, der „Federation for women and family planning“ in Polen, waren im Lila Podcast zu Gast und haben dort ihre Erfahrungen geteilt.

Im Gespräch geht es unter anderem darum, wie es zur einer solch drastischen Verschärfung des Abtreibungsgesetzes in Polen kommen konnte, welche Rolle das Verfassungsgericht in Polen dabei spielt und was die dort regierende rechtskonservative Partei PiS sonst tut, um Frauenrechte einzuschränken. Aleksandra berichtet hier vor allem davon, wie gefährlich die aktivistische Arbeit in Polen geworden ist und wieso sie sich dennoch nicht unterkriegen lässt.

Katrin berichtet, wieso der Paragraph 219a in Deutschland aus ihrer Sicht so problematisch ist und aus welcher Zeit die Gesetze zum Abtreibungsverbot eigentlich kommen. Wir haben uns nicht nur gefragt, welche Ideologie Abtreibungsgegner*innen verfolgen, sondern auch wieso die Debatte um Abtreibungen generell so moralisch aufgeladen ist und wieso wir uns einen konstruktiveren Umgang mit diesem Thema wünschen würden.

Diese Episode des Lila Podcasts wird präsentiert von Hello Fresh, die Nr. 1 Kochbox in Deutschland. Wenn ihr Hello Fresh ausprobieren wollt, dann nutzt bei eurer Bestellung den Code LILA ein und spart 45 Euro (in Österreich 55 Euro). Zum Ausprobieren bitte hier entlang >>

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Wütende Frauen verändern die Welt

Früher belächelt und lächerlich gemacht, ist weibliche Wut spätestens in den letzten Jahren zu einem Machtfaktor geworden

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Laura (Lucas) und Susanne sprechen in dieser Folge über Frauen, die mit lauter Stimme sprechen, sich beschweren, die das System umstürzen wollen oder die vielleicht auch gerade erst einmal anfangen, ihre eigene Wut zuzulassen.

Denn Frauen und Wut, das passte in den Vorstellungen der Gesellschaft jahrhundertelang nicht zusammen. Frauen hatten nett zu sein und gefällig und Frauen mit starker Meinung wurden als Hexen verbrannt, als verrückte Nervensägen verdammt oder als hysterisch verspottet.

Auch heute noch gibt es heftige Reaktionen auf Frauen mit dezidierten Meinungen, mit Wut auf die bestehenden Verhältnissen. Vor allem im Internet werden Frauen angegriffen. Darüber sprechen wir mit der Autorin Bianca Jankovska, die für sich einen Weg gefunden hat, abseits wütender Männer (und Frauen) zu publizieren.

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Nach der Explosion in Beirut: Feminismus vs. moderne Sklaverei

In dieser Folge geht es um ein Land, das Laura nur aus Erzählungen und Sham aus ihrer Sprachreise kennt: der Libanon. Seit den regierungskritischen Protesten im Oktober letzten Jahres und vor allem seit der Explosion von einigen Tausend Tonnen unsicher gelagerten Ammoniumnitrats am Hafen der Hauptstadt Beirut im August diesen Jahres, liegt das Augenmerk auf diesem multi-religiösen und bunten Land, das nicht viel größer ist das Bundesland Hessen. 

Laura und Sham wollten wissen, wie geht es den Frauen dort? Und wie steht es um den Feminismus im Land? Im Mittelpunkt der Folge steht eine der verwundbarsten und marginalisiertesten Gruppen der libanesischen Gesellschaft: migrantische Haushälterinnen. Sham und Laura sprechen mit Tsigerêđa Brihañů, einer ehemaligen Haushälterin aus Äthiopien und Samira Makki, eine libanesische Kreativschaffende. Beide leben und arbeiten in Beirut, beide sind jung und beide sind politisch aktiv – aber jede auf ihre eigene Weise. 

Mit Tsigerêđa Brihañů sprechen sie über die Situation von migrantischen Haushälterinnen im Libanon und über die Organisation Egna Legna Besidet, die sich aber ganz speziell für die Rechte von migrantischen Haushälterinnen, vor allem aus Äthiopien, einsetzt. 

Mit Samira Makki sprechen sie über politischen Aktivismus und intersektionalen Feminismus im Libanon. Samira hat vor einigen Jahren erst angefangen, nicht nur in den sozialen Medien für Antirassismus und Feminismus einzustehen, sondern auch an öffentlichen Protesten teilzunehmen. An den Protesten im Oktober nahm sie jeden Tag teil.

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Gesellschaft unter dem COVID-19-Brennglas – eine feministische Analyse

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Shoko und Lena sprechen in der ersten neuen Folge des Lila Podcasts über (fast) alles, was sie in diesem Jahr beschäftigt hat. Im Mittelpunkt der Folge steht natürlich – wie sollte es anders sein – das Corona-Virus, das den Alltag aller ganz schön durchgewirbelt hat. Die beiden gehen der Frage nach, wie es Frauen* unterschiedlichster Lebenssituationen in diesem Jahr ergeht und blicken dabei feministisch auf die letzten Monate zurück.

Mit der Digitalstrategin und Hackathonteilnehmerin Victoria Kure-Wu sprechen sie über antiasiatischen Rassismus und das Netzwerk #IchbinkeinVirus, das Betroffenen eine Plattform zum gegenseitigen Austausch gibt. In diesem Zusammenhang soll es auch um die Bewegung Sayhername gehen, die als Ergänzung zur BLM Bewegung die Gewalt gegen Schwarze Frauen in den Fokus nimmt.

Außerdem sprechen sie über die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, die sowohl im privaten als auch im beruflichen Sektor mehrheitlich von Frauen* ausgeführt wird. Hier interviewen die beiden die Krankenschwester Franziska Böhler, die über den Pflegenotstand in deutschen Krankenhäusern berichtet. Was vom Gesundheitssystem nicht geleistet werden kann, wird häufig von transmigrantischen Pflegekräften aufgefangen, die als sog. ‚Live-Ins‘ in privaten Haushalten leben und Bedürftige oft rund um die Uhr versorgen. Die Wissenschaftlerinnen Dr. Anna Safuta und Kristin Noack forschen an der Universität Bremen zu diesem Thema und sind ebenfalls zu Gast im Podcast.

In Zeiten des Lockdowns möchten Shoko und Lena außerdem über das erhöhte Potenzial von häuslicher Gewalt sprechen. Die Anwältin Asha Hedayati setzt sich verstärkt für Familienrechte ein und informiert in dieser Folge darüber, wieso das Corona-Virus viele Familien zu Gefahrenorten für Frauen* macht.
Als letztes großes Thema sprechen Shoko und Lena über die berufliche Situation von Sexarbeiter*innen, die trotz ausgereiftem Hygienekonzept in vielen Bundesländern noch nicht arbeiten dürfen. Wieso die Schließung der Bordelle für viele Frauen* die Obdachlosigkeit bedeutet und wieso das Prostituiertenschutzgesetz von vielen scharf kritisiert wird, erklärt uns Charlie Hansen. Sie ist Sexarbeiterin in Hamburg und arbeitet zusätzlich beim Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V.

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Hilfetelefon:

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben: 08000 116 016 (365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr), Anruf kostenlos, selbst ohne Guthaben auf dem Mobiltelefon kann Beratung genutzt werden [nur innerhalb Deutschlands]
Anonymes Opfertelefon vom Weißen Ring: 116 006, bundesweit und kostenfrei, täglich 7-22 Uhr
maennerhilfetelefon.de

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Hier kommt das neue Lila-Podcast-Team!

Die erste Folge 2020! Diese Woche haben Susanne und Katrin wieder zu den Lila Mikrofonen gegriffen und erzählen euch ein bisschen davon, was seit der letzten Folge im Dezember beim Lila Podcast alles los war. Denn natürlich sind auch wir von den Folgen der Corona-Krise nicht verschont geblieben.
Und wir haben euch Shoko, Laura, Lena, Nathalie, Sham und Laura mitgebracht – die sechs sind das neue Team des Lila Podcasts, die ab September für den Feminismus in euren Ohren zuständig sind. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit und die wollen wir nutzen, um Geld dafür einzusammeln, damit das neue Team ein faires Honorar für seine Arbeit bekommt.
Mikrofone haben sie jedenfalls schon – und wie sie klingen, davon könnt ihr euch einfach selbst ein Bild machen 🙂

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Neues vom Lila Podcast

Sicherlich habt ihr schon darauf gewartet, zu hören, wie bei uns so der Stand ist, deswegen will ich auch gar nicht lange fackeln und das Wichtigste gleich zu Beginn mit euch teilen: Wir haben ein neues Team!

Das sind Lena Sindermann, Shoko Bethke, Laura Lucas, Nathalie Nad-Abonji, Laura Vorsatz und Sham Jaff!
Das Foto ist bei unserem gemeinsamen Workshop entstanden. Der hatte eigentlich schon im April in Berlin stattfinden sollen, aber dann kam Corona und hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deswegen haben wir uns vor ein paar Wochen online zu einer Videokonferenz getroffen und zwei Tage lang gemeinsam an Konzepten und möglichen Storys getüftelt und somit schon einmal die gemeinsame Zusammenarbeit geprobt.

Wer die sechs Neuen sind? – Das erfahrt ihr in unserer Sonderfolge. Die erscheint morgen genau hier – und überall da, wo ihr Podcasts hört!

Aber so viel können wir verraten: Wir hatten nach den zwei Tagen große Lust, einfach direkt mit den Sechsen loszulegen, so große Fans sind wir schon jetzt von jeder einzelnen!

Wie es jetzt weitergeht

Derzeit planen wir den Start der neuen Staffel für den 24. September – davor gibt es aber noch eine Menge zu tun: Mikrofone und Aufnahme-Technik müssen besorgt werden, es wird eine erste echte Redaktionssitzung geben, manche brauchen noch einen kleinen Schnitt-Workshop und wir wollen auch in Sachen Sound und Design ein kleines Makeover wagen.
Vor allem aber müssen wir noch etwas Geld sammeln. Deswegen – auch wenn es traditionell unangenehm ist:

Let’s talk about money!

Bislang finanzierte sich der Lila Podcast zu einem übergroßen Teil mit Hilfe von
1.) Hörer*innen
2.) Selbstausbeutung

Denn bislang haben wir immer geschaut: Wie viel Geld kommt rein und was bleibt dann so pro Episode übrig? An dieser Summe, die dank eurer Unterstützung über die Jahre stets ein bisschen gewachsen ist, hat sich dann das Honorar bemessen – und nicht etwa nach der Arbeit, die wir tatsächlich in eine Folge gesteckt haben.
Das kam natürlich auch daher, dass wir damals, vor über sieben Jahren (wow! – oder?) als ein Hobby-Projekt an den Start gegangen sind. Und auch wenn sich der Lila Podcast mit den Jahren immer weiter professionalisiert hat, war der Gedanke doch immer: Es geht hier nicht ums Geld!
Aber: Das kann man immer dann leicht sagen und machen, wenn man selbst der- oder diejenige ist, die man deswegen schlecht bezahlt 😁
Dass es bei unserem neuen Team aber nicht so bleiben kann, das war für uns von Anfang an klar!

Was uns noch fehlt

Kurz und schmerzlos: Wir würden für den Anfang gerne eine Staffel von 12 Episoden mit diesem Team produzieren und dafür fehlen uns derzeit noch knapp 8.400 €. Das klingt nach viel (und ist es ja auch), aber wenn wir heute anfangen und jedeR ein bisschen was in den Hut wirft, dann brauchen wir bis zum Ende der Staffel etwa 1.111 € im Monat zusätzlich, um das Ziel zu erreichen. Und das klingt doch machbar – oder?

Wenn ihr denkt, dass vom Urlaubsgeld ein bisschen was übrig ist, könnt ihr uns gern auch direkt auf unser Konto einen Betrag eurer Wahl zukommen lassen. Die Bankverbindung lautet: Triodos Bank, Kontoinhaberin: hauseins UG, IBAN DE82 5003 1000 1049 8430 00,BIC TRODDEF1
Schreibt bitte „Lila Podcast“ in den Verwendungszweck, damit wir eure Überweisung korrekt zuordnen können.
Gerade bei Direktüberweisungen ist jeder Euro hilfreich – wirklich! Vielleicht kommt ihr euch komisch vor, aber viele Leute haben eben nicht mehr, dabei kommen schon 100 € jeden Monat mehr zusammen, wenn 100 Leute einen einzigen Euro dazu geben.
Wir führen genauestens Buch über alles, was reinkommt und halten euch auf dem Laufenden, wieviele Folgen wir damit finanzieren können. Im Moment stehen wir bei sechs von 12 Folgen – wenn die Einnahmen so bleiben, wie sie sind.

Aber: ihr müsst das nicht alleine stemmen! Parallel halten wir Ausschau nach Kooperationsparter*innen, die nachhaltige, fair produzierte und/oder inhaltlich sinnvolle und bereichernde Produkte anbieten – kurz: nach Werbepartner*innen. Wir rödeln da gerade kräftig und hoffen so den ausstehenden Betrag mit euch zusammen immer kleiner zu kriegen, um ein finanzielles Fundament für die Arbeit unseres neuen Teams zu schaffen. Aber
1.) Je mehr ihr schafft, desto schneller können wir auch mit weniger Werbung die 12 Folgen produzieren und
2.) hat auch und gerade auf dem Werbemarkt Corona ganz schön reingehauen. Viele Firmen sind gebeutelt und haben kein oder kaum Budget für solche Kooperationen, was es für uns erschwert, auf diese Weise Geld rein zu bekommen.

Also:

Reaktiviert eure Unterstützung!
Lasst uns einmalig einen Beitrag zum Start zukommen (für Mikrofone, Technik und das Makeover und die restlichen 6 Folgen!)
Und wie immer: Erzählt allen euren feministischen Freunden davon, dass der Lila Podcast bald weitergeht und noch ein bisschen Hilfe braucht.
Und eventuell kennt ihr ja auch ein nettes Unternehmen, eine Firma, die für eine mögliche Kooperation infrage kommt – immer her damit!

Unser Versprechen

Im September geht es weiter – mit Shoko, Laura, Nathalie, Lena, Sham und Laura – ihr könnt die sechs dabei unterstützen!
Wir halten euch hier und auf allen unseren Kanälen auf dem Laufenden, wie der aktuelle Stand unserer Crowdfunding-Aktion ist – mit regelmäßigen Updates, wie viele Folgen derzeit dank eurer Hilfe insgesamt finanziert wären.

DANKE für euren großartigen Support bis hier! 💜

Eure Katrin und Susanne

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Zwerge auf den Schultern von Riesen – Unser Jahresrückblick

In dieser letzten Folge für 2019 kommen Barbara, Susanne und Katrin zusammen und werfen einen Blick zurück auf das Jahr: Was hat uns bewegt? Wessen Geschichte hat uns Mut gemacht? Welche hat uns wütend und hilflos gestimmt?

Da ist Toni Morrison, die im August gestorben ist und uns so viele wichtige Anstöße mit auf den Weg gibt. Da sind eine ganze Horde an Büchern, die uns Kraft geben, wie „Good and Mad“ von Rebecca Traister. Da sind Filme und Serien – auch Podcastserien, die in den dunkelsten Stunden zeigen, dass kein Gefühl für immer ist, schon gar nicht das Gefühl der Hilflosigkeit. Denn auch dafür steht 2019: Dass wir nicht aufgeben, dass wir uns verbündet haben und ein ganz neues Gefühl von Schwesternschaft und Solidarität wachsen konnte.

Der Ausblick ist vorsichtig optimistisch – auch, weil wir 2020 alles neu machen wollen. Weil wir glauben, nur als Vielfalt – auch als Vielfalt der Stimmen – diese Welt zu einem besseren Ort machen zu können.
Und deswegen danken wir euch und unseren Mitarbeiterinnen Johanna, Vanessa und Sonja, die uns 2019 geholfen haben, dieses Projekt zu wuppen. Und wir danken natürlich vor allem Barbara, die mit uns ihre vorerst letzte Sendung als Host des Lila Podcasts aufgenommen hat – die uns aber mit ihrem feministischen Engagement erhalten bleibt.

Wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr mit euch! Stay safe und bis bald.

Eure Lila Podcast-Damen

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Lila165 Trans* – Mythen und Forschung. Mit Felicia Ewert

Stellungnahme von ATME eV. zur Sendung.

Update: Ich habe aufgrund vielfacher Kritik von vielen Seiten die Sendung am 04.12.2019 noch einmal überarbeitet und die Audio-Dateien entsprechend ausgetauscht. Ich danke allen Seiten für die Hinweise und die konstruktive Kritik.

Noch immer sehen sich trans Menschen mit Stigmata und Vorurteilen konfrontiert, noch immer werden sie per Gesetz schikaniert, noch immer zweifelt man ihr Urteil darüber an, zu wissen, wer sie sind. Damit muss Schluss sein – das sagt auch die Forschung.

Felicia Ewert hat mit „Trans. Frau. Sein“ ein Buch herausgebracht, das aufmerksam machen will auf viele Irrtümer und Diskriminierungen, denen sie selbst begegnet ist. Sie hat sich intensiv mit dem Transsexuellen-Gesetz in Deutschland beschäftigt und erzählt von ihrem eigenen Coming-Out. Für sie ist es entscheidend, dass die Menschen hinter ihr stehen und sie, sowie alle anderen trans Menschen schützen und mit ihnen für die Menschenrechte kämpfen.

Dafür streitet auch Christina Schieferdecker. Sie hat bereits 2008 den Verein ATME gegründet, das ist kurz für Aktion Transsexualität und Menschenrecht, ein Verein, der sich darum bemühen wollte, bei den Vereinten Nationen für die Rechte von Transsexuellen zu streiten, nachdem Politiker*innen in Deutschland sich dafür nie wirklich interessiert hatten.

Auch heute liegt eine Reform des Transsexuellen-Gesetzes wieder auf Eis, denn auch heute steht die Politik nicht hinter trans Personen – trotz Gutachten und aktueller Forschung. Zeit, das zu ändern.

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