Wenn man dem eigenen Können nicht traut: Ein Gespräch über das Impostor-Phänomen mit Dr. Marlene Kollmayer

Laura Lucas und Lena Sindermann mit Dr. Marlene Kollmayer

Für Dr. Marlene Kollmayer liegen die Ursprünge des Impostor Phänomens häufig schon in der Erziehung und Sozialisation. Zurückhaltung und Bescheidenheit werden vor allem an junge Mädchen herangetragen, während Jungs Stärke und Durchsetzungsvermögen beweisen sollen.

Außerdem kritisiert die Wissenschaftlerin, dass mangelnde Vorbilder (z.B. in Führungspositionen) die Selbstzweifel von Frauen und marginalisierten Personen zusätzlich schüren können. Was man sich für das eigene Leben vorstellen kann zu erreichen, hängt eben immer auch mit dem Zusammen, was man im öffentlichen Raum sieht und vorgelebt bekommt.

Mit der heutigen Folge versuchen die drei das Impostor Phänomen also als gesellschaftlich gemachtes Konstrukt in den Blick zu nehmen. Die Ursachen für Impostor Gefühle haben in der Tat weniger mit persönlichen Ressourcen und fehlendem Selbstvertrauen zu tun, sondern viel mehr mit patriarchalen Strukturen.

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Gender und Mobilität – Wie sexistisch ist Verkehrsplanung? – mit Katja Diehl

Eine Welt von und für Männer

Von wem und für wen sind unsere Straßen gebaut? Seit wann sind die so und wie geht es besser? Das Stichwort lautet wie so oft auch hier: Diversität. Denn in einer Branche, in der es weniger Frauen in Führung gibt als bei der Katholischen Kirche, schaffen „Klaus und Thomas“ Strukturen für … Klaus und Thomas. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Vorfahrt vor Menschen, die nicht weiß, männlich, cis, hetero und ablebodied sind, die keine Care- Arbeit leisten. Katja Diehl zeichnet eine Zukunft der lebenswerten Städte, in denen Verkehrsteilnehmende gleichrangig sicher unterwegs sind und das vermeintliche Grundrecht auf Autofahren, Geschwindigkeit und Parkraum als das erkannt wird, was es ist: ein Privileg.
Außerdem in der Sendung: Weibliche Mobilität, toxische Männlichkeit im Straßenverkehr, bedrohliche Autos und das feministische Fortbewegungsmittel schlechthin – das Fahrrad.

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Der Lila Podcast wird euch präsentiert von KiWi, wo das Buch „FrauenLiteratur“ von Nicole Seifert erscheint. Darin seziert die Autorin den Sexismus in der Literaturszene, also in den Verlagen, in den Feuilletons und nicht zuletzt den Autorinnen selbst gegenüber. – Bestellt euch „FrauenLiteratur“ direkt bei KiWi – oder in der Buchhandlung eures Vertrauens.

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Agression im Straßenverkehr:

Männlichkeit und „männliches“ Design:

Zu den Attacken mit Autos als Waffen in Trier und Volkmarsen:

Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Unfällen mit Personenschaden mit Fehlverhalten der Fahrenden als Ursache:

Männer und Frauen im Straßenverkehr:

„Der siebte Sinn“, Verkehrserziehungssendung aus den 70ern:

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„Die Unbeugsamen“ – Wie Politikerinnen für Gleichberechtigung kämpften

Susanne Klingner und Lena Sindermann sprechen mit zwei ehemaligen Politikerinnen. Ursula Männle und Carola von Braun gehörten in den 70er Jahren zu den ersten Frauen im deutschen Bundestag und erzählen in dieser Folge von den Schwierigke

Sie berichten nicht nur von ihrem triumphierenden Gefühl als 2001 klar wurde, dass das Amt des deutschen Bundeskanzlers erstmals von einer Frau eingenommen wird, sondern thematisieren auch den alltäglichen Sexismus, dem sie als Politikerinnen ausgesetzt waren.
Ursula Männle schildert beispielsweise wie sie schon als junges Mädchen mit dem Vorurteil „Politik sei unweiblich“ konfrontiert wurde und wie sie dem zum Trotz erst recht eine politische Karriere anstrebte.
Carola von Braun spricht außerdem darüber, wie schwer es war, die Avancen von Männern abzuwehren ohne die politische Zusammenarbeit mit diesen zu gefährden, die für sie als Politikerin unumgänglich waren.

Deutlich wird bei all diesen Geschichten, dass frauenpolitische Themen nur parteiübergreifend vorangetrieben werden konnten. Die daraus entstanden Allianzen führten zwar zu Unmut in der männerdominierten Politikwelt, brachten den Kampf für Geschlechtergerechtigkeit aber ein gutes Stück voran.

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Wie können wir die Zukunft zärtlicher gestalten? – mit Şeyda Kurt

Sham Jaff und Laura Vorsatz sprechen mit der Autorin Şeyda Kurt über die Liebe und warum sie politisch ist.

Ihr Buch „Radikale Zärtlichkeit“ ist im April 2021 erschienen und darin stellt sie die Liebe auf den Prüfstand. Am Beispiel kleiner persönlicher Geschichten sprechen die Drei darüber, was das Patriarchat, Rassismus und der Kapitalismus mit der Liebe machen und wie wir uns als Partnerinnen, Familie und Freundinnen dagegen behaupten können.
Neben Kritik an dem Verständnis von Liebe in Film und Fernsehen, polygamen Liebeskonzepten und unsere Kriterien für die Partner:innenwahl wird es in dieser Folge vor allem darüber gehen, wie wir eine Zukunft gestalten können, indem wir – wie Şeyda Kurt – zärtlicher zueinander sind? Was braucht diese Zukunft der Liebe?

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Wie divers ist die queere Szene?

Ein Gespräch über Repräsentation und Sichtbarkeit im Pride Month

Es ist mal wieder Pride Month: Unternehmen rüsten sich mit Regenbogenflaggen, im Fernsehen läuft queeres Trash TV und trotz Pandemie bereiten sich alle langsam auf die Pride Paraden vor. Lena Sindermann fragt sich, wer im Pride Month eigentlich mit welchen Aktionen angesprochen oder repräsentiert wird und wessen Perspektiven – welcome to patriarchy- auch in der queeren Community oft unsichtbar gemacht werden.

Gemeinsam mit Zuher Jazmati vom BBQ Podcast und Schnieke vom The Lesbian Gaze Podcast nimmt Lena die queere Szene genauer unter die Lupe. Die drei sprechen über ihr ambivalentes Verhältnis zum Pride Month, das sich einerseits durch Freude an der vielfältigen queeren Sichtbarkeit auf den Straßen äußert und sich anderseits aus Ärger über die Profitgier von Unternehmen speist, die aus queerem Leben Kapital schlagen und sich darüber hinaus nicht für LGBTIQ Rechte Interessieren.

Neben allgemeiner Kritik an der Kommerzialisierung des Christopher Street Days, wird es in dieser Folge aber auch wieder sehr persönlich. Zuher erzählt beispielsweise von seinen Erfahrungen als nicht-weiße queere Person in Deutschland und wieso es in der queeren Szene teilweise nicht nur an Empathie, sondern auch an knallharter antirassistischer Aufklärung fehlt.

Links und Hintergründe

Zuher Jazmati vom BBQ Podcast

Instagram: @bbq.podcast
Folge „Dein Pride auch mein Pride?“

Schnieke vom The Lesbian Gaze Podcast 

Instagram: @thelesbiangaze.pod
Folge „Radical Pride – Queere Kämpfe, queeres Feiern“

Historie des Christopher Street Days:

TAZ Artikel: „Christopher Street Day – Hauptsache, Heten haben Spaß“
TAZ Artikel: „50 Jahre Stonewall-Unruhen – Die vielen an der Front“
Artikel Demokratie Geschichten: „Die Legende von Stonewall“

Rassismusvorwürfe in queeren Communitys:

Tagesspiegel: Rassismus-Debatte um Dragqueen Nina QueerRassismus in der queeren Community – Sookee im Talk mit Jasmin Semken | CSD Berlin 2020

TSG: 

Zeitinterview mit Felicia Ewert: „Transsexuellengesetz: Die Message ist: Eure Existenz ist nicht genug wert“

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