13. Juni 2019
von Katrin
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Lila147 Sexuelle Selbstbestimmung auf dem Rückmarsch? – 219a und die weltweite Lage zur Abtreibung

Alabama, Polen, Argentinien – auch im Jahr 2019 lassen Frauen weltweit ihr Leben, weil sie illegal abtreiben, müssen sie Kinder nach einer Vergewaltigung zur Welt bringen und ihre Gesundheit wird gefährdet, weil sie mit veralteten Methoden behandelt werden, wenn überhaupt. Von sexueller Selbstbestimmung keine Spur. Und wer denkt, in Deutschland sei alles besser, der irrt. In Deutschland ist Abtreibung verboten und Frauen sind in der Pflicht, ihr Kind auszutragen. Von dieser gesetzlichen Regelung gibt es zwar Ausnahmen, doch die Lage ist für viele Frauen schlecht. Ärzt*innen scheuen den Eingriff, dürfen auf ihren Webseiten nicht informieren, was sie tun und Medizinstudent*innen lernen nicht einmal, wie man Frauen am besten dabei hilft, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.

Die Medizinstudentin Amélie Kolandt hat deswegen die Medical Students for Choice an der Charité Berlin mitgegründet. Sie wollen die Lücke schließen und über die Methoden und Hintergründe zur Lage in Deutschland aufklären. Unter anderem mit dem “Papaya-Workshop”.

Gabriele Halder ist Frauenärztin, hat bei Pro Familia gearbeitet und nach der Wende ein Familienplanungszentrum im Osten Berlins gegründet. Sie operiert sehr gerne mit den Medical Students for Choice und setzt sich auch sonst seit Jahrzehnten für eine frauenfreundliche Medizin ein, zu der für sie das Recht auf Abtreibung unweigerlich gehört.

Im Gespräch erzählen die beiden von ihren Erfahrungen in Studium, im Kampf gegen die sogenannten “Lebensschützer” und warum Jens Spahn mit seiner Studie vielleicht doch Gutes bewirken könnte.

21. März 2019
von Katrin
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Lila135 Warum Frauen Rechtspopulisten gut finden – mit Elisa Gutsche

In ganz Europa haben die Rechtspopulisten in den vergangenen Jahren starken Zuwachs erfahren – auch und gerade von Frauen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat dazu eine Studie über 6 europäische Länder vorgelegt. Sie versucht herauszufinden, was Frauen in Schweden, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland dazu bringt, rechten Parteien anzuhängen. Wie sieht es aus, das “Female Face” der Rechtspopulisten?

Begleitet hat diese Studie Elisa Gutsche. Sie erzählt im Gespräch mit Katrin, was die wichtigsten Erkenntnisse waren, welche Unterschiede es in den genannten Ländern jeweils zu beachten gibt, welche Widersprüche sich teilweise auch auftun. Gemeinsam versuchen wir daraus Ideen für ein gemeinsames feministisches Handeln zu entwickeln.

28. Februar 2019
von Susanne
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Lila132 “Gesetzesänderungen sind immer Teamwork” – ein Gespräch mit Maria Wersig

Maria Wersig ist Juristin und Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes. Susanne spricht mit ihr über die Frage, ob schon alle Gesetze und Regeln so gestaltet sind, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten haben. Auch ob das Gesetz Folge gesellschaftlicher Entwicklungen ist oder Gesetze gesellschaftliche Entwicklungen vorantreiben können, erfahrt ihr in dieser Folge.

2. August 2018
von Katrin
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Lila104 “Diese Angst ist noch so präsent” – Faranak Rafiei über die Geschichte der Frauen im Iran

Wir haben in einer der vergangenen Sendungen schon einmal kurz über die #WhiteWednesday-Proteste der Frauen im Iran gesprochen: Seit Dezember letzten Jahres treten jeden Woche Mittwoch Frauen im Iran auf die Straße und schwenken als Zeichen ihres Protests ihr Kopftuch an einem Stock – meistens werden die Bilder über die sozialen Medien verteilt. Im Iran ist so eine Aktion strafbar und Frauen können dafür ins Gefängnis kommen – dennoch brechen die Proteste nicht ab und die Frauen lassen sich Mittwoch für Mittwoch nicht davon abhalten, ihrem Unmut über die Unterdrückung der Frauen im Iran Luft zu machen.

Doch was genau ist eigentlich der Hintergrund dieser Proteste? Wie ist die Situation von Frauen im Iran? Welche Geschichte lauert hier?

Um dieser Geschichte der Frauen im Iran ein wenig näher zu kommen, habe ich mich mit Faranak Rafiei getroffen. Sie lebt seit 20 Jahren in Deutschland. 1978 kam sie im Iran zur Welt, den sie im Alter von 20 Jahren verließ. Im darauffolgenden Jahr, 1979, war im Iran die sogenannte Islamische Revolution – alles, was heute den Iran bestimmt nahm damals seinen Anfang. Faranak erinnert sich gut, wie die Revolution im Iran vor allem zulasten der Frauenrechte ging, wie Frauen es waren, die als Symbol für gutes Islamisches Leben unterdrückt wurden und bis heute werden.