In das Gespräch fließen Statements von Antje Langethal, Sprecherin der Arbeitsgruppe Frauenhandel und Prostitution bei Terre des femmes, der Sexarbeiterin Mademoiselle Ruby und Sonja Dolinsek ein, die über „Frauenhandel, Sklaverei, Sexarbeit: Transnationale Politiken über „sexuelle Arbeit” in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ promoviert, sie ist auch Gründerin des Blogs „menschenhandel heute“.

Schwangerschaft, sagt Antje Schrupp, ist sozusagen der „Elefant im Raum“, um den alle, Gesellschaftspolitik, Feminismus, Queer- und Genderstudies eingeschlossen, herumgehen. Denn egal wie viele Geschlechter wir haben, ob wir unsere Sprache mit * erweitern und bei Bewerbungen ein „d“ einführen neben „m“ und „w“, da gibt es immer einen entscheidenden Unterschied: Zwischen denen, die schwanger werden können – und den anderen. Wie können wir in Zukunft von „Menschen“ sprechen, die schwanger werden können – und nicht immer nur von „Frauen“? Und wie kann Schwangerschaft mit Freiheit einhergehen?

Zum Schluss gibt es noch eine Verlosung des Buches „Aus dem Tagebuch einer Abtreibungsärztin“ von Kristina Hänel anlässlich der Lesung am 2. November 2019 in München.

Robert Franken berät Unternehmen in Sachen Vielfalt und ist einer von vier deutschen Botschaftern für die UN Women-Kampagne “He For She”.

Susanne hat ihn in Köln getroffen und spricht mit ihm sowohl über seine Arbeit, aber vor allem auch darüber, was sich zwischen Männern und Frauen noch tun muss, damit sie gleichberechtigter werden und wie Männer den Kampf um Gleichstellung unterstützen können.

Ich habe in München die Drag Queen Vivienne Villain bei ihr zu Hause besucht, als sie sich gerade auf einen Auftritt vorbereitete. Und dabei konnte ich ihr nicht nur zusehen, wie sie ihr Gesicht in ein Kunstwerk verwandelte, sondern wir unterhielten uns nebenbei auch über Geschlechterrollen, darüber, was man von Drag Queens lernen kann und ob wir nicht eigentlich alle jeden Tag ein bisschen Drag machen – im Berufsleben, in der Familie, im Freundeskreis…

Was sie damit meint und welches Lied sie bei ihrem Auftritt performen wird, das erfahrt ihr in diesem Gespräch. Vivienne Villain findet ihr online unter www.viviennevillain.com.

Andere Länder wie etwa Indien oder die USA handhaben Leihmutterschaft anders, dort ist sie erlaubt. In dieser Sendung geht es um die Frage, ob die alte feministische Parole, „Mein Bauch gehört mir“, auch in Sachen Leihmutterschaft anzuwenden ist.

Ist es eine freiheitliche Entscheidung, die Gebärmutter zu vermieten? Oder ist es die letzte Hoffnung von Frauen, die angesichts von Elend und Armut ihre Körper für ein kleines Salär zur Verfügung stellen? Ja, sogar den Tod in Kauf nimmt – Dr. Sheela Saravanan hat in ihrer Forschung in Indien durchaus von Frauen gehört, die während der Leihmutterschaft sterben.

Was ist, wenn eine Frau das Kind trotz vorheriger Abmachung nicht „abgeben“ möchte? Und schließlich, wer ist die Mutter eines Kindes, das über Leihmutterschaft und anonyme Eizellenspende im Reagenzglas entstanden ist? Barbara Streidl macht sich in dieser Sendung auf die Suche nach Antworten.

Vielleicht fällt den meisten Menschen dazu nicht viel mehr ein, als Jungen auch mal mit einer Puppe spielen zu lassen? Ja, das kann ein Anfang sein. Denn viele Eltern nehmen ihren Söhnen die Puppe oder den pinken Nagellack vorsichtshalber mal lieber aus der Hand, aus der Angst heraus, der Sohn könnte gemobbt oder schwul werden. (Klingt nach 1950, aber ist leider immer noch so.)

Wir haben nach Studien gesucht und sprechen über unsere Erfahrungen als zwei “Mädchen-und-Jungs-Mütter”. Und natürlich gibt es eine Menge Bücher- und Filmtipps.

Wie geht das: sich die Freiheit erkämpfen – diese Frage findet sich im Buch “Beschreibung einer Krabbenwanderung” von Karosh Taha, ein Roman, in dem die Protagonistin Sanaa manchmal wie gefangen in ihrer Vergangenheit, Rolle und Herkunft (Irak) wirkt und doch darum kämpft, sich frei zu machen. Im Gespräch mit Karosh beleuchten wir die Themen des Buches (Migration, Frausein, Emanzipation), das kürzlich bei Dumont erschienen ist.

Freiheit ist ebenso bestimmend in der Arbeit von Margarete Stokowski. Im Gespräch mit ihr blicken wir auf den Hass im Netz und wie man es schaffen kann, sich davon nicht am Schreiben und schon gar nicht am Wirken hindern zu lassen! Margarete erzählt, warum sie so oft über Sex schreibt, wie ältere Herren ihre Irritation über sie manchmal kaum verbergen können und dabei unverschämt werden, warum die gemeinsame, von vielen Feministinnen anvisierte Zukunft eine Party ist, auf der alle mehr Spaß und vielleicht sogar mehr Sex haben. Und warum es bei all dem Spaß und all den guten Nachrichten wichtig bleibt, den rechten Backlash, mit seinem Anti-Gender-Tenor, genau im Auge zu behalten.

In dieser Episode denken Katrin Rönicke und Susanne Klingner über Strategien nach, wie sie ihre Töchter zu selbstbewussten, emanzipierten Frauen machen können. Ob ein einfaches “Du kannst alles, was die Jungs können!” reicht oder ob es mehr dafür braucht. Vielleicht helfen ja Bücher, Filme und das ein oder andere Vorbild mit einem coolen Beruf?

Diese Episode wird präsentiert von Audible. Wenn ihr euch das Angebot anschauen wollt, zum Beispiel “The Girls” von Emma Cline, geht auf www.audible.de/lila