Noch immer sehen sich Transmenschen mit Stigmata und Vorurteilen konfrontiert, noch immer werden sie per Gesetz schikaniert, noch immer zweifelt man ihr Urteil darüber an, zu wissen, wer sie sind. Damit muss Schluss sein – das sagt auch die Forschung.

Felicia Ewert hat mit “Trans. Frau. Sein” ein Buch herausgebracht, das aufmerksam machen will auf viele Irrtümer und Diskriminierungen, denen sie selbst begegnet ist. Sie hat sich intensiv mit dem Transsexuellen-Gesetz in Deutschland beschäftigt und erzählt von ihrem eigenen Coming-Out. Für sie ist es entscheidend, dass die Menschen hinter ihr stehen und sie, sowie alle anderen Transmenschen schützen und mit ihnen für die Menschenrechte kämpfen.

Dafür streitet auch Christina Schieferdecker. Sie hat bereits 2008 den Verein ATME gegründet, das ist kurz für Aktion Transsexualität und Menschenrecht, ein Verein, der sich darum bemühen wollte, bei den Vereinten Nationen für die Rechte von Trans zu streiten, nachdem Politiker*innen in Deutschland sich dafür nie wirklich interessiert hatten. Auch heute liegt eine Reform des Transsexuellen-Gesetzes wieder auf Eis, denn auch heute steht die Politik nicht hinter Transmenschen – trotz Gutachten und aktueller Forschung. Zeit, das zu ändern.

In das Gespräch fließen Statements von Antje Langethal, Sprecherin der Arbeitsgruppe Frauenhandel und Prostitution bei Terre des femmes, der Sexarbeiterin Mademoiselle Ruby und Sonja Dolinsek ein, die über „Frauenhandel, Sklaverei, Sexarbeit: Transnationale Politiken über „sexuelle Arbeit” in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ promoviert, sie ist auch Gründerin des Blogs „menschenhandel heute“.

Wie Mental Load – also unsichtbare Elfenarbeit – derzeit in den allermeisten Familien verteilt ist, das ist nicht nur nicht gerecht, sondern es schadet auch den Beziehungen und gefährdet die finanzielle Sicherheit von (meistens) Frauen, sagt Patricia Cammarata. Sie arbeitet gerade intensiv
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Kathrin “Ka” Lehmann, frühere Fußballerin und Eishockey-Spielerin, ist heute Geschäftsführerin der Privatuniversität Sportbusiness Campus. Sie setzt sich für die Vereinbarkeit von Spitzensport, Studium und Wirtschaft ein. Dr. Carolina Olufemi arbeitet heute nach Erfolgen als Spitzenleichtathletin in der Mittelstrecke als Sportwissenschaftlerin an der TU München.

Dies ist die erste von drei Sonderfolgen des Lila Podcasts im Rahmen von „Frauen in Bewegung“ – so heißt eine Veranstaltungsreihe der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die vom 16. bis zum 21. Oktober 2019 in München stattfindet. „Frauen in Bewegung“ feiert 100 Jahre Frauenwahlrecht und 120 Jahre erster Bayerischer Frauentag – und der Lila Podcast feiert mit.

Eva Schulz ist Journalistin und ihr kennt sie wahrscheinlich aus ihrem Format „Deutschland 3000“. Dort erklärt sie seit zwei Jahren in kurzen Clips – zum Beispiel auf Instagram oder Facebook – Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Und zwar so, dass jeder mitkommt. Seit diesem Jahr gibt es auch den Deutschland3000-Podcast „Eine gute Stunde mit…“, in dem Eva mit Menschen spricht, die wir besser kennenlernen sollten.

Im Interview spricht sie darüber, wie politisch junge Menschen sind, wie man politische Themen gut vermitteln kann und ob es sie eigentlich reizen würde, selbst Politikerin zu werden. Außerdem verrät Eva, wie sie Entscheidungen für oder gegen einen neuen Job oder eine neue Stadt trifft.