2. August 2018
von Katrin
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Lila104 “Diese Angst ist noch so präsent” – Faranak Rafiei über die Geschichte der Frauen im Iran

Wir haben in einer der vergangenen Sendungen schon einmal kurz über die #WhiteWednesday-Proteste der Frauen im Iran gesprochen: Seit Dezember letzten Jahres treten jeden Woche Mittwoch Frauen im Iran auf die Straße und schwenken als Zeichen ihres Protests ihr Kopftuch an einem Stock – meistens werden die Bilder über die sozialen Medien verteilt. Im Iran ist so eine Aktion strafbar und Frauen können dafür ins Gefängnis kommen – dennoch brechen die Proteste nicht ab und die Frauen lassen sich Mittwoch für Mittwoch nicht davon abhalten, ihrem Unmut über die Unterdrückung der Frauen im Iran Luft zu machen.

Doch was genau ist eigentlich der Hintergrund dieser Proteste? Wie ist die Situation von Frauen im Iran? Welche Geschichte lauert hier?

Um dieser Geschichte der Frauen im Iran ein wenig näher zu kommen, habe ich mich mit Faranak Rafiei getroffen. Sie lebt seit 20 Jahren in Deutschland. 1978 kam sie im Iran zur Welt, den sie im Alter von 20 Jahren verließ. Im darauffolgenden Jahr, 1979, war im Iran die sogenannte Islamische Revolution – alles, was heute den Iran bestimmt nahm damals seinen Anfang. Faranak erinnert sich gut, wie die Revolution im Iran vor allem zulasten der Frauenrechte ging, wie Frauen es waren, die als Symbol für gutes Islamisches Leben unterdrückt wurden und bis heute werden.

13. Juli 2017
von Katrin
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Bonus: Drei Fragen an Monika Schwarz-Friesel

“Wir können sehr genau unterscheiden: Wann ist ein Text legitime Kritik und wann werden Stereotype benutzt, finden Dämonisierungen statt…”. In dieser Bonus-Sendung geht es um den unikalen Fokus auf Israel (Kriterium Nr.1), um Hyperbeln (Kriterium Nr. 2) und darum den Mut zu haben, diese Dinge anzusprechen.

6. Juli 2017
von Katrin
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Lila077 Antisemitismus im Feminismus

Vier Jahre später, als 2016 mit #ausnahmlos ein Bündnis gegen Sexismus und Rassismus gebildet wurde, standen neuerlich feministische Vertreterinnen in der Kritik: Linda Sarsour, Laurie Penny und Angela Davis seien kritisch zu sehen, meinte etwa die Amadeu-Antonio-Stiftung, und es sei schade, dass der Antisemitismus im Aufruf keine Rolle spiele.

In dieser Sendung geht es daher um die Fragen: Was ist BDS? Ist der Boykott von Produkten oder Künstler_innen aus Israel antisemitisch? Ist Linda Sarsour auf der sicheren Seite, wenn sie sich Anti-Zionistin nennt? Wie kann man zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus unterscheiden? Und wie sollen feministische Bündnisse in Zukunft mit dem Problem umgehen?

Zu Wort kommen:
– Prof. Monika Schwarz-Friesel, die an der TU Linguistik lehrt und seit vielen Jahren empirische Antisemitismus-Forschung betreibt.
– Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen
– Antje Schrupp, Politikwissenschaftlerin, Autorin und Erstunterzeichnerin von #ausnahmslos
– Merle Stöver, feministische Aktivistin, die zu Antisemitismus forscht und das Fass aufgemacht hat
– Kathrin Haurand, Geschichtswissenschaftlerin und Referentin des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.