Lila042 Unser Bücherbasar

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Katrin Bücherstapel

Katrins Bücherstapel

Es weihnachtet sehr und weil wir an Weihnachten immer so viele neue Bücher verschenken und auch geschenkt bekommen, haben wir ausgemistet. Deswegen gibt es in dieser Folge Bücher zu ergattern. Feministische Bücher! Kommen Sie, greifen Sie zu!

Bücherstapel 1 von Susanne

Bücherstapel 1 von Susanne

Unsere feministische Bibliothek quillt ein bisschen über und so manches Buch werden wir auf jeden Fall nicht noch einmal lesen, deswegen kommt hier die ultimative Gelegenheit, feministisches Wissen abzugreifen. Bitte schreibt uns bei Interesse an einem der vorgestellten Bücher eine Mail an Buch(at)lila-podcast.de – da sollte der Buchwunsch und eure Adresse rein. Wer zuerst schreibt, bekommt zuerst, was weg ist, ist weg 🙂

Bücherstapel 2 SusanneAm Anfang aber sprechen wir noch einmal ganz allgemein über die Bedeutung, die Bücher in unserem Leben haben und auch die Bücher und Autor_innen, die uns am meisten am Herzen liegen und bewegen. Wir quatschen über imaginäre Freund_innen, über Empathie und andere Welten und die Faszination des Lesens seit unserer Kindheit und Jugend.

 

 

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Intro: CC-BY-NC-ND ProleteR “April Showers” http://proleter.bandcamp.com/

Links und Hintergründe

Bücher und wir und unser Leben:

Maria Sveland: Bitterfotze

Rike Drust: Muttergefühle Gesamtausgabe

Eine Fabel und eine Parabel

Gill Hornby: Mutter des Monats

Feindbeobachtung

 

Die Bücherlisten:

Susanne

FRAUEN IN DER ARBEITSWELT & POLITIK

 

Gestalten und entscheiden – Frauenportraits aus Franken

Gaschke & Müller-Wirth: PowerPaare

Alice Schwarzer: Damenwahl

 

KINDER & FAMILIE

Beatrice von Singen: Warum … Kinder kriegen

Georg Cadeggiannini: Aus Liebe zum Wahnsinn

Claudia Wick: Ein Herz und eine Seele, Familienbilder im TV

Stefanie Lohaus, Tobias Schulz: Papa kann auch stillen

Dr. Gabriele Hofmann-Schmid: Best Mama

Corinne Maier: No Kid

Rike Drust: Muttergefühle. Gesamtausgabe

Eva Herman: Das Eva-Prinzip

Eva Herman: Das Prinzip Arche Noah

Christa Müller: Dein Kind will dich

Sonja Siegert, Anja Uhling: Ich will kein Kind

Jutta Hoffritz: Aufstand der Rabenmütter

Julia und Maya Onken: Hilfe, ich bin eine emanzipierte Mutter

Monika Bittl, Silke Neumayer: Alleinerziehend mit Mann

 

FEMINISMUS IN DER DEBATTE

Teresa Bäuerlein, Frederike Knüpling: Tussikratie

Jana Hensel, Elisabeth Raether: Neue Deutsche Mädchen

Mirja Stöcker (Hrsg.): Das F-Wort

Anke Domscheit-Berg: Ein bisschen gleich ist nicht genug

Miriam Gebhardt: Alice im Niemandsland

Kristina Schröder: Danke, emanzipiert sind wir selber

Lisa Ortgies: Heimspiel

Iris Radisch: Die Schule der Frauen

Susanne Gaschke: Die Emanzipationsfalle

 

SONSTIGES

Christiane Hoffmann: Hinter den Schleiern Irans

Anne Ameri-Siemens: Auf bald, Teheran

Gill Hornby: Mutter des Monats

 

Katrin
RUNDUMSCHLÄGE UND ÜBERSICHTLICHES

Anke Domscheit-Berg: Ein bisschen gleich ist nicht genug, 2015

Karen Jarhrling und Clarissa Rudolph (Hrsg.): Grundsicherung und Geschlecht. Gleichstellungspolitische Befunde zu den Wirkungen von Hartz IV, 2010

Thea Dorn: Die neue F-Klasse, 2007

Cordelia Fine: Die Geschlechterlüge – Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann, 2010

Walter Hollstein: Geschlechterdemokratie – Männer und Frauen: besser miteinander leben, 2004

Sonja Eismann (Hrsg.): Hot Topic – Popfeminismus heute, 2007

 

PHÄNOMENE UNSERER ZEIT

Katja Kullmann: Generation Ally – Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein, 2002

Tillmann Bendikowski: Allein unter Müttern – Erfahrungen eines furchtlosen Vaters, 2012

Bascha Mika: Die Feigheit der Frauen – Rollenverhalten und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug, 2011

Courtney E. Martin: Perfect Girls, Starving Daughters – The Frightening New Normalcy of Hating Your Body, 2007

 

ROMANE

Charlotte Roche: Schoßgebete, 2011

Charlotte Roche: Mädchen für alles, 2015

Maria Sveland: Bitterfotze, 2009

Erik Fosnes Hansen: Das Löwenmädchen, 2008

Laline Paull, Die Bienen, 2014

 

(AUTO)BIOGRAFIEN

Marie Calloway: Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun, 2015

Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir – ein Lesebuch mit Bildern, 2007

Alois Prinz: Hannah Arendt – oder Die Liebe zur Welt, 2013

Amy Poehler: Yes, Please!

20 Kommentare

  1. wir bekamen von Oma einen Conni-Adventskalener *weint*

    Die Ringparabel in Nathan der Weise steht für die 3 großen monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam).

    Ist das Löwenmädchen noch zu haben?

  2. Wichtig für mich “was so Emanzipation angeht”, war ein einwöchiges Seminar zum Thema Utopien im letzten Semester. Aufhänger war Thomas Morus “Utopia” und wir sollten uns dann selbst einen Aspekt suchen unter dem wir uns mit Utopien beschäftigen.

    Mir ist aufgefallen, dass die meistne “klassischen” Utopien, Bücher von Männern, für Männer über Männer sind und hab eine Woche (viel zu kurz) zum Thema Frauen und Utopien geforscht.

    Bin auf die These gestoßen, dass Utopie und Fortschritt an sich schon was sehr “männliches” sind und eine femistische Antwort darauf eine Abkehr von der Utopie sein müsste.

    Bin auch auf Christine de Pizan und ihr “Buch von der Stadt der Frauen” gestoßen, einem utopischen Staatsromen, der knapp 100 Jahre VOR Thomas Morus’ Utopia erschienen ist.

    Und – vor allem – bin ich auf eine feministische Science Fiction Szene gestoßen, hab mir eine riesenlange Liste an “Büchern die ich unbedingt lesen will” erstellt und wahnsinnig tolle Sachen entdeckt. Von Margaret Atwood fand ich z.B. bisher alles was ich gelesen hab uneingeschränkt wunderbar (Madaddam-Trilogie, Penelopiade), He She and It von Marge Piercy ist auch toll (Frau am Abgrund der Zeit nicht so).

    Das war so eine Art “Erweckungserlebnis”, vorher hatte ich mit Feminismus gar nichts zu tun und im letzten halben Jahr hab ich sooooo viel gelernt.

    Wichtigstes Buch überhaupt (und auch irgendwie feministisch) ist von Sylvia Plath die Glasglocke, für mich aber unter dem Gesichtspunkt von Depression, Suizidalität und Psychiatriebetroffenheit noch viel wichtiger.

  3. Lustig ist, dass ich “Die Bienen” ganz anders wahrgenommen habe, nämlich gar nicht so, dass ich daran ein Abbild unserer Welt gesehen habe, sondern, dass tatsächlich über die Romanform das komplexe Innere eines Bienenstocks gezeigt wurde.

    Wenn man sich dann anguckt, wie so ein Bienenstock wirklich funktioniert, dann ist das sehr nah am Roman dran (beispielsweise werden Bienen, die Eier legen, tatsächlich getötet). Den großen Bogen zur “Menschenwelt” hab ich da gar nicht gesehen, aber eventuell auch nicht gesucht. Die besondere Geschichte von Flora hab ich dann eher als Mittel verstanden, um sämtliche Etagen des Bienenstocks eben aus einer Sicht sehen zu können, bzw. tatsächlich aus der Sicht eines Außenseiters, um den Leser besser an der Hand zu nehmen.

    Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass mein Vater Entomologe ist und ich dementsprechend einen etwas anderen Bezug zu Insekten habe und es mir gar nicht so fremd ist, sich mit diesen Tieren zu beschäftigen.

  4. Generation Ally – das war damals das allererste Buch, was sich mit dem Thema Gleichberechtigung beschäftigt hat, das ich je gelesen habe. Das hat mich zu dieser Zeit unfassbar stark geprägt, bis zu dem Punkt, wo ich Abschnitte auswendig zitieren konnte, einfach weil ich es so oft gelesen hab…sehr zum Leidwesen meiner Eltern habe ich das dann auch äußerst umfangreich getan 🙂

  5. Mein Einstieg in die feministische Literatur waren mehrere Bücher von Cheryl Benard und Edith Schlaffer, etwa “Der Mann auf der Straße- über das seltsame Verhalten von Männern in ganz alltäglichen Situationen”.
    Ich bin Ende der Achtziger nach Berlin gezogen, um Ingenieurwissenschaften zu studieren, und ziemlich rasch mit den Geschlechterklischees konfrontiert worden. Irgendwie hatte ich vorher angenommen, ich könne einfach so an der TU studieren und würde unabhängig von meinem Geschlecht beurteilt werden.
    Ich habe dann u.a. Marianne Grabucker gelesen, “Typisch Mädchen” und Luise F. Pusch, “Das Deutsche als Männersprache”. Das hat mir geholfen, mein Unbehagen deutlich auszudrücken. Wir haben dann Frauentutorien gefordert und Frauenbeauftragte.
    Simone de Beauvoir habe ich angefangen aber nie zu Ende gelesen. “Egalias Töchter” von Gerd Brantenberg (Achtung, in Norwegen ist das ein weiblicher Vorname) hat mich stärker geprägt. Und dann Margaret Atwood, von ” Edible woman” über “The blind assassin” zu “Oryx and Crake” und Alice Munro, die ich seit 20 Jahren lese, und von der ich alles besitze, was sie je geschrieben hat.
    Ich lese jüngere Amerikaner, viele Frauen (Brontës, Austen, bis heute) – aber kaum Franzosen oder Französinnen, obwohl ich die Sprache so gut beherrsche wie das Englische und in dieser Sprache arbeite.

  6. Ein Dank, eine Frage, und einen Tipp:

    Ein Megadank an Katrin, Barbara und Susanne für meinen Lieblingspodcast! Alles Gute zu den Weihnachtsferien!

    Frage: unter den Shownotes finde ich keinen Link zum von Katrin erwähnten Podcast, wobei hochgestochene Sachbücher in einfachen Wörtern, durch Anekdoten usw. erklärt werden, könnt ihr mir den verraten, bitte?

    Tipp: durch SR2 Fragen an den Autor http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=8&sen=SR2_FADA_P hab ich vor 2 Jahren Miriam Gebhardt und ihr Buch Alice im Niemandsland entdeckt. Das war mein erstes Buch zum Feminismus und setzte mich auf den Weg, einen Feministen zu werden. Das Interview mit ihr ist sehr hörenswert. Durch diese Sendung hab ich eine_n andere_n Lieblingsautor_in entdeckt: Konrad Paul Liessmann zu Bildung, Philosophie. Er schreibt wunderbaren klaren Text zu komplexen Themen. Sein “Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft” würde ich empfehlen.

    Ciao und Danke Peter

  7. Hallo liebe Lila-Podcasterinnnen,
    vielen Dank für die interessanten Buchempfehlungen und vielen Dank mal insgesamt für die vielen interessanten und lehrreichen Stunden, die ich Eurem Podcast bisher gelauscht habe.
    “Die Bienen” klang sehr interessant. Ich habe es gleich als Weihnachtsgeschenk für mein Patenkind gekauft.
    Ganz herzlichen Dank geht noch explizit an Katrin dafür, dass ich ihr Buch gewinnen durfte. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es selber lese, oder meiner 15-Jährigen Schwester zu Weihnachten schenke.
    Beste Grüße
    DerFelix

    • Ach – der Felix bist du! Danke fürs Zuhören und mich würde ja schon interessieren, ob es was für 15-Jährige ist 🙂 also auch wenn du es selber liest, kannst du es danach ja weiterreichen ^^

  8. Hihi, ich hab das mit der “Feindesliteratur” schon oft andersherum gemacht, nämlich aus öffentlichen Bücherkisten “gerettet”, damit niemand sonst sie liest und womöglich glaubt. 😀
    Danke für diesen Podcast! Ich höre ihn zwar immer mit Verspätung, aber bisher habe ich keine Folge verpasst 🙂

  9. Vielen lieben Dank an Susanne für die Tussikratie! Ich bin schon so gespannt auf das Buch. Es steht schon lange auf meiner Leseliste <3 Und die Sendung hat es noch pünktlich unter den Weihnachtsbaum geschafft. Das hat doppelt Spaß gemacht!

  10. Huhu!
    Ich glaube ich habe in dem Podcast nicht richtig aufgepasst und bin mir nicht sicher, ob das hier der richtige Ort ist und ich weiß auch nicht, ob die Liste überhaupt noch aktuell ist (Ich habe euch recht spät erst entdeckt und höre gerade alle Folgen nach).
    Ich habe nun gesehen, dass das Buch von der Eva Bra…Hermann noch nicht vergeben wurde und ich würde mich als Abnehmer melden, falls ich nicht viel zu spät dran bin.
    Mich interessiert immer ungemein, was die Wirren dieser Welt so denken, aber mich sträubt es ein wenig im Laden dafür zu bezahlen – im schlimmsten Fall haben die auch noch was davon.

    Falls das also noch geht, würde ich mich freuen, wenn ich Rückmeldung bekäme.

    Davon ab: Der Lila-Podcast ist einer der interessantesten und angenehmsten (auch wenn mir dadurch des Öfteren einige eigene Fehler bzw. blöde Denkstrukturen klar werden) Podcasts, die ich kenne.
    Bitte immer weiter! Alle drei!

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