Lila062 Der Sex-Führerschein

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Wir reden über Jungfräulichkeit.

Daneben viele Filmtipps und am Ende Buchtipps.

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Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

Links und Hintergründe

9 Kommentare

  1. Die Jungfräulichkeit ist in vielen Kulturen ein Thema. Dies ist deshalb so, weil man früher dadurch glaubte, sogenannte Kuckuckskinder zu verhindern. Es ging vor allem um die Besitzstandsklärung. Die längste Zeit der Geschichte war die Ehe eine Zweckbindung, um die die Besitzverhältnisse (des Mannes) zu manifestieren.

    • Ich habe auch schon mehrmals gehört, dass das Jungfrauen-Topos in patrilinearen Kulturen viel bedeutender sei als in matrilinearen. Die Deutung ist, dass in matrilinearen Kulturen nur die Mutterschaft ökonomisch relevant ist, und die ist ja eindeutig, egal wer mit wem geschlafen hat.

      Wisst ihr ob das stimmt, oder Sitze ich hier einer Legende auf?

      Barbaras Schilderung ihrer “Sexualbiographie” hat mich etwas verwirrt. Es ging nicht um Erfahrungen die an sich unangenehm gewesen waren oder? Magst Du das nochmal erklären? Es ist natürlich auch sehr intim, ich verstehe natürlich auch, wenn Du es lieber so stehen lässt.

      Diese Folge war sehr bewegend für mich. Ich hatte zwar vor meinem “ersten Mal” auch schonmal den “Hymen” Wikipediaartikel gelesen, aber das das Thema auch für emanzipiert denkende Frauen noch so eine Bedeutung haben kann, das habe ich bisher übersehen.

      Ich könnte mir vorstellen, dass es anderen Männern ähnlich geht. Wahrscheinlich bin ich gegenüber dem inneren Spagat, den Frauen hier machen müssen, viel zu ignorant.

      Viele Grüße
      Leonard

      • “Wisst ihr ob das stimmt, oder Sitze ich hier einer Legende auf?” – es ist auf jeden Fall eine These. und die wird von einigen Wissenschaftler_innen auch so vertreten. Ob es ganz genau so ist, ob das die einzigen Faktoren sind oder ob es noch andere gibt – das weiß ich auch nicht.
        Grüße
        Katrin

  2. Vielen Dank für den Podcast!
    Ich kenne die Hochzeitsfotos von dreien meiner Urgroßeltern, die zwischen 1897 und 1910 geheiratet haben. Die drei Bräute waren schwarz gekleidet. Das war bei Bergarbeitern und Bauern so üblich, die Frauen trugen “das beste Kleid” und das war schwarz. In weiß heirateten die Adligen. Ob die Frauen Jungfrauen waren, weiß ich nicht, nach den Geburtsdaten der nächsten Generation zu schließen, waren sie nicht schwanger.
    Meine Urgroßmütter hatten jeweils 2, 2, 2 und 3 Kinder und ich weiß auch, dass sie verhütet haben.

  3. Was mir noch zu Maria oder Eva einfällt- es gibt auch noch Lilith. Adams erste Frau, geschaffen gleichzeitig mit ihm, nicht aus seiner Rippe. Sie wollte sich nicht unterordnen und verließ ihn. Und kommt in den nächtlichen Träumen (der Männer) zurück.

  4. Hallo,

    wieder mal ein wirklich wirklich spannender Podcast und vielen Dank dafür!

    Ich hätte nur eine Frage / Bitte:

    Ich höre recht viele Podcast (zum Beispiel auf Reisen, beim Joggen, in der S-Bahn etc.). Nun finde ich Eure Vorschläge / Empfehlungen für Bücher / Filme / Serien etc. wirklich toll aber bin da unterwegs einfach nicht in der Lage, mir diese beim hören zu merken.

    Natürlich gibt es die Shownotes die hier helfen konnten (aber auch da ist oft nicht ganz klar ist das jetzt ein Wikipedia-Artikel, eine Website oder ein Produkt hinter dem Thema). Aber oft weiß ich nicht mehr genau in welcher Folge das denn nun war etc. und die Empfehlung hat sich dann irgendwie “versendet” für mich.

    Könnten Ihr nicht über eine Rubrik Buch-, Film- und Serienempfehlungen nachdenken und dann die Links einfach da reinpacken um alle Empfehlungen im Blick zu haben (supertoll wäre natürlich nach Themen kurartiert aber soviel Arbeit muss ja nicht sein). Das wäre dann auch toll wenn man zB nach Geschenken schaut und sich halt eurer Listen “bedienen” könnte (und ggf. wenn ihr das macht über einen Affiliate-Link bestellt).

    Die Community könnte ja (sofern es da Interesse gibt) die alten Shownotes durchsehen um nach und nach die Listen zu vervollständigen?!

    Ist nur so eine Idee aber mir würde es helfen mehr (und leichter) von euern Empfehlungen profitieren zu können.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Marek

  5. Vielen Dank für diese Sendung, insbesondere für alles was Barbara erzählt hat. Ich fand sehr viele (für mich) wertvolle Gedanken in eurem Gespräch.

    Die Sache mit weiß = unschuldig habe ich nie so empfunden. Ich muss mir diesen Fakt, dass ein weißes Brautkleid für Reinheit und Unschuld steht, immer erst in meinen Gedanken reinholen. Erst dadurch fühle ich eine Abneigung selbst ein weißes Brautkleid tragen zu wollen, falls ich mal eine Heirat und Party machen sollte.

    Rein intuitiv (falscher Ausdruck?) denke ich bei einem weißen Brautkleid nie an Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. Ich denke dann an große Party, Torte, Ehe allgemein, an “schaut mal ich bin hier nicht zu übersehen und ich bin eine der Hauptpersonen hier, ein bisschen wie eine tolle Prinzessin, die Weihnachten, Silvester und Geburtstag alles auf einmal hat.”
    Wahrscheinlich kommt das daher, dass ich nicht religiös bin und es auch nicht aus der Kindheit kenne. Jedes Mal, wenn Katrin etwas mit weißes Kleid sagte, war das ein fremder Gedanke für mich, obwohl ich ja weiß, dass von den Fakten her, es sehr viele so sehen weiß=(sexuelle) Unschuld. Hmm, eventuell bin ich Disney-geschädigt. Wer weiß.

    Jungfräulichkeit habe ich auch nie so sehr auf Frauen bezogen, obwohl ich es schon seltsam fand, dass es “fräulichkeit” heißt. Ich hab das immer so gesehen, dass Männer genauso jungfräulich sind. Keine Jungfrau war für mich immer jemand, der etwas Sexuelles mit einer anderen Person gemacht hat, wo die Geschlechtsorgane zumindest einer Person irgendwie einbezogen wurden, also auch Oralsex.
    Das könnte auch daran liegen, dass ich nichts von meinem Jungfernhäutchen mitbekommen habe und dadurch nicht wusste, dass es Menschen gibt, die daran die Jungfräulichkeit messen.

    Sehr interessantes Thema!

  6. Hej, ganz lieben Dank euch für diesen und auch die bisherigen Beiträge!!!

    Könnte sein, dass es sich bei der Broschüre zum Hymen, die von eurer Hörerin vorgschlagen wurde, um diese hier handelt
    http://www.fpz-berlin.de/uploads/11-06-23_Broschuere_Jungfraeulichkeit_fin3.pdf

    Finde die wirklich lesenswert. Räumt mit vielen Mythen ums Hymen auf – u.a. mit der Idee es sei ein geschlossenes Häutchen (sondern es ist eine elastische Umrandung der Vaginaöffnung).
    und gibt super verständlich Infos.
    (ein bisschen schade, dass die Broschure die Worte “Scheide” “Schamlippen” nutzt, anstatt z.B. einfach Lippen, Vagina, Vulva etc. … Lesenwert ist sie dennoch!!
    In diesem Sinne ein Hoch aufs Wissen, ein Hoch auf die (sexuelle) Selbstbestimmung und einen lieben Gruß!

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