Gender und Mobilität – Wie sexistisch ist Verkehrsplanung? – mit Katja Diehl

Eine Welt von und für Männer

Von wem und für wen sind unsere Straßen gebaut? Seit wann sind die so und wie geht es besser? Das Stichwort lautet wie so oft auch hier: Diversität. Denn in einer Branche, in der es weniger Frauen in Führung gibt als bei der Katholischen Kirche, schaffen „Klaus und Thomas“ Strukturen für … Klaus und Thomas. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Vorfahrt vor Menschen, die nicht weiß, männlich, cis, hetero und ablebodied sind, die keine Care- Arbeit leisten. Katja Diehl zeichnet eine Zukunft der lebenswerten Städte, in denen Verkehrsteilnehmende gleichrangig sicher unterwegs sind und das vermeintliche Grundrecht auf Autofahren, Geschwindigkeit und Parkraum als das erkannt wird, was es ist: ein Privileg.
Außerdem in der Sendung: Weibliche Mobilität, toxische Männlichkeit im Straßenverkehr, bedrohliche Autos und das feministische Fortbewegungsmittel schlechthin – das Fahrrad.

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Links und Hintergründe

Agression im Straßenverkehr:

Männlichkeit und „männliches“ Design:

Zu den Attacken mit Autos als Waffen in Trier und Volkmarsen:

Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Unfällen mit Personenschaden mit Fehlverhalten der Fahrenden als Ursache:

Männer und Frauen im Straßenverkehr:

„Der siebte Sinn“, Verkehrserziehungssendung aus den 70ern:

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2 thoughts on “Gender und Mobilität – Wie sexistisch ist Verkehrsplanung? – mit Katja Diehl”

  1. Tatsächlich finde ich dieses Verständnis von Feminismus etwas anstrengend. Es mag natürlich seine Berechtigung haben, die Mobilität vielfältiger zu gestalten. Aber für mich war mein Auto immer gleichbedeutend mit Freiheit und Unabhängigkeit. Gerade jetzt während der Pandemie, als ich konsequent die Öffentlichen gemieden habe, ist mir das wieder bewusst geworden. Und ich verstehe auch nicht, wieso ich mich als Frau nicht ärgern soll, wenn wieder irgendwelche Parkplätze in meiner Wohnstraße vernichtet werden und mir so vor allem nachts der sichere Weg vom Parkplatz zur Haustür erschwert wird.
    Und was ich am allerwenigsten verstehe – wie kann man sich über den Sexismus des siebten Sinns mokieren, wenn man doch im Grunde dem Klischee entspricht? Wenn man nicht oder nur wenig Auto fährt, hat man nun mal weniger Erfahrung. Ich hatte eigentlich gedacht, der Fortschritt würde daraus bestehen, dass Frauen genauso fahren wie Männer (oder eben auch nicht – nicht jeder Mann steht auf dicke Autos). Das Zementieren eines fragwürdigen Status Quo, bei welchem die Care-Arbeit und die damit verbundenen Mobilitätsbedürfnisse das Modell einer „weiblichen“ Mobilität jenseits des Individualverkehrs ist für mich ziemlicher Differenzfeminismus und damit ein Schritt in die falsche Richtung.

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