Lila130 Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner – eine Sendung mit euren Themen

Lila130 Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner – eine Sendung mit euren Themen

Wir haben wieder einige eurer Mails, Tweets und Kommentare aufgegriffen, um über all die Dinge zu sprechen, die euch im Moment beschäftigen.

So hat Anne mal ausgerechnet, wie schlimm es eigentlich um ihre Finanzen steht seitdem sie für ihr Kind im Beruf ausgesetzt hat – und hat darüber gleich einen Artikel veröffentlicht, mit Zahlen und Kurven zur Veranschaulichung. Barbara spricht mit Hörerin und Hebamme Mirjam über ihren Podcast “Geschichten über Geburten”. Anja fragt, was sie mit ihrem Mitbewohner machen soll, der sich von Feminismus und #meToo angegriffen fühlt. Und wir haben ein Hashtag für unser Vorhaben, 2019 richtig viele tolle Frauen zu promoten – gemeinsam mit euch: #dieseFrau.

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8 Gedanken zu „Lila130 Kohle, Programmiererinnen, Geburten, #dieseFrau und schwierige Mitbewohner – eine Sendung mit euren Themen

    1. Das würde mich auch sehr interessieren. Ich spiele nicht, aber mein Freund regt sich furchtbar auf, dass irgendwelche Gender-Verteidiger bei Youtube gegen Esports schimpfen, weil da so wenig Frauen sind. Mein Freund meint, es hindert keiner eine Frau am Spielen und dass es die allerfairste Methode ist: man muss einfach nur gut sein, um nach oben zu kommen. Da sind schon paar Sachen, die ich für Männer und Frauen nicht in Ordnung finde, z.B. dass man beim Spielen sich gegenseitig beschimpft und runtermacht und das anscheiennd dazugehört, zumindest wenn man kompletter Anfänger ist und irgendwo neu reinkommt. Die obersten Profis sind vermutlich anders drauf und achten bisschen mehr drauf, was die sagen.

      1. Ich spiele, allerdings nicht (mehr) online.
        Viele Männer haben keine Ahnung, was passiert, wenn man offen als weibliche Person spielt, eventuell sogar mit der eigenen Stimme im Voice spricht.
        Beschimpfungen sind da noch das geringste, denn es kommen ja leider die sexuellen Anspielungen und Kommentare dazu. Es verdirbt einer die ganze Spielefreude, wenn immer wieder geschrieben und gebrüllt wird, ob ich “große Titten” habe oder ob ich nicht Lust hätte, mal ein paar Fotos zu schicken. Oder das wir jetzt nur verloren hätten, weil ich eine Frau bin.
        Als mir mal ein Typ haarklein beschrieben hat, wie er mich gerne vergewaltigen würde, habe ich aufgehört.
        ich habe es nicht mehr ertragen und hatte vor dem Spielen schon Bauchschmerzen. Das sollte ja nicht so sein, denn es geht doch um Spaß und die Liebe zu den Videospielen.
        Die Frage ist halt, wie man das löst. ich wünsche mir auch mehr Frauen in der Szene, allerdings müssten die dann das machen, was ich nicht geschafft habe, nämlich die Zähne zusammenbeißen und da durch.
        Nur kann sich vielleicht in dieser wahnsinnig frauenfeindlichen Szene auch mal was ändern.
        Ohne das ich ihn kenne, aber dein Freund sollte vielleicht mal die Youtube-Ecke wechseln, nur, um auch mal offen für andere Meinungen zu sein.
        Im rechten und erzkonservativen YT kann man nämlich schnell versacken und da ist es dann nicht mehr weit, bis in ganz andere Gefilde.

      2. Es ist ein komplexes und vielschichtiges Thema.

        Einerseits: Jungs/Männer spielen andere Spiele als Mädchen/Frauen und wir Männer sind ja in solchen Sachen gern mal obsessiver als die Frauen. Die großen Esports-Titel (Counter Strike, Fifa, League of Legends und Starcraft) haben sind alles Spiele, die mehrheitlich von Männern gespielt werden. Und wenn man bedenkt, dass das Verhältnis breite Masse zu Esportler noch extremer ist als beim Fußball das Verhältnis Amateure zu Bundesliga, dann ist es schon allein wegen der Statistik kein Wunder, dass keine Frauen ganz oben mitspielen. Wenn man von PR-Stunts mal absieht. Die einzigen mir bekannten Beispiele von Frauen auf höchsten Niveau waren Transgender (Remilia, Scarlett).

        Andrerseits: Was Ani schrieb hab ich schon sehr oft gelesen. Sobald eine Spielerin als Spielerin erkannt wird fangen die Belästigungen an. Übers “normale” Flamen hinaus. Ken Wunder wenn sich talentierte Mädchen dann lieber was anderes Suchen

        Und dann kommt das Problem dazu ein Team zu finden. Heutzutage haben die Esportteams Gaminghouses für ihre Teams. Die hocken dann 24/7 aufeinander und leben trainieren und schlafen da. Da muss man gar nicht von anfangen was passiert wenn ein Mädchen unter einen Haufen 17jährigerkommt und was das mit der Teamdynamik macht. Reicht ja die Statistiken zu betrachen wie viele ihre/n Mann/Frau am Arbeitsplatz kennengelernt haben.

        1. Ja, dem was hilti da schreibt, würde ich im Großen so zustimmen.
          Natürlich kann man sich jetzt wieder fragen, warum Frauen andere Sachen spielen als Männer. Meiner Meinung nach liegt das vor allem an der Vermarktung und daran, inwieweit Spiele auch gute weibliche Repräsentation haben.
          Bis vor einigen Jahren hieß es auch noch, Frauen würden niemals Fantasy oder SciFi Reihen spielen und heute sind Serien wie Dragon Age und Mass Effect oder Sachen wie Skyrim und Fallout vor allem bei Spielerinnen beliebt – was sicher unter anderem daran liegt, dass man mit seinem Character auch als Frau spielen kann.
          Die Spieleszene entwickelt sich da langsam weiter, aber trotzdem ist sie immer noch eine wahnsinnig frauenfeindliche Umgebung.
          Und das mögen Frauen zu recht nicht und sagen dann – wie ich – ja, nee, dann lass ich es. Und dann wird sich gewundert, dass so wenig Frauen da sind und es heißt “bestimmt Biologie, Männer sind genetisch zum Videospielen bestimmt” und mir tut vom ganzen Augenrollen schon der Kopf weh.
          Die aktuelle Lila Folge mit den Fußballerinnen passt da ja auch gut zu.

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