Netiquette

Du wunderst dich, warum dein Kommentar nicht freigeschaltet wird? Dann findest du hier vielleicht die Antwort darauf. Oder: Du willst erst einmal lesen, was uns hier wichtig ist? Sehr gut. Denn eine angenehme Diskussionskultur ist für einen Podcast eine super Sache. Deswegen haben wir ein paar Regeln, zum Beispiel ist uns Fairness wichtig – wir erwarten sie auch von unseren Gästen.

Also, hier unsere Regeln:

  • Unser Podcast dreht sich um die Frage, wie wir einen modernen Feminismus gestalten wollen. Ist dein Kommentar lediglich ein „Feminismus ist scheiße (resp. Quatsch), den Frauen geht’s doch gut“ oder ähnlich gestrickt, dann wird er nicht freigeschaltet.
  • Eine gute Idee ist immer: Erst zuhören, auch mal in die Links und Shownotes reinschauen. Dann nachdenken, gerne auch zwei Mal nachdenken. Erst dann kommentieren.
  • Beleidigungen, herablassende Kommentare, persönliche Angriffe, Diffamierungen oder blöde Sprüche gehen gar nicht.
  • Die Kommentierenden da draußen sind Menschen wie du. Sprich mit ihnen also so, wie du mit ihnen auch im echten Leben sprechen würdest: höflich. Schreibe nichts, was du der- oder demjenigen nicht auch ins Gesicht sagen würdest.
  • Vermeide Klischees der Art „Frauen wollen eben …“ oder „Männer sind von Natur aus …“ Wenn wir von der Gottgegebenheit von Geschlechterrollen ausgehen, brauchen wir nicht über Feminismus reden.
  • Aussagen absichtlich falsch verstehen zu wollen, ist sehr, sehr langweilig.
  • Jedes Posting mit einem ironischen Kommentar zu versehen, ist genauso langweilig.
  • Jeder freut sich über weiterführende Informationen. Deswegen sind Links eine ganz tolle Sache. Sollten sich hinter deinem Link allerdings sexistische, rassistische, rechtsradikale, homophobe oder sonstwelche diskriminierenden Inhalte verbergen, wird dein Kommentar nicht auf dieser Seite erscheinen. Ebenso, wenn hinter einer ShortURL nicht das ist, was du vorgibst zu verlinken. Grundsätzlich finden wir Originallinks besser.
  • Verlinkungen zu kommerziellen Angeboten werden geprüft und eventuell gelöscht.
  • Wir bitten dich, wenn du hier kommentierst, deine echte E-Mail-Adresse anzugeben. Diese ist nicht-öffentlich und wird auch nicht weitergegeben, stärkt aber unser Vertrauen in deine guten Absichten.
  • Viel Spaß beim Diskutieren!

9 thoughts on “Netiquette”

  1. Hallo ihr beiden,

    Ich höre euren Podcast noch nicht allzu lange, aber bin schon jetzt großer Fan, da ihr wichtige und aktuelle Themen für jeden verständlich diskutiert. Ich wollte euch allerdings eine Anmerkung zu dem Podcast über kulturelle Aneignung da lassen. Ich glaube es war kein bewusstes Kommentar, aber gerade dann ist es ja eigentlich schön auf so was hingewiesen zu werden. Ungefähr bei Minute 20 redet ihr davon dass man zu dem Thema kulturelle Aneignung eine Diskussionsrunde veranstalten sollte an der am besten (einfach zusammengefasst) Gelehrte, beziehungsweise Experten und auch Schwarze teilnehmen. Damit entsteht das Bild, dass unter den Gelehrten keine dunkelhäutigen Menschen sein können. Ich wollte euch das einfach nur mal zu Bedenken geben, weil ich glaube dass eure Intention eine andere war.

    Liebe Grüße Karima (:

    1. dass das Bild entsteht ist irgendwie schade. wie soll man es denn sonst ausdrücken? wenn man nämlich ausdrücken will, dass man einerseits die betroffenen Personen und andererseits Wissenschaftliche Expertise drin haben will? dass sich das ausschließen könnte macht man doch eigentlich erst mit so einer Nachfrage auf, oder? hm…

  2. Hallo Ihr,
    Ich liebe Euren Podcast! Wirklich sehr sympatisch!
    Könnt ihr nicht vielleicht Kaffeebecher (also so Coffee to go Becher zum wiederverwenden) mit dem Logo machen. Ich wäre euer erste Kunde undwürde bedingt durch meinen hohen Kaffeekonsum bestimmt viel Werbung machen :-). Stoffbeutel quillen leider bei uns über. Wie findet Ihr das? Ist doch gerade voll im Trend!

    Liebe Grüße,
    Kathi

    1. Hallo Kathi,

      wir legen großen Wert auf ökologische und faire Produktion, daher sind unsere Taschen bei Manomama produziert worden. Es ist nicht so einfach, diesen Ansprüchen in Sachen Kaffeebecher gerecht zu werden – aber falls du da irgendwelche Tipps hast, immer gern 🙂

      LG
      Katrin

  3. Hallo 🙂
    Ich höre den Podcast total gern und lerne sehr viel, also vielen Dank dafür!

    Es ist absolut kein fröhliches Sommerthema, aber es beschäftigt mich gerade, deshalb muss ich fragen:
    https://www.louisadellert.com/alle-beitraege/finanzielle-unterstuetzung/
    Diese Influencerin hat nach finanzieller Unterstützung gefragt, um statt Werbung mehr politische Inhalte anbieten zu können, also so, wie das alle meine Lieblingspodcaster*innen jede Folge tun, und viele andere Menschen, die auf Instagram für ihre Patreon/Steady Mitgliedschaften werben auch. Neben dem fiesen Shitstorm und der heftigen medialen Kritik (welche bestimmt auch Tilo Jung oder Christopher Lauer abbekommen), wurde ihr auch eine Vergewaltigung gewünscht. Ich denke, dass solche bösartigen Wünsche wahrscheinlich hauptsächlich Frauen und weiblich gelesene Personen treffen.
    Habt ihr in eurem Archiv eine Folge zu dieser ganz speziellen Form der Gewalt oder habt ihr die Kraft und die Nerven, euch in dieses Thema vielleicht einzuarbeiten? Warum wird genau das so als Waffe gebraucht, wieso sind wir da noch lange nicht drüber hinweg?

    Vielen Dank noch einmal für die tolle Arbeit. Liebe Grüße 🙂

    1. Liebe Clara,
      uuggh – hartes Thema. Aber ja. Du hast da einen Punkt.
      Ich sehe einen Vergewaltigungswunsch auch als etwas an, das in der überwiegenden Mehrheit der Fälle Frauen als Ausdruck von Hass zu hören oder lesen bekommen.
      Da kommt dann natürlich die spezielle Rolle der Vergwaltigung als Gewalt gegen Frauen ins Spiel – sie funktioniert ja auch als Kriegswaffe und wird teilweise genutzt, weil man ganze Gemeinschaften damit zerstören kann.
      Mithu Sanyal hatte ja auch ein Buch zum Thema – ich hab es, zu meiner Schande – noch nicht gelesen, aber das ist ein gutes Stichwort, das du gibst.
      Ich weiß nicht, ob wir es schaffen, das in einer Sendung aufzugreifen, aber es ist auf jeden Fall Wert, dazu etwas mehr zu lesen.
      Danke für deinen Input!
      Katrin

  4. ich freue mich wieder eine spannende Folge eures Podcasts gehört zu haben und empfinde die neue Moderation von Schoko und Lena als sehr gut gelungen an!

  5. Triggerwarnung: Sexarbeit; Pornographie; Selbstbefriedigung

    Hi liebes Lilapodcastteam,

    Zuallererst wollte ich euch ein ganz, ganz großes Lob aussprechen. Ihr seid ein wahnsinnig toller Podcast, behandelt wirklich immer spannende Themen und ich finde es total spitze wie sorgfältig ihr recherchiert!

    Auf euch gestoßen bin ich durch die Empfehlung eines Freundes. Der hat mir die Folge über Feminismus & Emanzipation im Islam mit der großartigen Sineb El Masrar empfohlen. Das finde ich ist auch eine große Stärke von euch, dass ihr immer so kompetente Gäst*innen einladet.
    Ich wollte mich vor allem bedanken, dass ihr mir mit eurer Arbeit helft so gut durch die anstrengende Zeit zu kommen. Durch die Beschäftigung mit den komplexen, anspruchsvollen Themen lenkt ihr mich von den Alltagssorgen beim Joggen ab und ich kann über andere Dinge nachdenken, zum Beispiel wie man Frauen* bei der Befreiung von Unterdrückung helfen kann. Gerade der Ansatz in meiner Partnerschaft anzusetzen, wie ihr es bei der Folge über Elfenarbeit (dieses Wort ist so, so toll!) vorschlagt, finde ich hilfreich.

    Neben dem Lob wollte ich auch ein Thema ansprechen, dass mir aus feministischer Sicht auch sehr wichtig ist. Ich konsumiere seit langer Zeit (Internet-)Pornographie. Dies habe ich immer als Bereicherung meines Sexuallebens gesehen. So habe ich das auch nie als Gefährdung für meine Beziehungen betrachtet, weil mir die Autoerotik erlaubt mein sexuelles Bedürfnis selbstbestimmt zu befriedigen. Selbstbefriedigung ist für mich eine Ergänzung zu partnerschaftlicher Erotik.
    Eine Problematik, die mir aber immer stärker aufgefallen ist, ist welche Pornographie (kostenlos) zur Verfügung steht. In den „professionellen“ Videos wird eine Sexualität gezeigt, die zumindest für mich inzwischen wenig, bis keinen Reiz darstellt. Früh bin ich dann auf Amateurpornographie gewechselt. Hier suche ich dann gezielt Videos, die einerseits meine sexuellen Vorlieben entsprechen und bei denen es sich so „anfühlt“, als ob beide (oder alle) Beteiligten Spaß haben. Doch da entwickelte sich auch ein Dilemma. Beziehungen sind nicht Machtfrei und wissen kann man eben nicht ob die Personen in einem Porno aus freien Stücken handeln und eingewilligt haben. Hier sind professionelle Videos wiederum angenehmer, weil man weiß, dass die Darsteller*innen wenigstens bezahlt werden. Wie ich derzeit damit umgehe ist, dass ich mir einen Feed auf einer großen Pornoseite zusammengestellt habe, der vor allem aus Amateuren besteht, die möglichst transparent über ihre Beweggründe sprechen. Und vor kurzem bin ich auf eine tolle Produktion gestoßen. Bei Ersties.com wird laut eigener Angaben von einem rein aus Frauen* bestehenden Team gedreht. In den Videos wird darauf geachtet die Darstellerinnnen* als Menschen darzustellen, indem zum Beispiel zuerst Interviews geführt werden. Dadurch gewinnen die Videos auch wirklich dazu, das finde ich auch bei anderen Produktionen so. Und ich empfinde das die Pornodarsteller*innen durch das weibliche Produktionsteam deutlich entspannter wirken.

    Ich wollte euch davon erzählen, weil diese Seite für mich wirklich eine gute Anlaufstelle für Menschen ist, die erstens wirklich erotische Pornographie suchen und zweitens ähnliche Bedenken beim Pornokonsum haben. Hoffentlich konnte ich euch erreichen und es war nicht unangebracht über das Thema zu sprechen.
    Noch einmal vielen, vielen Dank für eure Arbeit, euren Einsatz und eure Leidenschaft!

    Mit vielen, herzlichen, lieben Grüßen,
    Lorenz

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