Kathrin “Ka” Lehmann, frühere Fußballerin und Eishockey-Spielerin, ist heute Geschäftsführerin der Privatuniversität Sportbusiness Campus. Sie setzt sich für die Vereinbarkeit von Spitzensport, Studium und Wirtschaft ein. Dr. Carolina Olufemi arbeitet heute nach Erfolgen als Spitzenleichtathletin in der Mittelstrecke als Sportwissenschaftlerin an der TU München.

Schwangerschaft, sagt Antje Schrupp, ist sozusagen der „Elefant im Raum“, um den alle, Gesellschaftspolitik, Feminismus, Queer- und Genderstudies eingeschlossen, herumgehen. Denn egal wie viele Geschlechter wir haben, ob wir unsere Sprache mit * erweitern und bei Bewerbungen ein „d“ einführen neben „m“ und „w“, da gibt es immer einen entscheidenden Unterschied: Zwischen denen, die schwanger werden können – und den anderen. Wie können wir in Zukunft von „Menschen“ sprechen, die schwanger werden können – und nicht immer nur von „Frauen“? Und wie kann Schwangerschaft mit Freiheit einhergehen?

Zum Schluss gibt es noch eine Verlosung des Buches „Aus dem Tagebuch einer Abtreibungsärztin“ von Kristina Hänel anlässlich der Lesung am 2. November 2019 in München.

Der Journalist und Autor Hajo Schumacher hat 2018 das Buch “Männerspagat” veröffentlicht, in dem er über seinen Versuch schreibt, aus dem Rollenbilder-Gefängnis auszubrechen. Im Gespräch erzählt er von seiner Ehe, die von “Zwiegesprächen” gefestigt wird.
Karin Heisecke, Leiterin der MaLisa-Stiftung von Maria und Elisabeth Furtwängler, berichtet über die Studien, für die die Stiftung verantwortlich zeichnet: In den Medien kommen auf eine Frau im Schnitt drei Männer – eine Expertin, drei Experten, ein weibliches role model, drei männliche role models, usw. Das beeinflusst uns – und vor allem die jüngeren Frauen und Mädchen – natürlich sehr.

#emmaistfuermich sollte eine Kampagne sein, mit der Emma-Leserinnen kundtun sollten, was ihnen Emma bedeutet. Leider ging der Schuss nach hinten los. Was die Debatte um das Hashtag zeigte und warum beide Seiten in diesem neuerlichen Kampf um den “richtigen und besten Feminismus” irgendwie mies davonkommen. Warum es cool und schwierig zugleich ist, dass Feminismus jetzt so “in” ist. Warum Hashtags und T-Shirts manchmal toll und manchmal ätzend sein können. Und was es bedeutet, Feminismus *konkret* zu machen – all diese Grundsatzfragen rollen wir auf und versuchen, Mittelwege und SowohlAlsAuchs zu finden.

Barbara hat Susanne Gaschkes Buch “Volles Risiko” gelesen. Darin geht es um das Scheitern einer Frau in der Politik. Warum scheitern Frauen häufiger am Habitus in der Politik, als Männer? Und welche Rolle spielt die Presse dabei?
Auch Kristina Schröder ist gescheitert: Zwar ist sie weiterhin Bundestagsabgeordnete, doch im geordneten Rückzug. Zugunsten von Familie und Ruhe. Aber auch, weil man sie sowohl in der Presse, als auch in der eigenen Partei nicht als Autorität wahrnahm.

Frauen, die übergewichtig sind haben es im Gegensatz zu Männern mit Übergewicht im Job schwerer. Sie werden seltener befördert und verdienen weniger. Eine Studie geht der Sache nun einmal gründlicher nach.

In New York lief die Schauspielerin Shoshana Roberts zehn Stunden lang durch die Straßen und musste sich über 100 Sprüche von Männern anhören. Ihr Freund dokumentierte diesen Spießroutenlauf, ein Video, das im Netz viral ging.

Lena Dunhams Buch “Not That Kind of Girl” enttäuscht unterm Strich. Aber die Debatte um ihre sexuellen Erforschungen an ihrer kleinen Schwester ist eine Diskussion wert, denn wenn Erwachsene Erwachsenensexualität auf Kinder projizieren, wird es übel.

Und am Ende schauen wir uns an, wie die Disney-Prinzessinnen ALLER zukünftigen Filme bitte aussehen sollen. Danke.

Es geht wieder bunt zu, denn die Themen dieser Sendung kommen aus allen vier verschiedenen Himmelsrichtungen. Klar reden wir über Emma Watsons Wahnsinns-Rede vor der UN. Und über viele andere Vorbilder, derer es ja nie genug geben kann. Vorbilder, die ins All fliegen, Vorbilder, die uns zeigen, dass wir uns nicht verstecken müssen. Vorbilder, die für eine bessere Welt kämpfen. Denn das Brainwashing lauert an jeder Ecke: In Frauenzeitschriften, in der Werbung, in der Spielzeugabteilung. Was tun, wenn die Tochter eine Barbie haben möchte? Wie mit dem eigenen Hochstaplerinnen-Syndrom umgehen? Was können wir von Transgender-Menschen über die Karrierewelt lernen? Und was von Johanna Sinisalo über die Welt, in der wir leben würden, wenn Eugenik sich als Ideologie durchgesetzt hätte? Das und vieles mehr soll euch zu Ohren kommen.

Barbara und Katrin sprechen über ihr Dasein als Tomboys in der Kindheit; über Kinder und wie sie ihr Spielzeug benutzen, ohne, dass man etwas dagegen machen kann; über Vereinbarkeit oder Unvereinbarkeit; über Freiheit und Zeit in Zeiten der Hektik; über Caitlin Moran und Kerstin Grether; über Differenzmaskulismus und die Apothenzeitschrift “Baby und Familie”.

Was uns wieder alles über die Füße gelaufen ist! Da wäre zum einen die sehr ausführliche Debatte über Prostitution in der Publixphere. Oder die Eigenart von Anwaltskanzleien, mit steigender Hierarchie Frauen auszuschließen. Oder die Dissertation von Maria Wersig, die über die Geschichte des Ehegattensplittings geschrieben hat. Oder Sookee, die so viele Menschen auf ihre Bühne holt, dass ihr selbst kaum Zeit zum Rappen bleibt. Oder Anita Sarkeesian, deren Tropes vs. Women nun auch in deutschen Gaming-Newssites angekommen zu sein scheint. Oder die tollen Superheldinnen-Spielfiguren, die von Müttern entworfen wurden, um Mädchen mit der Macht spielen zu lassen. Oder die doofen Prinzessinnen, mit ihren unrealistischen Happy Endings, die uns zu den Ohren rauskommen. Oder die erste Leseliste am Ende eines Podcasts, weil man einfach nicht geschafft hat, über all das zu sprechen, was einem über die Füße gelaufen ist. Viel Spaß beim Hören und Staunen.

Die Welt ist groß – und wenn man dann auch noch eine Baupause hatte, dann gibt es viel zu erzählen. Zum Beispiel, dass Katrin auf der re:publica war; das eine Frau mit Bart den Eurovision Song Contest gewonnen hat; dass es Ärzte gibt, die behaupten, Homosexualität sei heilbar; dass in Virginia ein Mädchen wegen gaffender Väter vom Abschluss-Ball ausgeschlossen wurde und dass mit Edition F, Krautreporter und Publixphere eine Re-Communitisierung des Netzes stattfindet, die twitter-Exilantin Katrin sehr freut.