Schwangerschaft, sagt Antje Schrupp, ist sozusagen der „Elefant im Raum“, um den alle, Gesellschaftspolitik, Feminismus, Queer- und Genderstudies eingeschlossen, herumgehen. Denn egal wie viele Geschlechter wir haben, ob wir unsere Sprache mit * erweitern und bei Bewerbungen ein „d“ einführen neben „m“ und „w“, da gibt es immer einen entscheidenden Unterschied: Zwischen denen, die schwanger werden können – und den anderen. Wie können wir in Zukunft von „Menschen“ sprechen, die schwanger werden können – und nicht immer nur von „Frauen“? Und wie kann Schwangerschaft mit Freiheit einhergehen?

Zum Schluss gibt es noch eine Verlosung des Buches „Aus dem Tagebuch einer Abtreibungsärztin“ von Kristina Hänel anlässlich der Lesung am 2. November 2019 in München.

Agi Malach ist Sexualpädagogin und Gründerin von Vulvinchen, ein Online-Shop, bei dem ihr Schmuck in Vulvenform bestellen könnt. Mit ihr hat Katrin über eines der vielleicht wichtigsten feministischen Themen gesprochen: sexuelle Bildung. Es ist nicht das einfachste Gesprächsthema und doch so wichtig:
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Immer wieder stößt Petra Mattheis – und nicht nur sie – an Grenzen, an Menschen, die beim Thema “Tage” schamvoll reagieren: In ihrer Ausstellung “BAM – Become a menstruator” zeigt ihren persönlichen Umgang mit dem vermeintlichen Tabu. Warum ist die “Erdbeerzeit” immer noch ein Tabu? Darum geht es in dieser Sendung (Wiederholung vom 15.3.2018).

Über Menstruation, die Tage, die Erdbeerzeit, “the curse”, hat Barbara Streidl mit Petra Mattheis gesprochen, ebenso mit der Journalistin Heike Kleen, deren “Tage-Buch” kürzlich erschienen ist. Sie wünscht sich eine kleine Revolution in Sachen Enttabuisierung des Themas. Die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal erzählt von Aktivistinnen, Hygieneartikeln und merkwürdigen Verboten, die menstruierenden Frauen auferlegt werden, Linda Becker vom BR-Sexpodcast “Im Namen der Hose” spricht über die Vereinbarkeit von Tagehaben und Sexhaben. Dazu gibt es Gedichte und Geschichten von Lila-Podcast-Hörerinnen.
Hey, Rot is revolutionary!

Wenn ihr denkt, die PorNo-Kampagne, die 1987 startete, sei ein alter Hut und hätte mit unserem heutigen, sex-positiven Feminismus überhaupt nichts mehr zu tun, dann lasst euch in diesem Podcast mitnehmen auf eine kleine Zeitreise: Katrin erzählt von ihrer Recherche zum Thema PorNo, die sie im Rahmen ihres aktuellen Buchprojektes von der Sexwelle zur Pornowelle gebracht hat und wie sie dabei einen Streit erkundete, die unsere Gesellschaft gespalten hat. Vor allem: Männer und Frauen gespalten hat. Denn während in einer Umfrage der “Für Sie” aus dem Jahr 1972 noch 71 Prozent aller Frauen gegen eine Freigabe von Pornografie waren, konsumierten vor allem Männer ab der Legalisierung 1975 ungehemmt die Filme, die es nun legal in Pornokinos und später auf Videokassette gab.

Die Darstellung der Frauen in diesen Filmen war ein großes Thema und rief Feminstinnen weltweit auf den Plan. 1979 gründete sich zum beispiel in New York die Initiative Women Against Pornography (kurz WAP), Gründungsmitglieder waren u.a. Gloria Steinem, Susan Brownmiller, Adrienne Rich, Shere Hite, Andrea Dworkin und Catharine MacKinnon. Später entwickelten die Aktivistin Dworkin und die Juristin MacKinnon Gesetzentwürfe, die die Erniedrigung und Entwürdigung von Frauen durch pornografischen Darstellung stoppen sollten.

Diese Entwürfe dürften Vorbild und Inspiration für eine ähnliche Bewegung hier in Deutschland gewesen sein. Auch hier formiert sich Widerstand, man will die Gesetzgeber dazu bringen, etwas gegen die entmenschlichenden Darstellungen von Frauen in der Mehrheit der damaligen Pornos zu unternehmen. Die PorNo-Kampagne von Alice Schwarzer und ein Gesetzesvorschlag der renommierten Juristin Lore-Maria Peschel-Gutzeit treten auf den Plan. Mit letzterer hat Katrin in dieser Sendung gesprochen.

Außerdem kommt Erika Lust zu Wort, die mit ihren Pornos seit 15 Jahren die frauenfeindliche Pornowelt aufmischt. Am Ende gibt euch Katrin außerdem ein paar Tipps, wo ihr sonst noch feministischen und frauenfreundlichen Porno finden könnt.

Eigentlich ein typischer Lila Podcast: Es geht ums Frausein, Gender, Stereotype, Ungerechtigkeiten, Schönheitsideale, Diskriminierung und vieles mehr – aber endlich reden darüber nicht nur Cis-Frauen, sondern wir haben uns zwei Transfrauen eingeladen, die ihre Geschichte erzählen und zeigen, wie echter Respekt funktioniert und wie Cis- und Trans-Menschen in Zukunft besser, zufriedener und schmerzfreier miteinander leben können.

Mit ihr spricht Barbara Streidl (selbst im Vorstand von Frauenstudien), es geht um das Bedürfnis von Frauen, in einem geschützten Raum zu sprechen – und dann natürlich auch um die Bücher, die seit 2014 im Leseclub gelesen, diskutiert, wieder gelesen und noch mal diskutiert wurden.

Darunter Simone de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ und Margaret Atwoods „Der Report der Magd“, aber auch der Science-Fiction-Roman „Die linke Hand der Dunkelheit“ von Ursula K. Le Guin oder Verena Stefans „Häutungen“ mit einem kleinen Exkurs über Büstenhalter. Und damit es nicht nur literarisch, sondern auch spannend wird, kommt dieser Podcast mit Quiz-Elementen daher: Es gibt ein kindliches Dingsda!-Beschreiben der Bücher und ein „Erkenne ein Buch am ersten Satz!“ – wird Laura alle Bücher zuordnen können?

Weiß, öko, Mittelschicht – das war einst “typisch” für den Feminismus. Aber ist es längst nicht mehr, sondern der Feminismus ist bunter, breiter, besser denn je. Er ist inklusiv, divers, multireligiös, gender-queer und noch vieles, vieles mehr. Und warum reden wir darüber?
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Altersarmut ist weiblich, diesen Eindruck bestätigt Götz im Gespräch mit Barbara Streidl – und sie betrifft sowohl die heute Alten als auch die Alten von morgen, wenn wir nicht gesellschaftlich umdenken. 2019 erschien das von Götz herausgegebene und mitverfasste Buch „Kein Ruhestand. Wie Frauen mit Altersarmut umgehen“.

Ein Umdenken fordert auch Hörerin Johanna: Sie hat in ihrem Studium mit einem Statistik-Buch zu tun, das ihr sowohl rassistisch als auch sexistisch erscheint.

Diese Sendung kennen manche von euch vielleicht schon. Sie lief nämlich schon mal im Herbst 2017. Weil uns aber immer wieder Hörerinnen und Hörer fragen, ob wir irgendwelche Tipps haben, wie man Mädchen zu selbstbewussten und eigensinnigen Frauen erzieht, holen wir die Sendung noch mal aus dem Archiv hervor.

Katrin Rönicke und Susanne Klingner sprechen darüber, wie sie das eigentlich versuchen, aus ihren Töchtern möglichst feministische Mädchen zu machen. Und sie sprechen über Vorbilder, Erziehungsideen, gute Bücher, und sogar Youtube-Kanäle, die Mädchen die richtigen Flausen in den Kopf setzen könnten.

Es ist Sommerpause im Parlament und wir schauen auf die letzten Wochen und Monate in der Politik zurück: Was machen unsere Politiker und vor allem Politikerinnen? Geht’s eigentlich noch um Inhalte oder nur noch um Personalien? Und wieso haben wir eigentlich das Gefühl, dass die großen Fragen im Moment außerhalb der Parteienpolitik verhandelt werden, allen voran auf der Straße, von jungen Aktivistinnen?