Lila058 Die Medien, das Netz, das Wissen und das Private

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In dieser Folge sprechen Barbara und Katrin über die Zukunft der Qualitätsmedien im Umbruch des Digitalen und wie man aus der Clickbait-Falle kommen könnte, über Bezahlmodelle, Nischeninhalte und Schutz des Privaten.

Ausgehend von der Idee der Internetplattform piqd.de, für die sowohl Katrin als auch Barbara arbeiten, entspannt sich dieses Mal eine Meta-Diskussion über die Zukunft von Journalismus und Medien der Zukunft im Netz, freies Wissen, Open Knowledge und Science, Bezahlschranken und Nischen-Content. Wer sind wir, was konsumieren wir, wie bezahlen wir die Arbeit dahinter? Was macht die Jagd nach den Clicks mit den großen Flagschiffen der Medienlandschaft? Warum funktionieren Podcasts zum Glück oft noch ganz anders? Aber wer kann sich DAS wiederum schon leisten? Wie schafft die nächste Generation Journalistinnen und Journalisten den Absprung in eine Welt des freien Wissens und der Wissenallmende, ohne dabei zu verarmen?

Ein Patentrezept haben wir auch nicht und wenn ihr euch fragt, wieso das auch für den Feminismus interessant ist – hört einfach mal rein. Viel Spaß!

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avatar Katrin Rönicke Amazon Wishlist Icon
Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

Links und Hintergründe

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für eure Sendung mal wieder, ich höre euch seit langem und bin mal begeistert, mal kritisch, aber immer interessiert!
    Auch in dieser Sendung finde ich viele interessante Gedankengänge, die Widersprüche im Mediengeschäft zeichnet ihr echt gut und verständlich. Die Shownotes sind super, auch die Werbung für piqd (das ich nicht kannte) finde ich gut. Danke einfach mal!
    Eine Anmerkung will ich noch los werden: Ich würde sehr gern allen möglichen Medienschaffenden, die tolle Dinge gratis anbieten, Geld zahlen – habe es aber nicht. Nicht, weil ich noch studiere oder so, sondern weil ich (wie sehr viele Menschen in Deutschland und anderswo) für Vollzeitarbeit schlecht bezahlt werde. Es geht mir jetzt nicht um eine Rechtfertigung, sondern darum, die konkrete Situation im neoliberalen Gesellschaftsmodell klar zu machen und um eine materialistische Kritik zu bitten: In der Debatte um die Zukunft des Journalismus höre ich sehr viel von der individuellen Verantwortung der Konsument*innen gegenüber den Medienschaffenden und der wichtigen Rolle des Journalismus für die Gesellschaft. Das ist ja total richtig, es fehlt mir aber halt der politisierte Blick, der die Widersprüche in den gesellschaftlichen Zusammenhang einbettet. Zum Beispiel könnte man (auch systemimmanent) argumentieren, dass es neben der staatlichen und privaten Medienlandschaft eine dritte Mediensäule (für die fünfte Säule der Gesellschaft 😉 braucht, wie in Lateinamerika geschehen, wo Community Media oft staatlich unterstützt wird oder wurde (Infos z.B. bei poonal). In ländlichen Gebieten sind die Menschen auf die meist als Radios vorhandenen Medien angewiesen, wenn sie mehr haben wollen als Telenovelas und Staatsfernsehen. Für das Internet könnte man evtl. einen ähnlichen Vergleich aufmachen: wer mehr als Katzenbilder und tagesschau will, muss irgendwem dafür Geld abringen – nur wem? Ich finde, das sollte nicht nur als individuelle Frage behandelt werden!!!

  2. Frau Klein heißt eigentlich Cline 🙂

  3. Hallo Ihr Zwei, vielen Dank für die neue Folge, darüber freue ich mich sehr 🙂
    Und ich fand es toll, dass Ihr noch mal über piqd gesprochen habt. Ich habe bei den bisherigen Erwähnungen immer gedacht “Ach schau, das müsstest Du Dir mal ansehen!” Und habe es dann doch wieder vergessen :/ Heute habe ich gleich mal den Podcast abonniert. Den Newsletter schaue ich mir gleich an. Ich fand es Schade, dass Ihr Euch so gerechtfertigt habt dass ihr für das Erwähnen wirklich kein Geld bekommt. Ich höre und lese Euch sehr gern und habe schon einiges gelernt oder überdacht. Ich freue mich, wenn ich von neuen Projekten erfahre die Ihr macht!

    Viele liebe Grüße
    Nala

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