Feministisch Muttersein: Wo ist denn jetzt dieses Dorf? – mit Laura Vorsatz (Teil 2)

Im zweiten Teil rund ums feministisch Muttersein sprechen Laura Vorsatz und Laura Lucas über weitere Herausforderungen. Sie überlegen, wie Menschen mit Fürsorgeverantwortung zu helfen wäre: mit Geld, Haushaltshilfen, Essen auf Rädern? Oder doch gleich dem Umsturz des Systems, der Care-Revolution?

Außerdem sprechen die beiden über feministische Erziehung und darüber, wie sie es schaffen, trotz all der Anforderungen an Mütter nicht komplett am Teller zu drehen.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

In dieser Sendung ist häufig von Frauen und Müttern die Rede. Selbstverständlich beinhaltet ein intersektional-feministischer Blick auf Elternschaft noch viele Facetten mehr. Wir möchten euch daher noch einmal das Handbuch „Feministische Perspektiven auf Elternschaft” ans Herz legen.

Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten!

Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da – verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite.

Links & Hintergründe

Feministisch Muttersein: Geht das überhaupt? – mit Laura Vorsatz (Teil 1)

Am 12. Mai ist es wieder so weit: Der Muttertag wird begangen und damit einem mindestens problematischen Mutterbild gehuldigt: aufopferungsvoll, selbstlos, heroisch. Nichts gegen Blumen, aber – um es mit den Worten von Cordelia Röders-Arnold und Sally Lisa Starken zu sagen: „Von Blumen kann man nicht die Miete zahlen. Mit Blumen kann man keine Kinder betreuen und Blumen schützen nicht vor Gewalt.”

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Diese Folge ist eine Kooperation mit dem Podcast Feminismus mit Vorsatz von Laura Vorsatz. Zusammen mit Laura geht Laura vom Lila Podcast der Frage nach: Feministisch Muttersein – Geht das überhaupt? Und wenn ja wie?

Mythos Mutterinstinkt

Sie tauschen sich über persönliche Struggle aus und fragen: Geht’s nur uns so oder is it a thing? Sie werfen große Fragen auf und versuchen Antworten darauf zu finden. Sie stoßen auf Widersprüche und üben sich darin, diese auszuhalten. Im ersten Teil sprechen Laura Lucas und Laura Vorsatz unter anderem übers Stillen, über Prägungen, die sie nicht an ihre Kinder weitergeben wollen, über die „Muttertät” und über den Mythos Mutterinstinkt. 

Welche Perspektive wird abgebildet?

Beide identifizieren sich als cis Frauen. Sie sind weiß und ohne sichtbare Behinderung. Und aus dieser Perspektive heraus sprechen sie über das Thema Feminismus und Muttersein. Sie bemühen sich, persönlichen Ansichten und Erfahrungen immer auch in ein großes Ganzes einzubetten.

Dennoch gibt es viele verschiedene Realitäten rund um das Thema Elternschaft, die in dieser Folge nicht abgebildet werden. Nicht nur Frauen können schwanger werden. Nicht alle Mütter haben Kinder. Und auch wer nicht geboren hat, kann Mutter sein. Um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten!

Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da – verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite.

Links und Hintergründe

 

Weiß, schlank, männlich: Warum Sport inklusiver werden muss – mit Ireti Amojo und Sophie Schwarz

Sport kann Spaß machen und ist gut für unsere körperliche und mentale Gesundheit. Aber leider haben viele Menschen – vor allem weiblich sozialisierte – kein einfaches Verhältnis zu Bewegung. Sei es die Botschaft der Diet Culture, dass Sport vor allem dazu dienen sollte, abzunehmen. Oder der Sportunterricht, der viel zu oft dazu führt, dass Menschen vorgeführt oder ausgegrenzt werden.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

In dieser Folge macht Lena sich auf die Suche nach der Antwort, wie die Sportwelt inklusiver werden kann und wie wir es trotz Diet Culture schaffen, ein gesundes Verhältnis zu Sport und unseren Körpern aufzubauen.

Sport ist für alle da

„Auf Verbands- und Vereinsebene ist die Sportlandschaft durchweg weiß, männlich und konservativ geprägt”, so die ehemalige Basketballspielerin Ireti Amojo im Gespräch mit Lena. Sie berichtet, welche Auswirkungen das für sie als Schwarze Sportlerin hatte und wieso es empirisches Wissen bräuchte, um alteingesessene Strukturen zu verändern. Warum gibt es zum Beispiel immer noch viel zu wenig Forschung über den Einfluss des weiblichen Zyklus auf die sportlichen Leistungen?

Außerdem ist Yogalehrerin Sophie Schwarz aka Sophies Safe Space zu Gast, die online Yoga mit Fokus auf dicke Menschen anbietet. Warum das wichtig ist und wie wir sportliche Räume insgesamt zugänglicher und barriereärmer – für Frauen, dicke Menschen, nicht-binäre und trans Personen – gestalten könnten, hört ihr in dieser Episode.

Links und Hintergründe

Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten!

Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da – verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite.

Klima-Feminismus: Wie hängen Klimakrise und Geschlechterrollen zusammen? mit Christian Stöcker

Laura und Katrin sprechen über die Schnittstellen zwischen Klima-Politik und Feminismus. Mit Christian Stöckers „Männer, die die Welt verbrennen“ und “Petromaskulinität” von Cara New Dagget.


Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Gibt es bei der Frage, wer für die Klimakatastrophe verantwortlich ist eine Genderkomponente? Und was ist Petromaskulinität? – In dieser Sendung sprechen wir über die Schnittstellen zwischen Klima-Politik und Feminismus.

Fossile Lobby vs. „woke“ Energien

Christian Stöcker hat in seinem Buch „Männer, die die Welt verbrennen“ untersucht, wer die Klimakatastrophe anheizt und stellt fest: Es sind fast alles weiße, mittelalte, extrem privilegierte Männer, für die in der fossilen Industrie enormer Reichtum liegt. Nicht wenige davon sind Autokraten und sie eint, dass ihre geschäftlichen Interessen durch Klimaschutz maximal gefährdet wären. Darum haben sie vor vielen Jahren eine Kampagne gestartet, in der sie erneuerbare Energien als „woke“ framen. Und nicht zufällig kreuzen sich in den Anhängern fossiler Brennstoffe oft anti-emanzipatorische Ideologie mit Klimaleugnung.

Petromaskulinität

Eine, die sich die Identitätspolitik hinter Parolen wie „sei kein Penner, fahr Verbrenner“ angeschaut hat, ist die Autorin Cara New Dagget. Ihr Buch „Petromaskulinität“ untersucht die Schnittmenge zwischen klassischen Männlichkeitskonzepten und dem Kampf gegen Klimaschutzmaßnahmen und alles, was „woke“ oder „grün“ sein könnte. Warum hassen mittelalte weiße Männer Greta Thunberg? Wieso interessiert es sie nicht, dass der Klimawandel die zivilisatorischen Errungenschaften gefährdet?

Links und Hintergründe

Nature vs. Nurture: Hat das Gehirn ein Geschlecht?
Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten!

Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da – verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite.

Happy 30! Muss ich jetzt meine Eizellen einfrieren?! – mit Katrin Groß

Steffi und Lena tauschen sich in dieser Folge über ihre Gedanken, Ängste und Erfahrungen zu Social Freezing aus. Sie sprechen auch darüber, wie die Gesellschaft auf älter werdende Frauen schaut und über eine Studie aus Frankreich.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Happy Birthday?

Ahhh, Lena hat Geburtstag und wird.. düdüm.. 30! Für die einen einfach nur ein Grund zum Feiern und für die anderen ein großer Schreck! Muss man mit 30 nicht eigentlich erwachsen sein? Erwachsen sein im Sinne von Job, Altersvorsorge, Partnerschaft und Kind? Vor allem letzteres löst bei vielen Frauen in den 30ern enormen Druck aus. Eine Möglichkeit, um die Familienplanung länger offen zu halten, ist Social Freezing, also das Einfrieren junger Eizellen, die man sich später nach Wunsch befruchten lassen und einsetzten kann. Klingt easy, birgt aber wie so oft auch Risiken, Nebenwirkungen und kostet außerdem einen Batzen Kohle!

Social Freezing – why not?

Steffi und Lena tauschen sich in dieser Folge über ihre Gedanken, Ängste und Erfahrungen zu Social Freezing aus. Sie sprechen aber losgelöst von ihren Eizellen auch darüber, wie die Gesellschaft auf älter werdende Frauen schaut und wieso eine Studie aus Frankreich aus dem Jahr 2004 für großes Aufsehen sorgt. (Spoiler: Gender Health Gap is real!)

Zu Gast ist in dieser Episode Gynäkologin und Podcasterin Katrin Groß, die durch ihre medizinische Expertise mit einigen Mythen aufräumen kann.

Links und Hintergründe

Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!

Zwischen Rasierzwang und Hairy Queens: Warum sind Haare politisch, Franziska Setare Koohestani?

Haare sind ein klasse Thema, um zu zeigen, wie vielschichtig feministische Diskurse sein können! Denn bei der Frage, wieviele Haare welche Menschen wo haben und haben sollen, dürfen oder gar müssen, kommen viele Stereotype ins Spiel. Sexistische Stereotype, rassistische Stereotype und die ganze koloniale Geschichte – man kann am Umgang mit unserem Haarwuchs einfach so vieles aufzeigen!

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

It’s Racism, Baby!

Laura und Katrin haben sich für das Thema die Autorin, Journalistin und „Hairy Queen“ Franziska Setare Koohestani eingeladen. In ihrem Buch beschreibt die, wie sie schon in der Grundschule von ihren iranischen Tanten Bleichcreme nach Deutschland geschickt bekam, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Heute weiß Franziska Setare Koohestani: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat.

Haare sind politisch

Ob man seine Haare lässt, wie sie sind, ist dabei leider oft keine freie Entscheidung. Der Drang nach sozialer Anerkennung endet in unserer Gesellschaft nicht selten darin, den eigenen Körper den Normen anzupassen. Da wir teils unbewusst spüren, teils ganz genau wissen, dass wir aufgrund unseres Aussehens beurteilt werden. Insbesondere für Frauen kann Körperbehaarung zu Ausgrenzung und rassistischen Erfahrungen führen.

Franziska weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens mit ihrem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ.

Links und Hintergründe

Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!

Wie Schwesterlichkeit den Feminismus besser macht – mit Julia Korbik

Die Brüderlichkeit ist ein positiv besetzter politischer Begriff. Das Pendant Schwesterlichkeit hat bisher wenig Aufmerksamkeit. Das möchte Julia Korbik ändern. In ihrem Buch „Schwestern“ zeigt sie die Macht des weiblichen Kollektivs auf.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:
Was macht weibliche Solidarität wirklich aus? Was bedeutet Schwesterlichkeit, welche Voraussetzungen benötigt sie – und was macht Schwesterlichkeit erfolgreich? Julia Korbik setzt sich in ihrem neuen Buch kritisch mit dem Feminismus der letzten Jahre auseinander, und damit, wer überhaupt Teil des ›wir‹ ist oder sein darf.

Eine Politik der ausgestreckten Hand

Die feministische Bewegung ist ein gutes Beispiel dafür, dass Schwesterlichkeit und Solidarität unter Frauen nicht einfach gegeben sind. Denn soziale Bewegungen sind nun mal divers, und selbst wenn es ein gemeinsames Ziel gibt, existieren doch unterschiedliche Ansichten darüber, wie es zu erreichen ist. Schwesterlichkeit ist mehr als Networking, mehr als weibliche Solidarität. Es ist eine politische Praxis. Und zu dieser Praxis gehört es auch, eine Politik der ausgestreckten Hand.

Wie Geschwisterliebe: Viel Streit und trotzdem Zusammenhalt

Geschwister kennen das: Sie streiten sich oft viel und gerne leidenschaftlich. Aber wenn drauf ankommt, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel – das kann ein Vorbild für feministische Kollektive werden, erklärt Julia im Gespräch mit Katrin.

Links und Hintergründe

Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!

Gewalt unter queeren Frauen: Das große Tabu – mit Katrin Schultz

Für viele Menschen, die Gewalt erfahren haben, ist es sehr schwer, sich an Außenstehende oder institutionelle Hilfestellen zu wenden. Die Angst, dass einem die Personen keinen Glauben schenken könnten, sorgt bei vielen Betroffenen dafür, dass sie ihr Erlebtes vorerst für sich behalten. Bei queeren und insbesondere bei lesbischen Betroffenen von Gewalt wirken diese Mechanismen sogar noch stärker, sagt Katrin Schultz. Sie ist im Vorstand von Lesbenring e.V., arbeitet außerdem bei Queerhome und beschäftigt sich dort viel mit (sexualisierter) Gewalt in queeren Kontexten.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Wie verbreitet ist Gewalt in lesbischen Beziehungen?

Gewalt unter Queers ist in unserer Gesellschaft ein riesiges Tabu. Dass es Gewalt auch unter Frauen gibt, ist – wenn man näher darüber nachdenkt – eigentlich logisch. Denn: wieso auch nicht? Machtdynamiken und Abhängigkeitsverhältnisse können überall entstehen. Und trotzdem beleuchten wir das Thema gesellschaftlich so gut wie gar nicht – es gibt auch kaum Forschung dazu.

Dabei weisen die wenigen Studien, die es gibt, darauf hin, dass das Gewaltpotenzial in lesbischen Beziehungen mindestens genauso groß ist, wie in heterosexuellen. Das konnte Lena bei der Recherche zu dem Thema fast nicht glauben! Gemeinsam mit Katrin Schultz geht sie in dieser Episode der Frage nach, wieso das Thema so unsichtbar ist und was es bräuchte, um Aufklärung zu betreiben und Beratungsstrukturen fit zu machen.

Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!

Links und Hintergründe

Speziesismus: Eine Frage für den intersektionalen Feminismus?

Speziesismus: Dieser zugegeben sperrige Begriff beschreibt die Diskriminierung eines Lebewesens aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Art. Speziesismus zeigt sich z.B. darin, dass es für viele Menschen normal ist, manche Tiere zu essen und andere bei sich im Bett schlafen zu lassen.

Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Ob man sich nun selbst vegan, vegetarisch oder karnivor ernährt – in der postmodernen, patriarchal-kapitalistischen Tierindustrie lässt sich eines nicht leugnen: Tiere erfahren massives Leid und Gewalt, sie werden ausgebeutet und ihre Interessen werden ignoriert. Nun ist es mittlerweile weitgehend Konsens, dass der intersektionale Feminismus neben Sexismus und Rassismus weitere Diskriminierungsformen wie Ableismus, Klassismus oder Adultismus mit in den Blick nimmt. Wäre es da nicht nur konsequent, auch den Speziesismus als Feld für den intersektionalen Feminismus zu begreifen? Mit dieser Frage hat sich eine Hörerin an den Lila Podcast gewandt. Und Katrin und Laura gehen ihr in dieser Folge nach. 

Müssen wir Tiere im Feminismus mitdenken?

 Selbstverständlich hängen an dieser Frage viele weitere Fragen: Haben wir keine drängenderen Probleme? Sollen sich Feminist*innen jetzt etwa auch noch um Tierrechte kümmern? Tatsächlich gibt es einige Verschränkungen zwischen Sexismus und Speziesismus. Und die Idee, dass Feminist*innen sich auch für Tierwohl einsetzen, ist keineswegs neu.

Und trotzdem: Ist es nicht auch gefährlich, Tiere auf eine moralisch-ethische Stufe mit Menschen zu stellen? Ist es nicht zynisch, an Tierorganisationen zu spenden, während im Mittelmeer Menschen ertrinken? Vielleicht. Vielleicht müssen wir uns aber auch gar nicht immer entscheiden. 

Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!

Links und Hintergründe

Schönheitsideale, Körperbilder und gute Vorsätze – mit Saralisa Volm

Lena spricht mit der Autorin, Filmproduzentin und Schauspielerin Saralisa Volm über den weiblichen Körper. Passend zum Jahresanfang, der für viele Menschen von guten Vorsätzen geprägt ist, besprechen die beiden, wie gesellschaftliche Schönheitsideale entstehen und wie diese in kapitalistische Interessen eingebettet sind.


Die Folge auf Apple Podcast hören
Die Folge auf Spotify hören
… oder in einem anderen Podcatcher deiner Wahl:

Die allgegenwärtige Konfrontation mit vermeintlich perfekten Körpern, reiner Haut und der ständige Abgleich mit dem Eigenen, lösen Druck aus, dem Frauen nur schwer entkommen können. Saralisa Volm hat darüber ein ganzes Buch geschrieben. In „Das ewige Ungenügend – eine Bestandsaufnahme des weiblichen Körpers” analysiert sie ihr ambivalentes Verhältnis zu ihrem Körper und was es brauchte damit sie ihre eigenen Bedürfnisse richtig spüren konnte. Außerdem hinterfragt sie ihre Rolle als Feministin und wie ihre politischen Werte mit Hyaluron und glatt rasierten Beinen zusammenpassen.

On Top wird’s noch mal sehr emotional. Die beiden sprechen nämlich auch über Scham, Unsicherheiten und sexualisierte Gewalt. Saralisa Volm erzählt, welche Auswirkungen ein Übergriff in der Jugend auf ihr sexuelles Begehren hat und wie es ihr heute geht.


Den Lila Podcast unterstützen

Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten!


Links und Hintergründe