Stefanie Stahl über Beziehungen, Feminismus, Dating und Corona

Mit Sham Jaff und Laura Lucas

Stefanie Stahl ist durch ihr Buch “Das Kind in dir muss Heimat finden” vermutlich eine der bekanntesten Psychologinnen Deutschlands. Laura und Sham haben sie eingeladen, um über toxische Beziehungen, Geschlechterrollen, Dating in Zeiten von Corona und vieles, vieles mehr zu sprechen.

Beziehungen prägen unseren Alltag und dass sie auch ein feministisches Thema sind, das ist uns manchmal gar nicht so bewusst. Im Gespräch mit Laura und Sham erzählt die Psychologin Stefanie Stahl, wie Menschen in Beziehungen mal mehr, mal weniger Probleme haben und wie traditionelle Geschlechterrollen die Fähigkeiten der Partner*innen zu Beziehung auch beeinflussen können.

Stefanie Stahl zeigt: Am Ende geht es – unabhängig vom Geschlecht – um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bindung und Autonomie. Manchmal aber kommt es zur Schieflage, ob auf die eine oder andere Seite, und die Natur ist daran vielleicht nicht ganz unschuldig…
Gemeinsam erkunden die drei, welche feministischen Aspekte das Thema Beziehungen außerdem hat und wie sich Beziehungen und Dating während der Corona-Pandemie verändern.

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2 thoughts on “Stefanie Stahl über Beziehungen, Feminismus, Dating und Corona”

  1. Hallo liebes Lila Podcast Team,
    vielen Dank für diese inspirierende und spannende Folge! Ich beschäftige mich schon seit Jahren persönlich und durchs Studium mit den Themen, und fand, dass Grunddynamiken der Psyche ihrer Prägung sehr verständlich und gebündelt von Stefanie Stahl zusammen gefasst wurden. Toll!! Danke dafür 🙂
    Allerdings hat mich die Art und der Tonfall, mit dem über offene Beziehungen gesprochen wurde, gestört. Ich fand, ihr habt ein ziemlich normatives Bild von Beziehung und Liebe anklingen lassen. Es wirkte so, als müsse eine monogame Beziehung und eine romantisch gelebte Beziehung mit einem Partner für immer das angestrebte Ziel sein. Ich denke, es gibt sehr wohl Menschen, die glücklich mit nicht-monogamen Beziehungen leben, und sich auch für den Rest ihres Lebens nichts anderes wünschen – sie sind dann nicht automatisch beziehungsunfähig oder haben ein (problematisch) ausgeprägtes Autonomie-Bedürfnis. Vielleicht ist es einfach ihre Art, sie selbst sein zu können und ihre freie Entscheidung, nachdem sie viele Modelle ausprobiert haben. Oder es ist eine persönliche Revolution im Kleinen, entgegen gesellschaftlich-kapitalistisch geprägter Normen, z.B. jenseits eines sexuellen Eigentumsrechts, zu lieben und Beziehungen zu gestalten. Ich denke, welche Beziehungs- und Liebesmodelle wir als ‘normal’ empfinden ist stark kulturell geprägt, und sollte ebenfalls hinterfragt werden.
    Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren, vielleicht ja sogar in Form einer Podcast-Folge.
    In jedem Fall Danke an euch und viele Grüße,
    Sally

    1. Liebe Sally,

      hab vielen Dank für deinen Kommentar und die konstruktive Kritik. Ich bin da komplett bei dir! Ich bedaure, dass dieser Eindruck entstanden ist. Zum Teil liegt das vielleicht auch an der Kürze der Sendung. Manches kratzt man nur kurz und lässt damit Fragen offen. Auf jeden Fall hätten wir aber an der einen oder anderen Stelle in dieser Folge noch kritischer nachhaken müssen und die von dir erwähnte gehört dazu. Wir lernen mit jeder Episode auch immer ein bisschen mehr dazu.

      Viele Grüße!
      Laura L.

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